Burke and Hare

Burke & Hare (2011)

Darsteller: Simon Pegg, Andy Serkis, Christopher Lee, Isla Fisher, Tim Curry, Tom Wilkinson
Regie: John Landis
Drehbuch: Piers Ashworth, Nick Moorcroft
Länge: ca. 88 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 10.05.2011 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite
Land: Großbritannien
Unsere Wertung
7.5
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Es gibt eine Sache, die man über britischen Humor weiß: er ist so schwarz wie die Lunge eines Kettenrauchers. BURKE & HARE bilden keine Ausnahme und haben sich das diesbezüglich dankbare Thema Leichenfledderei vorgenommen.

Die beiden leben im Schottland des 19. Jahrhunderts wo die medizinische Wissenschaft dringend Leichen für Forschungszwecke benötigt, doch die einzige Quelle hierfür – hingerichtete Straftäter – ist am Versiegen, als die Anzahl der Exekutionen abnimmt.
Zunächst zufällig verkaufen Burke und Hare einen eines natürlichen Todes gestorbenen Untermieter an den eifrigen Doktor Knox, der ihnen einen guten Preis für weitere Kadaver bietet. Doch an Leichen zu kommen ist gar nicht einfach und so beschließen die Gauner nachzuhelfen.

„This is a true story. Except for the parts that are not.” Diesen richtungsweisenden Satz liest man im Vorspann des Films und tatsächlich beruht die Handlung auf dem wahren Fall von William Burke und William Hare, die in Edinburgh in den Jahren 1827-28 ihr Geld verdienten indem sie insgesamt 17 Menschen ermordeten.
Am Ende weiß der Zuschauer kaum noch, was er glauben darf und was der Fantasie der Autoren entsprang. Während des Films wird angeblich die Fotografie erfunden (gelogen), das englische Wort „burking“ eingeführt (wahr) und einige andere Fakten mit Fiktion vermischt.


Hauptdarsteller sind Andy Serkis (HERR DER RINGE) und Simon Pegg (SHAUN OF THE DEAD), aber auch die Nebenrollen sind mit Isla Fisher (DIE REGELN DER GEWALT), Tom Wilkinson (DER EXORZISMUS DER EMILY ROSE), Tim Curry (ES) und Christopher Lee hochkarätig besetzt.
Dazu nahm auf dem Regiestuhl John Landis (AMERICAN WEREWOLF) Platz.

Eine schlagkräftige Truppe also, weswegen es kaum verwundert, dass das Ergebnis eine gute, wenn auch nicht herausragende Leistung ist. Zunächst reiht sich Gag an Gag und wenn ein Spaß nicht völlig zündet, greift schon der nächste ein. Während einige Szenen fast Monty-Python-Klasse erreichen, hilft man sich anderenorts mit eher plattem Schabernack.
Die zweite Filmhälfte lässt es etwas ruhiger angehen. Ohne zu langweilen wird auf die Charakter der beiden liebenswerten Killer eingegangen. Dabei ist festzuhalten, dass Serkis, der wohl für alle Zeiten als Gollum bekannt sein wird, mehr auffällt als der sonst starke Pegg.


Die Kulissen eines schmutzigen Schottlands werden ordentlich in Szene gesetzt, wirken aber – wie die Figuren – in gewisser Weise freundlich, was auch für die unterhaltsamen Morde gilt. Ein paar Blutspritzer kann man als Zeuge durchaus abkriegen, insgesamt wird man sich aber besser amüsieren als ekeln.

Fazit: BURKE & HARE hat einige wunderbare Momente, aber auch Hänger, weswegen wir hier nicht von einem Klassiker sprechen, aber doch von einem guten Film.

 

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Geschrieben von Mick | 01 Mai 2011 | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Beulenpest
    01 Mai 2011, 2:00 pm

    klingt echt nett!! werd ihn mir gerne angucken!

    das erste bekannte Foto stammt von 1826, spielt also zu dieser zeit :)

  2. Alex1979
    01 Mai 2011, 2:12 pm

    Großartiges Ensemble. Muss ich sehen!

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