Blood Shower - thrillandkill.com  (1)

Blood Shower (2011)

: Ingrid Isensee, Patricia López, Claudia Burr
: Pablo Illanes
: Pablo Illanes
: 90 min
: ab 18
: 14.02.2013 (DVD+BD)
: Cultmovies / KNM
: Chile
Unsere Wertung
4.5
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4.5

Blood Shower (2011)

Blood Shower - thrillandkill.com  (1)

BLOOD SHOWER nennt sich im Original BABY SHOWER und bezeichnet damit eine Babyparty, die in diesem Fall von der hochschwangeren Angela abgehalten wird. Sie lädt ihre Freundinnen in ihr abgelegenes Landhaus ein, wo sich die (nichtschwangeren) Damen volllaufen lassen, dem Hauspersonal nachsteigen, in Erinnerungen schwelgen, aber letztlich auch manch zwischenmenschliches Problem aus dem Weg räumen müssen.
Wie sich herausstellt, weiß Angela, dass eine von den Freundinnen eine Affäre mit deren Mann Felipe hat, aber welche?

Anfangs geht dieser chilenische Export recht behutsam vor, lässt uns die fünf Damen kennenlernen und auch wenn gewisse Klischees wie Sex und Drogen nicht zu vermeiden sind -warum auch?- , ist es mal was anderes, dass die Ladies eben KEINE 18 mehr sind und andere Sorgen haben als die allseits bekannten Collegekids in anderen Filmen.
Zuweilen fühlt man sich dann aber an eine südamerikanische Telenovela erinnert. Dort gibt es zwar sicher keine nackten Brüste zu sehen, dem muskulösen Hausangestellten, der mit freiem Oberkörper durch Unterholz reitet, fehlt aber nur noch etwas Weichzeichner um jede Hausfrau dahinschmelzen zu lassen.

Solche Fragen rücken zunehmend in den Hintergrund, als eine Frau nach der anderen brutal ermordet wird und Angela um ihre ungeborenen Zwillinge bangen muss, auf die es die Anhänger einer Sekte abgesehen haben.

Filme in denen Verrückte, Kultmitglieder oder verrückte Kultmitglieder Eltern ihre neu- oder gar ungeborenen Kinder abnehmen wollen, kennt man von ROSEMARY’S BABY bis INSIDE in allen Variationen. Hier ist es vor allem der Franzosen-Schlachter, der sich als Vergleich anbietet, denn auch BLOOD SHOWER geht in der zweiten Filmhälfte überaus ruppig zu Werke.

Zumindest theoretisch, denn leider wurden für den deutschen Markt über 4 Filmminuten chirurgisch entfernt, was sich kaum verbergen lässt. Grund dafür sind neben den üblichen Hieb-, Stich- und Schusswaffen auch sexuelle Gewalt, die ja von den Jugendschützer traditionell besonders kritisch betrachtet wird.
Auch wenn man immer noch reichlich Blut fließt und man eine gewisse Mühe beim Kaschieren der verlorengegangenen Szenen anerkennen muss, werden Splatterfans doch enttäuscht und für alle anderen bleibt gegen Ende zu wenig Substanz um BLOOD SHOWER liebzugewinnen.

Dazu kommen handwerkliche Sorgen. Wenn beispielsweise eine der Heldinnen die Gegenspielerin von hinten mit einem Bügeleisen niederstreckt, die zu Boden sackt, aber schon in der nächsten Einstellung aus einer völlig anderen Richtung angreift, darf man das schon mal hinterfragen.
Solche Details sind wohl der Unerfahrenheit von Regisseur Pablo Illanes geschuldet, der als Autor bereits an vielen Produktionen mitwirkte, aber auf dem Regiestuhl debutiert.

Unterm Strich ist BLOOD SHOWER kein Totalausfall und schon aufgrund seiner Herkunft einen Blick wert, vor allem die zahlreichen fehlenden Szenen schmerzen aber sehr.

Blood Shower (2011), 4.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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