Don't look up

Don’t Look Up (2009)

: Fruit Chan
: Rachael Murphy, Reshad Strik
: Brian Cox, Hiroshi Takahashi
: 83 min
: ab 18
: 27.05.11 (DVD+BD)
: Koch Media
: USA, Japan, Südafrika
Unsere Wertung
2.5
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2.0

Don’t Look Up (2009)

In alten Zeiten schloss eine rumänische Zigeunerin einen Pakt mit dem Teufel um den richtigen Mann zu heiraten. Das aus dieser Ehe entstandene Kind Matya trug das Zeichen des Teufels und wurde von den Dorfbewohnern verbrannt.
1928 wurde hierüber in Rumänien ein Film gedreht, der jedoch samt allen Schauspielern und Crew verschwand bevor er gezeigt wurde.
Nun planen in der Gegenwart ein medial begabter Regisseur und sein Team an den Ort des Geschehens zurückzukehren, um einen neuen Film über die Geschichte zu drehen.

Klingt verwirrend?…Oh ja! Bereits mit der Einführung werden dem hoffentlich wachsamen Zuschauer verschiedenste Epochen und Namen unter die Nase gerieben. Auch im weiteren Verlauf verliert sich der Film zwischen Gegenwart, Rückblenden, Filmausschnitten des verlorenen Drehs, Halluzinationen und Alpträumen und zwingt den bemühten Beobachter die jeweilige Realitätsebene richtig zuzuordnen.

Dass die Kulissen eher nach US-Studio als nach Rumänien aussehen und in Verbindung mit
klassischen Gruselelementen wie waberndem Nebel altmodisch wirken, kann man ebenso wie ein paar Anspielungen auf alte Horrorfilme als gelungenen Spaß verstehen, doch leider sind diese Referenzen genauso schnell aufgebraucht wie ein Gastauftritt von Eli Roth (HOSTEL).

Wenn die Recherche für ein Review spannender ist als der Film selbst, ist das selten ein gutes Zeichen. In diesem Fall lässt sich aber tatsächlich herausfinden, dass DON’T LOOK UP nicht nur ein Remake des japanischen Films JOYU-REI aus dem Jahr 1996 ist, sondern dort Hideo Nakata Regie führte, der ein paar Jahre später RINGU drehte. Bekannter als RINGU dürfte hierzulande das sehenswerte US-Remake THE RING sein und spätestens jetzt fällt auf, dass DON’T LOOK UP und THE RING einige Parallelen aufweisen: das sind nicht nur die Frauen mit Haaren vorm Gesicht, sondern auch die Tatsache, dass in beiden Geschichten ein Film als Medium der Toten dient.
Der Unterschied? THE RING überzeugt mit pechschwarzer Atmosphäre und dichter Handlung…DON’T LOOK UP nicht.

Da dies offenbar auch den Verantwortlichen auffiel, bemüht man sich gerade zum Ende hin die Schwächen mit Action und Gewalt auszubügeln, was nur bedingt gelingt.
In der Summe ist DON’T LOOK UP in allen Belangen unterdurchschnittlich.

Immerhin amüsiert der Film in der deutschen Übersetzung dadurch, dass er das heute politisch unkorrekte Wort „Zigeuner“ stets zu umschiffen versucht und da „Sinti und Roma“ in einem Horrorfilm komisch klingt, man aber offenbar niemanden beleidigen möchte, belässt man es beim englischen „Gypsy“.
Wer fragt eigentlich Horrorfans, ob sie sich von derart schwachen Filmen beleidigt fühlen?

[xrr rating=2.5/10]

Facts

Darsteller Fruit Chan
Regie Rachael Murphy, Reshad Strik
Drehbuch Brian Cox, Hiroshi Takahashi
Länge ca. 83 min
FSK ab 18
Veröffentlichung 27.05.11 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb Koch Media
Sonstiges
Don't Look Up (2009), 2.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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