Burning Bright

Burning Bright (2010)

: Garrett Dillahunt, Briana Evigan, Charlie Tahan
: Carlos Brooks
: Christine Coyle Johnson,Julie Prendiville Roux
: ca. 86 min
: ab 16
: 13.01.2011 (DVD)
: Sony Pictures Home Entertainment
: USA
Unsere Wertung
6.0
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Burning Bright (2010)

Ein einsames, verbarrikadiertes Haus, ein Sturm, eine Studentin und ihr autistischer Bruder…und ein hungriger Tiger. Das sind die wichtigsten Zutaten für BURNING BRIGHT.
Um etwas deutlicher zu werden: Während eines Unwetters sind die Geschwister Kelly und Tom im Haus ihres Stiefvaters eingeschlossen. Fenster und Türen sind vernagelt und während draußen der Hurrikan tobt, schleicht drinnen ein wilder Tiger umher.

Obwohl der Rahmenhandlung, die zu diesem recht ungewöhnlichen Zusammentreffen der Ereignisse führt, recht viel Raum eingeräumt wird, ist sie weitestgehend zu vernachlässigen, was zum einen daran liegt, dass dort einiges konstruiert wirkt, zum anderen ist die Stärke des Films der Tiger und nicht irgendwelche familiären Verhältnisse.

Das Katz- und Maus-Spiel zwischen Kelly und dem Tiger bietet einige starke Momente, man muss aber auch sagen, dass sich nach einer Weile der Zuschauer fragt, warum sich die Geschwister nicht vernünftig in einem Zimmer verbarrikadieren.
Zusätzliche Wendungen sollten wohl durch Toms Autismus hinzugefügt werden, die den Jungen unberechenbar und unkontrollierbar machen.
Mir fehlt das Fachwissen um beurteilen zu können, wie sich ein Autist angesichts einer tödlichen Gefahr verhält, fest steht aber, dass das Benehmen den Zuschauer irgendwann aufregt. Ein schreiendes, umher rennendes Kind sollte man nicht in die Nähe eines hungrigen Raubtiers bringen und statt mit Verständnis hätte Toms große Schwester besser mit Fessel und Knebel reagiert.

Das schauspielerische Können der Darstellerriege ist nichts besonderes, aber ausreichend. Auch wenn Briana Evigan (SORORITY ROW) als Kelly in knapper, durchnässter Unterwäsche eine gute Figur macht, gibt es hierfür keinen Bonus.
Bester Schauspieler ist in jedem Fall der Tiger, der für reichlich Spannung sorgt und es ist lobend zu erwähnen, dass man für BURNING BRIGHT einen echten Tiger „verpflichten“ konnte und Computereffekte sparsam eingesetzt werden.

Der Name des Films kommt übrigens aus einem Gedicht von William Blake namens „Tyger“, welches sich der Frage annimmt wie ein schönes Wesen wie der Tiger gleichermaßen gefährlich sein kann.
Den Machern des Films schien dieses Gedicht wichtig zu sein, denn es wird zu Beginn in voller Länge zitiert. Dazu passt, dass die Raubkatze zunächst nicht nur als gefährlich, sondern schlichtweg als bösartig beschrieben wird, später aber auch in ihrer Eleganz gezeigt wird und am Ende gewissermaßen wieder ein Gleichgewicht herstellt. Anzumerken ist auch, dass der Tiger ohne Zweifel die bedrohlichste Kreatur dieser Geschichte ist, letztlich aber nicht die Arglistigste oder Niederträchtigste.

Vergleicht man BURNING BRIGHT mit Filmen wie FROZEN oder BURIED, die ebenfalls auf Spannung auf engstem Raum setzen, zieht er den Kürzeren, wofür Schauspieler, Story und einige an den Haaren herbei gezogene Konstrukte sorgen. Andererseits enthält BURNING BRIGHT nichts wofür man sich schämen müsste und bekommt immer noch rechtzeitig die Kurve, so dass unterm Strich ein ordentlicher Film bleibt.

 

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. HorrorKeven
    22 Dez 2010, 12:35 am

    Der Film an sich ist eigentlich ganz gut, die Geschichte auch, mit dem Jungen und die Schwester die sich um ihn kümmern muss! Ganz okay der Film!

  2. Märy Cherry
    31 Dez 2010, 4:36 pm

    Ich hab mir den Film gestern angesehen und muss sagen, dass er nicht schlecht war. Endlich mal eine neue Idee und kein billiger Abklatsch und überraschenderweise auch recht spannend … Für mich als bekennende Horrorfilmliebhaberin war er zwar zu wenig blutig und es gab auch keine “ekelmomente” aber war trotzdem keine Zeitverschwendung 😉

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