Dead Genesis (1)

Dead Genesis (2010)

: Emily Alatalo, Lionel Boodlal
: Reese Eveneshen
: 86 min.
: 18
: 08.12.11 (DVD+BD)
: dtp entertainment AG
: Kanada
Unsere Wertung
4.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
7.3

Dead Genesis (2010)

Zombiefilme gibt es in allen Ländern und in allen Preisklassen. Während derzeit die Dreharbeiten zu WORLD WAR Z laufen, wo alleine Darsteller Brad Pitt ein paar gewaltige Scheine einstreichen wird, entstand DEAD GENESIS für gerade einmal 15.000 Kanadische Dollar.

Aber auch hier haben die Toten wieder einmal die Erde überrannt und die Menschheit in die Defensive gedrängt. 7 Monate nach dem Niedergang der Zivilisation spricht man von einem Krieg Mensch gegen Zombie…und es gibt durchaus Verständnis für die wandelnden Leichen.

Hier kommt Dokumentarfilmerin Jillian Hurst ins Spiel, die sich einer Gruppe von Kämpfern anschliesst, die sich die „Deadheads“ nennen, um Propaganda für die Menschheit zu betreiben.

Sie interviewt die Widerständler und lernt dabei die schmutzigen Seiten des Krieges kennen.

Das Gute zuerst: DEAD GENESIS ist nicht wie viele andere Zombiefilme, sondern hinterfragt – ähnlich wie die zweite Staffel von THE WALKING DEAD, wie man mit den Wesen, die immerhin einmal Menschen waren, umgehen muss/darf/soll.

Wenn man die eine oder andere Ungeheuerlichkeit betrachtet, die im Laufe des Films angedeutet wird, ist das gar nicht so absurd, auch wenn hinter der natürlich fiktiven Geschichte ein Verweis auf reale Kriegsverbrechen steht.

Eine weitere Parallele zu THE WALKING DEAD sind nicht nur die langsamen Zombies, sondern auch das langsame Fortschreiten der Handlung. Für einen Zombiefilm ist DEAD GENESIS überraschend dialoglastig und versucht einiges über das Leben der Figuren zu zeigen.

Was keineswegs mit THE WALKING DEAD zu vergleichen ist, ist die handwerkliche Qualität.

Vor allem die wacklige Kameraführung ist ein wahrhaftes Ärgernis und man wünschte sich, das Stativ, das Reporterin Jillian einmal kurz zeigt, hätte der offenbar von Schüttelfrost geplagte Kameramann benutzt. Auch die kontrastarmen Farben können nicht wirklich überzeugen und das Waldgebiet durch das die Gruppe zieht, scheint aus den immer gleichen 5 Bäumen zu bestehen. Hier wäre auch mit wenig Geld etwas mehr Abwechslung drin gewesen.

Natürlich wird nicht nur geredet sondern auch getötet und dort geht es gewohnt blutig zur Sache. An den großen Vorbildern kommt man selbstverständlich nicht vorbei, aber die Effekte sind -wieder gemessen am Minimal-Budget – nicht übel.

Auch die Schauspieler sind größtenteils nicht so schlecht, wie man es erwarten könnte, aber eine Portion Unerfahrenheit ist doch offensichtlich, auch und vor allem bei Drehbuchautor/Regisseur Reese Eveneshen.

Fazit: Die Schrecken des Krieges in eine ruhige Zombie-Story zu packen ist definitiv kein übler Ansatz und scheitert in diesem Fall mehr an der Ausstattung als an der Idee.

Dead Genesis (2010), 7.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Freibier
    22 Feb 2012, 4:17 pm

    ….und scheitert auch mitunter an der platten Umsetzung.
    Hier die Gegner, da die Befürworter. Dazwischen Reporter welche Plattitüden rumsabbelt.
    *Schnarch*

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