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Detour (2009)

: Marte Christensen, Sondre Krogtoft Larsen, Jens Hultén
: Severin Eskeland
: Severin Eskeland
: ca. 75 min
: ab 16
: 04.04.11 (DVD+BD Verleih) 12.04.11 (DVD+BD Verkauf) 19.05.11 (Kino)
: MFA+ / Ascot Elite Home
: Norwegen
Unsere Wertung
4.0
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Detour (2009)

DETOUR ist ein ungewöhnlicher Film, denn er gehört zu den wenigen Vertretern, die zuerst auf DVD und Blu Ray (Verleih 4.4.; Verkauf 12.04.) erscheinen und erst später (19.5.) ins Kino kommen. Ob sich diese Vorgehensweise in Zukunft durchsetzen wird, darf bezweifelt werden, einen Versuch ist es aber wohl wert.

DETOUR kommt aus Norwegen und schickt uns in die skandinavischen Wälder, wo Lina und Martin im Grenzgebiet zu Schweden eine Abkürzung nehmen, um den eingekauften Alkohol nicht verzollen zu müssen. Eine Straßensperre aufgrund eines Unfalls führt zu einer Umleitung und damit noch tiefer ins Niemandsland. Einige mehr als seltsame Ereignisse, wie rostige Nägel auf der Straße und eine verstörte Ausreißerin, lassen die Vermutung wachsen, dass dort etwas nicht stimmt.
Als die beiden bemerken, dass jeder ihrer Schritte gefilmt wird, ist es beinahe zu spät.

Bei „Scherzen“ mit der versteckten Kamera, merkt man als Opfer wohl tatsächlich zuletzt, dass jemand ein böses Spiel mit einem treibt, hätte das Paar in DETOUR aber mal eins-zwei Horrorfilme geschaut, hätten sie wohl die Zeichen zu deuten gewusst.
Viel Neues bietet der Film nämlich nicht. Zwar macht man nicht den Fehler anderer skandinavischer Filme, die Namen und Handlung in die USA verlegten, aber auch die Wälder Norwegens/Schwedens bieten in der Nacht (und es ist fast immer Nacht) wenige Eigenheiten und die restlichen Zutaten kennt jeder Horror – Fan ohnehin.

 

Hier regiert 08/15, Standard und Durchschnitt. Die einzigen „Überraschungen“ hat man zuvor schon irgendwo gesehen. Egal, ob es der kurz durchs Bild huschende Schatten ist (der hier überstrapaziert wird) oder die plötzlich auftauchende Gestalt am Autofenster, DETOUR hat es…und andere hatten es auch schon.
Auch alles andere haut nicht vom Hocker und ist entweder unrealistisch  oder vorhersehbar.

Für Einsteiger könnte DETOUR durchaus geeignet sein, denn der Film ist weder vom Spannungs- noch vom Brutalitäts-Level an der Obergrenze zu finden, reißt aber alle Elemente des modernen Horrorfilms an. Die Bösen nutzen das Internet und Überwachungskameras mit dem unvermeidlichen grünlichen Nachtsicht-Look um ihre Schandtaten in alle Welt zu übertragen. Eine Prise Torture-Porn ist ebenfalls vorhanden, wird aber nicht im Bild gezeigt.

Fazit: Für einen DVD-Abend könnte der Film reichen, bei heutigen Kinopreisen kann man sein Geld aber besser investieren.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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