Don't let him in (5)

Lass ihn nicht rein (2011)

: Sophie Linfield, Sam Hazeldine, Gordon Alexander
: Kelly Smith
: 77 min
: ab 18
: 01.12.11 (DVD+BD Verleih) 05.12.11 (DVD+BD Verkauf)
: Sunfilm
: Großbritannien
Unsere Wertung
2.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
4 votes
2.8

Lass ihn nicht rein (2011)

Es drängt sich der Verdacht auf, dass LASS IHN NICHT REIN ein Vampirfilm ist, der mit seinem Titel auf der LET THE RIGHT ONE IN / LET ME IN – Welle reiten möchte. Das ist aber keineswegs so, denn der hier begutachtete Film hat mit Untoten nichts am Hut, verzichtet auch sonst auf Übersinnliches und greift stattdessen die Geschichte eines Serienmörders auf, der im ländlichen England durch die Wälder schleicht und Leichenteile in die Bäume hängt, was ihm den Beinamen „Baum Chirurg“ einbrachte.

In diese Gegend verschlägt es zwei Paare, die in einem Ferienhaus ein Wochenende verbringen wollen. Die Warnung des Dorfpolizisten nimmt man zwar ernst, aber eben auch nur wenn es in den Kram passt und so finden sich schnell die ersten abgetrennten Gliedmaßen im Gehölz wieder.

Es mag sein, dass wir es hier mit den dümmsten Menschen der Filmgeschichte zu tun haben. Diese…hüstel…Protagonisten machen garantiert nie was sinnvoll wäre. Da die meisten dieser Menschen aber ohnehin furchtbar unsympathisch wirken, wünscht man als Zuschauer dem unbekannten Killer „Waidmannsheil“.
Wo andere Streifen sich die übliche Funkloch-Ausrede einfallen lassen, warum Handys versagen, zieht man es in LASS IHN NICHT REIN einfach vor voll funktionstüchtige Telefone in der Tasche zu lassen. Ob das an überhöhten Mobilfunkgebühren liegt, ist ungeklärt.
Ähnlich sieht es mit dem intakten Auto aus, das allzeit bereit vor der Tür darauf wartet die Fahrt in die ungefährliche Zivilisation anzutreten.
Nicht einmal als ein schwer verletzter Mann das Ferienhaus vollblutet, hält man es für nötig Hilfe zu holen, stattdessen beschwert man sich lieber über die Unannehmlichkeiten, die der arme Kerl verursacht. Wenn ihr mal im Sterben liegt, verblutet lieber, als bei diesen Arschgeigen anzuklopfen!

Dass der Film insgesamt mit dem Charme einer ausgebeulten Jogginghose daherkommt, verwundert dann auch wenig. Handwerkliches, wie Dialoge oder Kameraführung lassen schwer zu wünschen übrig. Lediglich eine gewisse Rohheit, die den meisten britischen Werken anhaftet, lässt sich wohlwollend attestieren.
Doch blöderweise setzt Regie-Debutant Kelly Smith auch hier einiges in den Sand, indem er besonders hart und eklig sein möchte. Vielleicht kann man mit unpassend platzierten Maden in Mund und Augen noch ein paar U12-Zuschauer erschrecken, wer alt genug ist, um den Streifen sehen zu dürfen, wird aber vermutlich nicht die ganz große Begeisterung verspüren.

Verzeiht mir den billigen Wortwitz, aber diesen Film solltet ihr wirklich nicht reinlassen.

Lass ihn nicht rein (2011), 2.8 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Damon
    17 Nov 2011, 7:10 pm

    Grandioses Review 😀

  2. Mark Christen
    03 Dez 2011, 11:41 pm

    dieser streifen ist echt die übelste scheisse, die ich je gesehen habe. die beste szene fand ich, dass der polizist es nicht für ratsam empfand, nach dem abgebrochenen anruf zum haus zu gehen, sondern es vorzog, das opfer an einem ort aufzusuchen, wo er es der logik nach niemals hätte vermuten können. leider wurde der anhang weggeschnitten, als die ermittler beim bauernhof den tatort untersucht haben und zum ergebnis gekommen sind, dass paige die baumchirurgin war, da auf der mistgabel ihre fingerabdrücke sind. unlogisch war ja auch, warum der polizist nicht wollte, dass sie ihm die mistgabel wieder aus dem bauch zieht. vielleicht aus dem grund, dass der polizist nicht wollte, dass in diesem film noch mehr mist passiert.

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