Driftwood

Driftwood (2007)

: Rocky Ullman, Diamond Dallas Page
: Tim Sullivan
: Chris Kobin, Tim Sullivan
: ca. 86 min.
: ab 16
: 24.10.2008 (DVD)
: Sunfilm / Tiberius
: USA
Unsere Wertung
4.0
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Driftwood (2007)

„Schade, hätte ein guter Film werden können“, ist der Satz, den ich von verschiedenen Menschen gehört habe, wenn es um „Driftwood“ geht.
Tatsächlich ist dem wenig hinzuzufügen.

Der junge David Forrester (Rocky Ullman) wird von seinen Eltern in eine Anstalt gesteckt, die eine Mischung aus Internat, Bootcamp und Jugendgefängnis ist, da sie glauben, dass er sich nach dem Tod seines Bruders selbst etwas antun könnte.
David muss nicht nur mit dem Alltag in dieser Institution namens Driftwood klarkommen, sondern begegnet auch dem Geist eines ehemaligen Insassen. Es stellt sich heraus, dass Driftwood, der Leiter Captain Kennedy (Diamond Dallas Page) und Davids Mitgefangene ein dunkles Geheimnis teilen.

So weit so gut. Zwar sind derartige Geschichten nicht revolutionär neu, aber das ist das Leben im Gefängnis sicher auch nicht und dennoch sorgten in der Vergangenheit Filme wie Die Verurteilten, Flucht von Alcatraz, Green Mile oder Sleepers für Spannung. Was diese Filme jedoch hatten, waren gute Schauspieler und ein Regisseur/Drehbuchautor, der verstand eine Geschichte zu erzählen.
Natürlich standen Driftwood keine Namen wie Frank Darabont, Morgan Freeman, Brad Pitt etc. zur Verfügung, ich wage dennoch zu behaupten, dass auch mit kleinem Budget bessere Filme zu produzieren sind.
In Ansätzen liefert Driftwood diesen Beweis sogar selbst:
Auch wenn der ehemalige Profi-Wrestler Diamond Dallas Page nicht einmal einen ehemaligen Profi-Wrestler verkörpern könnte, ist die Leistung einiger anderer Darsteller zumindest guter Durchschnitt. Hier und da kommt angenehmer Grusel oder Spannung auf, wird dann aber durch eine widersprüchliche oder belanglose Szene zunichte gemacht.
Auch wenn der Film es lange schafft einige inhaltliche Schwächen zu kaschieren, wird spätestens gegen Ende klar, dass die Story dünn ist und man als Zuschauer nicht deswegen verwirrt ist, weil der Regisseur das so wollte, sondern weil er es nicht besser konnte.

Driftwood versucht neben David einige Figuren näher zu durchleuchten, wie z.B. den sensiblen Noah, der offenbar wegen seiner Homosexualität in der Anstalt ist und es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Macher diese Richtung weiterverfolgt hätte. Es wäre definitiv besser gewesen entweder einen Horrorfilm ODER ein Jugenddrama zu erschaffen, der Versuch beides zu bewerkstelligen muss leider als gescheitert betrachtet werden.

Schade, dass es keine Besserungsanstalt für Filme gibt, denn Driftwood hätte prinzipiell eine zweite Chance verdient.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. AndiK.
    10 Jan 2013, 1:02 pm

    Ich sehe das ganz ähnlich wie in der Beschreibung. Der Film kam ja gestern auf Tele5. Ich fand , man hätte statt den Horror mit der Geistszene ein Jugenddrama / Thriller machen sollen. Also den Schwerpunkt darauf legen. Man fühlte schon mit den Protagonisten des Films, aber die Sache mit dem Geist des getöteten Jungen war doch etwas übertrieben.

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