Grotesque

Grotesque (2009)

: Tsugumi Nagasawa, Hiroaki Kawatsure, Shigeo Osako
: Koji Shiruishi
: Koji Shiraishi
: ca. 73 min
: -
: austehend
: -
: Japan
Unsere Wertung
6.0
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2 votes
8.0

Grotesque (2009)

Es gibt nicht viele Filme auf die das umstrittene Subgenre Torture Porn so sehr zutrifft wie auf den japanischen GROTESQUE (Originaltitel Gurotesuku) aus dem Jahre 2009. Sowohl im Bezug auf Torture, zu deutsch Folter, und auch Porn.

Dies ist vermutlich auch ein Grund, warum er bisher noch nicht in Deutschland erschienen ist. Beworben wird er im Ausland als japanische Version von HOSTEL. Der Ort des Geschehens könnte tatsächlich eine der Folterkammern und der Täter einer der Mitglieder des Elite Hunting Clubs aus HOSTEL sein. Doch während man bei HOSTEL und anderen Titeln dieser Kategorie, wie SAW und MARTYRS, noch um eine interessante und außergewöhnliche Geschichte mit Inhalt bemüht ist, scheint man hier weniger Wert auf solches zu legen. Außer Folterungen und sexuelle Misshandlungen gibt es nicht viel zu sehn.

Ganz zufällig werden zwei Opfer (Tsugumi Nagasawa, Hiroaki Kawatsure) auf der Straße aufgelesen und verschleppt. Daraufhin wachen sie gefesselt und einem brutalen Sadisten (Shigeo Osako) hilflos ausgeliefert in einer Folterkammer auf. Auch wenn es in dieser hart zur Sache geht und die beiden einiges unter verschiedenen Werkzeugen zu erleiden haben, gibt es weniger Nahaufnahmen und als man vermutet. Die Kamera hält nicht überall direkt drauf. Das mag weniger an der Motivation von Regisseur und Drehbuchautor Koji Shiruishi (CARVED) als mehr an den technischen Möglichkeiten gelegen haben. So fällt doch an der einen oder anderen Stelle auf, das hier mit Kunstkörperteilen gearbeitet wurde. Dies gibt dem Ganzen einen leichten B-Movie-Splatter-Flair.

Zwar gibt es zu etwa der Mitte des Films eine mehr oder weniger logische Handlungsänderung, die dann aber schnell wieder in Folterszenen umschwenkt. Das bringt zwar nicht mehr Spannung in den Film, macht ihn aber ein wenig Abwechslungsreicher.
Die Charaktere werden wenig beleuchtet und wirken somit sehr unpersönlich. Dadurch fällt es einem schwer sich mit ihnen zu identifizieren. Das gilt sowohl für die zwei Opfer, wie auch für den Täter. Seine Ziele sind zwar einfach und klar für uns erkennbar, jedoch gibt es keinen tieferen Einblick in die Persönlichkeit.
Zum Ende hin verliert der Film ein großes Stück an Ernsthaftigkeit und Logik, auch von Glaubwürdigkeit kann man hier nicht mehr sprechen.

Im Ganzen ist zu sagen, das der Titel wohl nicht hätte treffender gewählt werden können. Handlung, Geschichte, Ende und auch einzelne Szenen wirken zum Teil sehr grotesk, sodass dieses Wort perfekt auf diesen Film zuzutreffen scheint.
Fans der asiatischen Splatterfilme mag er begeistern, die breitere Horrorfanmasse wird er jedoch nicht überzeugen können.

Grotesque (2009), 8.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von May | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. thomas
    20 Okt 2011, 9:08 am

    widerlicher film

  2. chris
    26 Jan 2012, 10:25 am

    geb dem thomas recht , aber es gibt noch einen film der das letze ist , a serbie ja den fil hätte man in den müll werfen sollen ,der hir geht noch ,aber auch nicht mein ding

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