Dylan Dog Cover

Dylan Dog:Dead of Night (2011)

: Sam Huntington, Brandon Routh, Anita Briem
: Kevin Munroe
: 94 min
: 18
: 06.12.11 (DVD+BD Verleih) 19.01.12 (DVD+BD Verkauf)
: Studiocanal
: USA
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
5.7

Dylan Dog:Dead of Night (2011)

DYLAN DOG ist eigentlich ein italienischer Comicheld, der zwischen 2001 und 2009 auch in Deutschland aufgelegt wurde. Nun ist Dylan auch in bewegten Bildern zu haben und der Privatdetektiv sorgt nach wie vor dafür, dass die Kreaturen der Nacht uns nicht überrennen. Genauer gesagt ist es Dylans Job das Zusammenleben von Zombies, Werwölfen und Vampiren zu überwachen.

„No Pulse? No Problem.“
Das ist Dylans Slogan seiner alten Visitenkarten, aber eigentlich will er zu Beginn des Films mit dem Übernatürlichen nichts mehr zu tun haben. Selbstredend gelingt ihm das nicht und als ihn eines Tages die hübsche Elizabeth um Hilfe bittet, weil ihr Vater von einem Werwolf getötet wurde und kurz darauf auch sein Kumpel Marcus umgebracht wird, wird es auch für Dylan gefährlich. Er nimmt uns mit in die wirklich düsteren Ecken der Großstadt.

Wie selbstverständlich bewegt sich der Privatdetektiv zwischen den verschiedenen Wesen und kennt ihre Eigenheiten, die bei uns normalsterblichen für Erstaunen und/oder ein Grinsen sorgen, denn natürlich werden Orte wie Schlachthäuser oder Leichenschauhäuser nicht von Menschen betrieben.

„Kein Plan – nur größere Kanonen“ – Dylan
Vergisst man einmal Werwölfe und Ghouls, ist der Film eine Hommage an alte Film Noir – Klassiker und Detektivfilme, bietet aber auch reichlich Action und ist immer dann am Stärksten, wenn er auf Humor setzt. Das gilt vor allem für Sidekick Marcus, der sich mit seinem Leben als Zombie erst einmal abfinden muss und damit für einige Lacher sorgt.
Kaum nachvollziehbar ist daher die FSK 18 Freigabe. Die Stimmung des Films ist nicht bedrohlich, sondern fällt eher in die Kategorie „Freundlicher Grusel“ und die Gewalt ist – kein Wunder – comichaft überzogen. An dieser Stelle haben es unsere Jugendschützer wieder einmal zu gut gemeint.

Die beiden Hauptdarsteller Brandon Routh (Dylan) und Sam Huntington (Marcus) haben bereits Erfahrung mit Comicverfilmungen und standen in SUPERMAN RETURNS gemeinsam vor der Kamera.
Hier wirkt Routh vielleicht etwas zu glatt für die Rolle, entspricht aber den optischen Vorgaben des Comics.
Echte Comic-Kenner zeigten sich übrigens enttäuscht, dass die Verfilmung verschiedene Elemente der Hefte unter den Tisch fallen ließ und u.a. wurde die Handlung von London nach New Orleans verlegt. Dafür wirkt der Film insgesamt weit weniger aufgesetzt als viele andere Comic-Adaptionen, die um jeden Preis auf den Geschmack der ganzen Familie getrimmt werden.

Meckern muss man aber über die Aus- und Beleuchtung, die stets zu bunt wirkt und damit jede Atmosphäre (egal welcher Art) im Keim erstickt. Auch die Masken der vielen Monster hat man schon besser gesehen und bewegen sich bestenfalls auf TV-Niveau.
Dieser TV-Vergleich ist aber ohnehin angebracht, denn DYLAN DOG: DEAD OF NIGHT könnte leicht als Pilotfilm einer Serie durchgehen, die kurz nach BUFFY und kurz vor SUPERNATURAL im Abendprogramm läuft.

Alles in allem ein kurzweiliger Film einmal quer durchs Genre und darüber hinaus.

Dylan Dog:Dead of Night (2011), 5.7 out of 10 based on 3 ratings

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar