Hierro

Hierro – Insel der Angst (2009)

: Elena Anaya
: Gabe Ibánez
: Jesús de la Vega, Javier Gúllon
: ca. 91 min
: ab 16
: 16.12.10 (DVD+BD)
: Universal
: Spanien
Unsere Wertung
6.5
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3.5

Hierro – Insel der Angst (2009)

Die junge Mutter Maria reist mit ihrem Sohn Diego auf der Fähre zur Insel Hierro. Als sie kurz einschläft, verschwindet das Kind. Wurde Diego Opfer eines Verbrechens oder stürzte er von Bord?
Als nach einem halben Jahr eine Kinderleiche gefunden wird, reist Maria zur Identifizierung erneut zur Insel. Doch das tote Kind ist nicht Diego. Sie bleibt noch einige Tage auf Hierro und findet Hinweise auf den Verbleib ihres Sohnes…

Hierro ist keine fiktive Insel, sondern die kleinste der Kanaren. Das dortige Fremdenverkehrsamt dürfte über den vorliegenden Film wenig begeistert sein, denn Regisseur Gabe Ibánez zeigt die Insel von ihrer kältesten Seite und lockt damit sicher keine Touristen an. Die kühle Optik lässt eher auf Skandinavien als einen Ort bei Afrika schließen.
Dazu wirkt alles heruntergekommen und karg, die Menschen meist unfreundlich und verschlossen.
Doch ist die Landschaft gut in Szene gesetzt und gerade die eigenwillige Naturkulisse der Insel sorgt für Atmosphäre und Atmosphäre ist die Essenz von Hierro, der in einer behäbigen Erzählweise daherkommt.
Die spärliche Pflanzenwelt und das dunkle Lavagestein vermitteln umso mehr den Eindruck, am Ende der Welt angekommen zu sein, was zumindest im übertragenen Sinne für Maria gilt.

Maria (Elena Anaya) ist die Hauptfigur des Films und wird fast permanent vom Zuschauer begleitet.
Man folgt ihrer Trauer, Hoffnung und Verzweiflung und stellt fest, wie schlecht es um ihren Geisteszustand bestellt ist. Immer wieder vermischen sich Realität und (Wunsch-)Traum bis auch für den Beobachter die Grenzen verschwimmen.

Mit der Erwartung einen Horrorfilm zu sehen, sollte man nicht an Hierro herangehen, selbst wenn der üblich einfallslose deutsche Untertitel „Insel der Angst“ oder der Hinweis, dass die Produzenten von „Pans Labyrinth“ und „Das Waisenhaus“ mitwirkten, dies suggerieren. Sucht man unbedingt eine Schublade, ist düsteres Drama oder Mystery-Thriller recht passend.
Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass Hierro einige Stilmittel des Horrorfilms benutzt.

Fazit: Wenn man sich auf den Takt einlässt, den der Film vorgibt, bekommt man einen weiteren sehenswerten spanischen Film.

 

 

Hierro - Insel der Angst (2009), 3.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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