GIALLO Cover

Giallo (2009)

: Adrien Brody, Emmanuelle Seigner, Elsa Pataky
: Dario Argento
: Jim Agnew, Dario Argento, Sean Keller
: ca. 84 min
: ab 18
: 08.09.11 (DVD+BD)
: Sony Pictures Home Entertainment
: Italien
Unsere Wertung
4.5
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4.5

Giallo (2009)

GIALLO darf an dieser Stelle durchaus als Wortspiel verstanden werden, denn das Wort bedeutet auf Italienisch nicht nur „Gelb“, der Farbe, der hier eine besondere Rolle zukommt, sondern steht auch für ein Filmgenre, das vor allem in den 60ern und 70ern seine Hochzeit hatte und unter anderem von Regisseur Mario Bava groß gemacht wurde.
Ein anderer bekannter Name, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist der von Dario Argento…und Argento führte hier Regie.

In Turin entführt ein Taxifahrer junge Frauen, hält sie eine Weile gefangen und tötet sie dann auf brutale Weise. Als die jüngere Schwester von Linda ebenfalls in die Gewalt des Psychopathen gerät, wendet die sich an den ungewöhnlich agierenden Inspektor Avolfi.
Doch die Zeit wird knapp…

Altmeister Argento ist eine Ikone des italienischen Films, aber so belanglos dieser in den letzten Jahren war, so belanglos blieb auch Argento. Mit GIALLO kehrt er ein Stück weit zurück zu den Wurzeln und natürlich zum namensgebenden Genre. Schwere Musik, eine Mordserie, deutlich dargestelle Morde, ein Ermittler in den Strassen Turins. Vieles wirkt tatsächlich wie ein Film der 70er, im Guten wie im Schlechten.
Die erzählte Geschichte ist immerhin als solche zu erkennen, wurde aber in allen möglichen nationalen und internationalen Krimis bereits oft verbraten. Gleiches gilt für die Charaktere.
Als bekannter Name ist Adrien Brody (SPLICE, TERMINATORS) an Bord, der hier den Inspektor spielt, gleichzeitig aber auch in die Rolle des Bösewichts schlüpft. Das ist ein netter Gag, der den Film aber nicht entscheidend voranbringt, zumal Brody beide Rollen nicht ausfüllt. Während der Mörder zuweilen unfreiwillig komisch erscheint, hat die Rolle des Inspektors zwar mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen, man sollte Brody aber raten, das typische Nicolas-Cage-Stirnrunzeln nicht im Dauereinsatz zu nutzen.

Die Effekte sind handgemacht und an verschiedenen Stellen geht es derbe zu, aber die Farbe des Kunstbluts wirkt unecht. Dass die Schwester eines Entführungsopfers bei allen Ermittlungsarbeiten der Polizei dabei ist, darf auch angezweifelt werden.
So weist der Film immer wieder Löcher auf, die sich dann kaschieren ließen, wenn der Rest packend genug wäre, was hier aber nicht der Fall ist.

GIALLO ist zu 75% Krimi, zu 25% Torture Porn und die beiden Bestandteile scheinen fast unabhängig voneinander zu verlaufen.
Fans alter Giallo-Filme mögen ihre Freude an dieser Reminiszenz haben, machen aber auch keinen Fehler sich gleich die echten Klassiker anzusehen.

Giallo (2009), 4.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. SheDevil
    20 Sep 2011, 11:54 pm

    hm…damit hätte man viel viel viel mehr machen ..:-( gute schauspieler die leider schlecht spielen..das ende war auch sehr gehuddelt..schade drum…

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