Eaters

Eaters (2011)

: Rosella Elmi, Guglielmo Favilla, Elisa Ferretti
: Luca Boni, Marco Ristori
: 92 min.
: ab 18
: 29.07.11 (DVD+BD)
: Splendid
: Italien
Unsere Wertung
2.5
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User Score:
1 vote
6.0

Eaters (2011)

In den 70ern und 80ern gehörte Italien zu den Großlieferanten von Horrorfilmen. Gerne wurde dabei das Zombiegenre bedient und viele der -oft trashigen- Werke genießen auch heute noch Kultstatus.
In den letzten 20 Jahren blieb es dann bis auf einige wenige Todesschreie ruhig zwischen Mailand und Neapel. Nun liegt EATERS vor und man könnte denken, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Im Film haben die Zombies die Erde überrannt. Eine kleine Gruppe Überlebender verschanzt sich hinter Elektrozäunen in einer Industrieanlage, wo Wissenschaftler Gyno eine Lösung für das Problem sucht. Doch dafür benötigt er weitere lebende Tote und es ist die Aufgabe von Igor und Alen, der seine befallene Freundin retten möchte, diese zu besorgen.

Diese oder eine sehr ähnliche Handlung kennt man aus zahlreichen Filmen, was bei guter Umsetzung kein Problem wäre. Davon ist in EATERS jedoch wenig zu sehen.
Nicht nur hat man alles schon einmal erlebt, sondern oft auch schon besser. Wenn auf der DVD-Hülle mit dem spanischen [REC], dem englischen 28 DAYS LATER und dem französischen DIE HORDE verglichen wird, darf man das getrost ignorieren. EATERS tut sich im internationalen Vergleich selbst mit mittelprächtigen Filmchen wie dem griechischen EVIL oder dem britischen THE DEAD OUTSIDE schwer.

Obwohl die ganze Erde leer steht, treiben sich die Protagonisten in heruntergekommenen Fabrikruinen herum und setzen auf veraltete Technik. Wo es hunderte Elektronikfachmärkte zu plündern gäbe, benutzen die Überlebenden alte Röhrenmonitore und anderes archaisches Equipment.
Konsequenterweise erinnern auch die Dialoge an vergangene Zeiten und hätte es vor 30 Jahren schon Computereffekte gegeben hätten sie wohl ausgesehen wie die in EATERS.

Wenn Igor und Alen durch die Gegend fahren wirkt dies reichlich planlos, und ob ein Cabrio in einer zombieverseuchten Welt das geeignete Mobil ist, darf angezweifelt werden.
Sie begegnen Nazis, die sich mit dem Töten und getötet werden von Zombies beschäftigen, Überträgern und Überlebenden sowie sprechenden Untoten und stets wird es blutig.
Die Zombie-Schlachtereien gehen in Ordnung und die Masken sind gelungen, aber natürlich ist auch hier der Trash-Faktor hoch ist und vieles sieht künslich aus.

Bei all diesen dilettantischen Zutaten liegt der Verdacht nahe, dass sich der Film ganz bewusst als Verbeugung vor der Vergangenheit versteht. Das wäre immerhin nett gemeint, ändert aber nichts an zu vielen Momenten der Langeweile.
Präsentiert wird EATERS von Uwe Boll. Während einige Menschen ja der Meinung sind, dass dieser inzwischen sehenswerte Filme dreht, werden andere sagen, dass es selten eine bezeichnendere Kooperation gab.

Eaters (2011), 6.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. Andy
    16 Aug 2011, 9:27 pm

    Es is halt n uwe boll film

  2. sMäx
    17 Aug 2011, 12:04 pm

    Nein ist es nicht. Er hat weder Regie geführt, noch das Drehbuch geschrieben, noch produziert…

    Uwe Boll hin oder her, mir hat der Film auch nicht sonderlich gefallen. Vllt lag es aber an zu hohen Erwartungen die ich hatte

  3. Z0mbie
    18 Aug 2011, 10:44 am

    Den Film muss man gesehen haben, nicht.Denn dieser Film strotzt nur so vor langeweile, unlogischen Dingen und sonstigen Denkfehlern.
    Die Masken bzw. die Zombies sind wie erwähnt relativ gut gelungen, mehr jedoch nicht.

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