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F – London Highschool-Massaker (2010)

Darsteller: David Schofield, Eliza Bennett, Ruth Gemmell
Regie: Johannes Roberts
Länge: 75 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 24.11.11 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Universal
Land: Großbritannien
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
7 votes
6.1

Als F im Vorfeld des Fantasy Film Fests angekündigt wurde, ließ ein Blick in den Trailer auf Gutes hoffen. Die frühen Kritiken zum Film waren aber recht durchwachsen und ließen den Rezensenten von einem Besuch auf dem FFF zurückschrecken. Nun landete F doch noch im Briefkasten und kurze Zeit später im DVD-Player und sorgte – vielleicht auch aufgrund geringer Erwartungen – für einen guten Eindruck.

Die Geschichte ist simpel: Eines Abends greift eine Bande Kapuzenträger eine Schule an und macht Jagd auf alle noch dort verbliebenen Menschen: Lehrer, Schüler, Wachpersonal, Hausmeister. Die unbekannten machen keinen Unterschied und gehen äußerst brutal vor.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht Robert Anderson, ein Lehrer, der weder von Schülern, noch von Kollegen geachtet wird. Nachdem ihn ein Schüler schlug, flüchtet er sich in den Alkohol und ist ein Dorn im Auge der Schulleiterin. Seine Ehe ist gescheitert, seine eigene Tochter lässt er nachsitzen.
Dieser Antiheld ist aber auch der einzige, der eine Idee von dem hat, was auf die Leute zukommt, die sich nichtsahnend in dem Gebäude aufhalten.

Mehr als eine Ahnung wird aber auch der Zuschauer während des gesamten – gerade einmal 75 minütigen – Films nicht bekommen. Die Angreifer sprechen nicht, verhüllen ihre Gesichter unter Kapuzenpullis und bewegen sich mit einer Eleganz wie eine verirrte Parcours-Truppe. Sie sind nicht auf Randale aus und scheinen auch kein sexuelles Interesse an ihren Opfern zu haben, sondern werden rein von Mordgier getrieben.
Warum? Man erfährt es nicht.
Dies ist für Kritiker ein verständlicher Angriffspunkt, lässt aber auch Luft für Spekulationen. Haben wir es mit einer Bande von Halbstarken zu tun, die sich für schlechte Noten an allem und jedem rächen wollen und deren gesichtslose Darstellung uns nur sagen soll, dass das Leben eines Lehrers nicht immer einfach ist und es solche Vorfälle überall geben kann?
Dazu würde zumindest die mit Vorsicht zu genießende Behauptung passen, dass es sich bei F um auf wahren Begebenheiten beruhenden Stoff handeln soll (dass dem nicht so ist, sagte uns Regisseur Johannes Roberts übrigens sogar selbst, mehr dazu im Interview mit ihm am 24.11.)

ACHTUNG KLEINE SPOILER:
Ein anderer Kritikpunkt ist das recht abrupte und offene Ende des Films, das man aber auch als Plus sehen kann. Dass ein folgenschwerer Konflikt den Schlusspunkt von F setzt ist nicht unbedingt alltäglich (SPOILERENDE), passt aber zur deprimierenden Situation in der die Opfer kaum eine Chance haben und Gegenwehr so gut wie nicht stattfindet.
Das erinnert etwas an den ebenfalls britischen EDEN LAKE, wobei dessen Güte nur selten erreicht wird. Eine andere Referenz ist John Carpenters ASSAULT, auch wenn wir es hier statt mit Gangstern, die ein Polizeirevier auseinandernehmen, mit Jugendlichen (?), die eine Schule aufmischen, zu tun haben.

Lobenswert ist das Verhältnis von Spannung und Gewalt. Obwohl es nach einer Weile nervt, dass die Killer katzengleich und lautlos über Schränke turnen, setzt F an vielen Stellen auf Suspense und deutet manche Gewaltakte nur an, scheut sich an anderen Stellen aber auch nicht, ins blutige Detail zu gehen.

Fazit: F mag kein Meilenstein des Horrorfilms sein und gehört sicher und offensichtlich zu den Filmen, an denen sich die Geister scheiden, ich persönlich habe mich aber recht gut unterhalten gefühlt.

F - London Highschool-Massaker (2010), 6.1 out of 10 based on 7 ratings

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Geschrieben von Mick | 10 Nov 2011 | Reviews (Filme)

9 Kommentare

  1. Daniel
    11 Nov 2011, 11:50 am

    Schau mir den Film gerade an. Nur etwas Wissenswertes am Rande:
    Juliet Aubrey ist den meisten ja bekannt durch ihre Rolle in den 5 Staffeln Primeval. Ganz überraschenderweise, hat sie in diesem Film den gleichen Namen wie über die 5 Staffeln Primeval hinweg – “Helen”…

  2. Markus
    14 Nov 2011, 11:26 am

    Fand den Streifen schon sehr spannend.Einzig allein das Ende passte nicht so ganz.Aber dennoch ein Film voller Spannung und erhöhtem Pulsschlag.Für einen düsteren Herbstabend genau das Richtige-meine Meinung ;)

  3. Hoodie-Horror das seine Inspiratio aus dem grauenvollsten Ereignis der Moderne gezogen zu haben scheint: Der Pisa-Studie.

  4. Dan
    16 Nov 2011, 1:48 pm

    Manche Kommentare, wie das von Bartel, check’ ich einfach nicht. Liegt eher an Bartel als an mir, oder?

  5. Kai
    20 Nov 2011, 9:25 pm

    ich glaube das sollte witzig sein
    werde mir den Film bei gelegenheit definitiv mal reinziehen
    aber in originalfassung

  6. Angel
    04 Jan 2012, 11:45 pm

    Ich fand Den film Klasse. Egal Ob Sinnvolles oder Logisches Ende. Nur ich finds doof das man die Täter nicht gesehen hatt Btw keine anhalspunkte waren wer es den sei;) denn eig fand ich die ziemlich cool:D Naja (:daumhoch

  7. chris
    26 Jan 2012, 10:19 am

    ne danke , war nicht be geistert, aber jedem das seine

  8. horrorfreundin
    31 Jan 2012, 1:35 pm

    also ich fand den auch mehr als dürftig :-( würde ihn nicht weiterempfehlen. und wenn ich das wort massaker höre/ lese, dann denk ich doch an grauenhaftes sterben oder die große menge an sterbenden. beides war hier nicht wirklich gegeben, außer vllt 2 szenen, die aber auch nur kurz eingeblendet waren. und dann die geräuschlosen ninjaverschnitte – sehr unglaubwürdig! einzig, das man nie ein gesicht erkennen konnte, empfand ich als positiv.

  9. Horrorfreak
    22 Jul 2012, 5:28 pm

    Ich fand ihn langweilig!War alles vorhersehbar!!! Und das war Scheiß das diese Typen dann jemanden sehen,die Kriegen schiss dann sieht man nix und auf einmal tot,das haben die gar nicht richtig gezeigt …obwohl das Ende war gut.

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