hatchet

Hatchet (2006)

: Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond
: Adam Green
: Adam Green
: ca. 81 min
: ab 18
: Sunfilm / Tiberius
: USA
Unsere Wertung
5.0
VN:F [1.9.22_1171]
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3 votes
6.0

Hatchet (2006)

Bevor Hatchet im März in die zweite Runde geht, nutzen wir zunächst noch rasch die Chance, um das Original aus 2006 vorzustellen.

Hauptfigur ist Ben, der versucht über eine verlorene Liebe hinwegzukommen, indem er mit ein paar Kumpels Mardi Gras in New Orleans feiert. Schnell der Partylaune überdrüssig, geht er nachts mit anderen Touristen auf eine Boots-Gruseltour. Als der laienhafte Führer das Boot auf einen Fels lenkt, sitzen die neun Menschen in den Sümpfen fest. Doch der Geist des entstellten Rednecks Victor Crowley sorgt schnell dafür, dass sich die Reihen lichten.

Regisseur/Drehbuchautor Adam Green landete mit FROZEN 2010 einen Hit. HATCHET hingegen wirkt noch recht unförmig. Auch wenn der Film durchaus nicht uninteressant ist, sind auch Längen nicht zu verleugnen.

Neues bietet der Streifen nicht; die alte Hinterwäldler-Sache wird diesmal in die an sich traurige Geschichte eines missbildeten Jungen gepresst, die weitere Rahmenhandlung ist wie meist austauschbar bis unglaubwürdig.
Die Figuren haben kaum Tiefe, die Handlung ist vorhersehbar und gestorben wird (ohne zu viel verraten zu wollen) zunächst von alt nach jung, dann von dumm nach sympathisch.
Dass Filme in totaler Dunkelheit unsinnig wären, leuchtet ein, aber seltsamerweise ist es nachts im Sumpf, selbst bei einem Unwetter taghell und als ob das nicht reichen würde, fallen die Schatten gleich in mehrere Richtungen. Apropos Sumpf: Urwald und Kunstnebel sind neben einigen wenigen Seitenstraßen von New Orleans so ziemlich das einzige, was als Kulisse geboten wird.
Die Handlung beläuft sich, nach überstandener Kennenlernrunde auf Weglaufen, Verstecken und Sterben.

Das alles hört sich nach einem wirklich miserablen Film an und vereinzelt dachte ich gar an den oft gescholtenen WRONG TURN 3. Was HATCHET aber von einem solchen Totalausfall abhebt zeigt sich immer wenn es lustig oder brutal wird, denn glücklicherweise nimmt sich der Film nicht ernst. Auch wenn nicht jeder Gag ein Brüller ist und die Morde betont kreativ und schon comichaft brutal mit enormen Blutfontänen ablaufen, wird man als Zuschauer doch oft genug von Unzulänglichkeiten abgelenkt. Da einige Charakter derart überzogen dargestellt werden, gerät man irgendwann sogar ins Zweifeln, ob nicht auch die Schwächen bewusst präsentiert werden.

Die Schauspieler werden keine Auszeichnung erhalten, könnten aber schlimmer sein und witzig sind die Gastauftritte von Robert Englund (Freddy Krüger), Kane Hodder (Jason Vorhees) und Tony Todd (Candyman). Ersterer schafft es übrigens nicht einmal seinen Namen im Vorspann zu überleben.
Auch an anderen Stellen ist eine gewisse Liebe zum Detail zu entdecken, so findet man z.B. auf einem Friedhof im Film diverse Namen der Mitwirkenden auf Grabsteinen.
Bei all diesen Andeutungen und Insider-Gags ist auch davon auszugehen, dass „Victor Crowley“ bewusst eine Kombination des Vornamens Frankensteins und des Nachnamens des bekannten Satanisten Aleister Crowley ist.

Auch wenn HATCHET bei vielen Leuten einen recht guten Ruf genießt, bemerkt man Adam Greens damalige Unerfahrenheit, aber eben auch seine Liebe zum Genre. Fans sinnentleerter Splatter-Filme mit augenzwinkerndem Spaßanteil sollten daher ruhig einen Blick riskieren.

Hatchet (2006), 6.0 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

5 Kommentare

  1. Märy Cherry
    23 Jan 2011, 8:46 pm

    absolut NICHT empfehlenswert – nervige & miese Schauspieler, 0 “Handlung” & ein Ende ohne Worte. Es war ja eine richtige Erleichterung als die 1 Std 20 min ENDLICH zu Ende waren. Einfach nur ein richtig besch* Film – ähnlich wie “Hack” ^^

  2. sally
    07 Feb 2011, 8:02 pm

    Hochachtung, 1std 20 min! habe nach 30 min. den stop knopf gedrückt! Richtig schlimm. soll der so, muss der so sein? ich mag keine filme bei denen ich nicht weiss, ob sie gewollt lustig/peinlich wirken sollen oder einfach nur schlecht sind.

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