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Fingerprints (2006)

: Leah Pipes, Lou Diamond Phillips, Cristin Cavallari
: Harry Basil
: Jason Cleveland, Brian Cleveland
: ca. 91 min
: ab 16
: 25.03.11 (DVD+BD)
: Epix
Unsere Wertung
4.5
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User Score:
2 votes
5.0

Fingerprints (2006)

Das Fundament auf dem die Handlung FINGERPRINTS‘ steht, ist eine jener urbanen Legenden, die jahrzehntelang am Lagerfeuer erzählt und hin und wieder auch verfilmt werden.

Ein Schulbus bleibt mitten auf Bahngleisen liegen und bevor der Fahrer die Kinder in Sicherheit bringen kann, wird der Bus von einem heranrasenden Zug erfasst.
Lange nach der Katastrophe kann man sein Auto an dieser Stelle im Leerlauf abstellen und eine unsichtbare Macht wird den Wagen bewegen, bevor man selbst vom Zug gerammt wird.

Dies soll sich genau so in der Kleinstadt zugetragen haben, in die Melanie zieht. Die junge Frau kehrt nach einer drogenbedingten Nahtod-Erfahrung und anschließendem Entzug zu ihrer Familie zurück.
Das alleine wäre ebenso harmlos, wie das seltsame kleine Mädchen, das Melanie bald häufiger in der Nähe der Gleise spielen sieht. Doch plötzlich wird die Stadt von einer brutalen Mordserie heimgesucht und Melanie versteht, dass die Ereignisse der Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenhängen und sie dabei eine Schlüsselrolle spielt.

Auch ohne das Wissen, dass man es hier mit einer modernen Legende zu tun hat, fühlt man sich zu Beginn des Films wie in einer Episode von X-Factor (die Mystery-Serie, nicht die Casting-Show) und erwartet, dass das Licht angeht, der Host Jonathan Frakes  hereinkommt und sagt: „Hat es sich wirklich so zugetragen oder wollen wir Ihnen einen Bären aufbinden?“
Alles an FINGERPRINTS deutet auf die leichte Unterhaltung eines Fernsehfilms hin, die Optik, die Dialoge,  die Schauspieler (z.B. Lou Diamond Phillips), die man eher von Bildschirm als Leinwand kennt und das offenbar fehlende Budget, welches u.a. dazu führte dass das beschriebene Zugunglück nur angedeutet wird.
Überraschenderweise ist die zweite Filmhälfte dann aber nicht nur blutiger, sondern kann auch 1-2 passable Scarejumps vorweisen, die man nach dem biederen Start schon nicht mehr erwartet hätte.

Warum der 2006 produzierte Film erst jetzt veröffentlicht wird, ist ebenso rätselhaft wie verschiedene Logiklöcher in der Handlung. Man fragt sich beispielsweise, warum gerade zu diesem Zeitpunkt die Morde verübt werden. Trotzdem muss man FINGERPRINTS attestieren im Low-Budget-Sektor gute Arbeit zu leisten. Die Charaktere sind halbwegs glaubwürdig und die Mixtur aus Legende, Geistergeschichte und Slasher funktioniert gut genug um kurzweilige 90 min zu gewährleisten.

Fingerprints (2006), 5.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Duo
    01 Mai 2011, 12:02 pm

    “Man fragt sich beispielsweise, warum gerade zu diesem Zeitpunkt die Morde verübt werden.”

    Reden wir da von dem selben Film? Denn eigentlich wird es geklärt, warum die Morde auf einmal wieder passieren O__o

    “Die Charaktere sind halbwegs glaubwürdig und die Mixtur aus Legende, Geistergeschichte und Slasher funktioniert gut genug um kurzweilige 90 min zu gewährleisten.”

    Naja….
    Die schauspielerische Leistung fand ich eher armselig.
    Alles wirkte eher trocken und steif. Ich empfand nur sehr wenige Stellen, wo ich denen es ein wenig abgekauft habe, was sie da gespielt haben.

    Ansonsten hätte man ruhig ein wenig mehr aus dem Film machen können, weshalb ich eher (mit beiden Augen zudrücken) 3 Sterne gegeben hätte. Zumal ich wirklich oft da saß und darauf gewartet hatte, dass Jonathan Frakes erscheint und uns fragt, ob es nur ein Fake ist oder es sich wirklich so zugetragen hatte 😀

  2. Wachsoldat
    17 Feb 2012, 11:03 pm

    Also ich sehe es ähnlich wie mein vorposter. Die Schauspielerei ist an manchen stellen recht schlecht.Vor allem die der Mutter. Aber so die Story ist gut aber mit einem etwas schlechtem Ende denke ich. Ansonsten kann man sich den anschauen . Von mir 6 Sterne. 🙂

    Gruss

    Wachsoldat

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