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Dark Ride (2006)

: Jamey-Linn Sigler, Patrick Renna, Jennifer Tisdale
: Craig Singer
: Robert Dean Klein, Craig Singer
: ca. 90 min
: ab 18
: 16.03.2007 (DVD)
: Sunfilm
: USA
Unsere Wertung
6.0
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Dark Ride (2006)

Na also, es geht doch: Auch mit überschaubaren finanziellen Mitteln, No-name-Schauspielern und bekannten Horror-Elementen lässt sich anständiger Film erzeugen.

Ein „Dark Ride“ bezeichnet ein Fahrgeschäft auf dem Jahrmarkt oder einem Vergnügungspark, in dem man durch einen geschlossenen, dunklen Raum fährt. Die bekannteste Variante ist natürlich die Geisterbahn. Da bei Geisterbahnen meist die Kartenverkäufer das Schlimmste sind, während die drolligen Pappmache-Figuren im Inneren in der Regel nur mitleidiges Grinsen auslösen, war eine gewisse Skepsis im Vorfeld sicher angebracht, aber Dark Ride weiß die üblichen Marionetten und Puppen zu nutzen und mit der „echten“ Gefahr in Form eines Psychokillers zu kombinieren.

20 Jahre ist es her, dass dieser Mörder erstmals sein Unwesen in jener Geisterbahn trieb. Seitdem sitzt er in einer Irrenanstalt und wer sich jetzt schon an „Halloween“ erinnert fühlt, wird den Eindruck beibehalten, denn auch in Dark Ride entkommt der Wahnsinnige (sogar auf ähnliche Weise wie Michael Myers in Rob Zombie’s Halloween), trägt eine Maske und kehrt zum Tatort zurück.
Dass sich just in diesem Moment ein paar feierlustige Teenies einfinden, die die Nacht im Dark Ride verbringen wollen, passt da natürlich ins Bild.

Für die Vorstellung der Personen lässt sich der Film viel Zeit, mehr als nötig wäre, denn letztlich werden zwar viele zwischenmenschliche Spannungen und Spleens angedeutet, tragen aber nicht zur weiteren Handlung bei. Ebenso hätte man die leicht durchgeknallte Tramperin auch von Anfang an zu den anderen ins Auto setzen können…es hätte keinen Unterschied gemacht, denn vor einem Maskenmörder sind ohnehin alle gleich.

Womit wir bei der Aufmachung wären. Die puppenartige Maske ist in der Tat unheimlich und das darunterliegende Gesicht bleibt ein Mysterium, da es nie von der Kamera eingefangen wird.
Gut gelungen ist auch die Musik. Sowohl Soundtrack als auch der Score sorgen für die passende Stimmung.

Naturgemäß erinnert das Innere der Geisterbahn an Kirmes, Jahrmarkt oder auch Zirkus, was wiederum an den Stil von Rob Zombie erinnert, zumal die Jugendlichen verschiedene Drogen zu sich nehmen und somit einige Szenen rauschartig erscheinen.

Am Ende hält Dark Ride sogar noch eine kleine Überraschung parat, die zumindest ich nicht auf dem Plan hatte, da ich einen absolut geradlinigen Slasher erwartete.

Freunde von Blut und Gedärm dürfen ebenfalls nähertreten. Zwar stellt der Film keine neuen Härterekorde auf, ziert sich aber auch nicht, hier und da das Innenleben des menschlichen Körpers darzulegen.

Alles in Allem genoss ich die Fahrt mit dem Dark Ride.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Slasher
    17 Okt 2010, 2:38 pm

    Übrigens: Die Jennifer Tisdale ist die ältere Schwester von high School Musical Star Ashley Tisdale xD

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