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Devil (2010)

: Bokeem Woodbine, Caroline Dhavernas, Chris Messina
: John Erick Dowdle
: Brian Nelson, M. Night Shymalan
: 80 min
: ab 16
: 26.05.11 (DVD+BD)
: Universal
: USA
Unsere Wertung
7.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
13 votes
8.5

Devil (2010)

M. Night Shyamalan.
Ein Name, der bei Filmfans unterschiedlichste Reaktionen auslöst. Nach dem starken SIXTH SENSE fast überall als neues Regie-Wunderkind gefeiert, waren seine Arbeiten für SIGNS oder THE VILLAGE umstritten und neuere Filme wie DIE LEGENDE VON AANG oder DAS MÄDCHEN AUS DEM WASSER lösten kaum noch Begeisterung aus.
Trotzdem reicht Shyamalans Name aus, um damit DEVIL zu bewerben, obwohl er hier nicht Regie führte, sondern „nur“ als Co-Autor und Produzent auftrat.
Auf dem Regiestuhl nahm dafür der weniger prominente John Erick Dowdle Platz, der zuvor aber immerhin das [REC]-Remake QUARANTÄNE und den Geheimtipp THE POUGHKEEPSIE TAPES drehte.

Die Handlung von DEVIL trägt sich in einem Wolkenkratzer in Philadelphia zu.
Nachdem sich ein Selbstmörder in die Tiefe stürzte, bleibt am gleichen Tag im Inneren des Gebäudes ein Fahrstuhl mit 5 Passagieren stecken. Alle Versuche, die Menschen zu befreien, scheitern und Platzangst ist nicht das einzige was den einander Fremden droht. Immer wieder fällt im Lift der Strom aus und einer nach dem anderen wird ermordet. Während verständlicherweise das Misstrauen wächst, machen Polizei und Sicherheitsdienst, die die Szenerie per Überwachungskamera verfolgen, eine unglaubliche Entdeckung.
Hat man es mit dem Leibhaftigen zu tun?


Regisseur oder Autor, auch dieser Film ist dank Shyamalans Beitrag mit gleich zwei geschickten Twists ausgestattet. Die erreichen zwar nicht die Einschlagskraft von SIXTH SENSE, sorgen aber für ein gepflegtes Gesamtergebnis.
Selbiges lässt sich über das ganze Projekt sagen. Es stand ein vernünftiges Budget zur Verfügung, was selten schadet und hier für passable Schauspieler und eine stimmige Optik sorgt.

Perfekt ist DEVIL deswegen nicht. Bei genauerem Hinsehen wird man feststellen, dass manches konstruiert wirkt. Dank der flotten Inszenierung, die zwischen Aufzug und den hilflosen Helfern hin- und herspringt, bleibt aber wenig Zeit für längeres Nachdenken.

Das wiederum ist Geschmackssache. Wenn sich die 5 Menschen im Lift schon nach kürzester Zeit in die Haare kriegen, wirkt das gehetzt, andererseits peilt DEVIL wohl ein Publikum an, das sich nicht auf stundenlange Charakterstudien einlassen möchte.
Auch wenn die beiden Handlungsstränge (Helfer und Opfer) eng miteinander verknüpft sind, laufen sie die meiste Zeit schon aufgrund mangelnder Kommunikation losgelöst nebeneinander her und bieten damit Möglichkeiten den Actionlevel hochzuhalten.
Da ist es nur konsequent, dass der Film nach knappen 80 min schon wieder vorbei ist.

Fazit: DEVIL ist eine kurzweilige Aufzugsfahrt, ein (angenehmes) Lebenszeichen von M. Night Shyamalan, mehr aber der Beweis, dass mit John Erick Dowdle künftig zu rechnen ist.

Devil (2010), 8.5 out of 10 based on 13 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

4 Kommentare

  1. Domz
    26 Mai 2011, 10:23 pm

    …hey
    habe mir den Film sofort nach eurer Review, wie ich es so oft mache, angeschaut und stimme euch voll und ganz in der Bewertung zu. Ich habe schon einige Filme gesehen, in denen das Thema “Teufel” aufgegriffen wird und dieser gehört zu den besseren seiner Art! Eine sich durchweg aufbauende Spannung und Überraschungseffekt für mich bis zum Schluss.

  2. ReMiX
    27 Mai 2011, 8:55 am

    Hab den Film ebenfalls bereits gesehen gehabt, fand ich sehr unterhaltsam. Mal davon abgesehen, dass die Story sehr viel in dem kleinen Fahrstuhl spielt, baut der Film meiner Meinung nach einen guten Spannungsbogen auf und mit dem Ende hätte ich jetzt nicht so unbedingt gerechnet.Meiner Freundin hat das Ende z.B. garnicht gefallen, das ist wohl Geschmackssache. Fand ihn sehr kurzweilig und kann ihn jedem ans Herz legen, wenn man mal einen Abend auf der gemütlichen Coach verbringen möchte.

  3. Malu
    27 Mai 2011, 2:05 pm

    Hab den Film schon vor längerer Zeit gesehen und muss sagen, dass mir die Idee, einen Film in einem Fahrstuhl spielen zu lassen, sehr gut gefällt. Die Spannung stieg immer weiter und ständig war ich am überlegen, wer hinter den Angriffen steckt muss aber sagen, dass mich dann das Ende in zwei Hinsichten enttäuscht hat.
    Die Ereignisse wurden auf etwas übernatürliches geschoben und es war etwas zu einfach den Teufel zu besänftigen.
    Also: Die Idee sehr gut, aber ich hätte gern eine plausible Lösung gehabt. Das mit dem Übernatürlichem hätte man weglassen sollen.
    Stimme der Bewertung zu.

  4. NiGhTmArE JuLiScHa
    29 Mai 2011, 12:35 pm

    Der Film War So Geil Muss Ich Sagen … Echt Geile Atmusfähre Im Kino Gewesen 😀

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