black death

Black Death (2010)

: Sean Bean, Eddie Redmayne
: Christopher Smith
: Dario Poloni
: ca. 97 min
: ab 16
: 10.02.2011 (DVD+BD)
: Sony Pictures
: Großbritannien, Deutschland
: Fantasy Filmfest
Unsere Wertung
5.5
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2 votes
4.5

Black Death (2010)

Black Death, der schwarze Tod, ist die Umschreibung für die Pest, die Mitte des 14. Jahrhunderts halb Europa dahinraffte. In dieser Zeit setzt auch die Handlung an: Ganz England leidet unter der Seuche, nur ein kleines Dorf scheint verschont zu bleiben. Für die Kirche ist schnell klar, dass dies nur auf Teufelswerk zurückzuführen sein kann und so schickt man den kreuzzugserprobten Ulric und seine wenig feinfühligen Männer los, um sich der Sache anzunehmen.
Begleitet wird die Gruppe von Mönchsnovize Osmond, der seine Geliebte suchen will.
Die Reise ist gefährlich und Pest und Wegelagerer zollen ihren Tribut bevor die Männer auch nur das  harmlose, verschlafene Dorf erreichen.

Spätestens jetzt ist dem Zuschauer klar, dass diese Zeit keineswegs so lustig war,  wie neuzeitliche Mittelaltermärkte und romantische Robin Hood – Filme suggerieren und auch in dem vermeintlich harmlosen Dorf ist nicht alles wie es scheint.

Die Pest spielt in der Folge nur noch eine untergeordnete Rolle, stattdessen rückt der Aspekt Religion stärker in den Vordergrund. Auch wenn es in Black Death um Heiden gegen Christen geht, ist das Thema universell und aktuell anwendbar. Der Film zeigt beide Parteien von ihrer dunklen Seite, ohne jedoch für die ein oder andere zu plädieren. Kernaussage ist, dass organisierter Glauben selten zu Toleranz beiträgt.

Dazu passt, dass der Film keinen Helden hat. Einer der tragenden Schauspieler ist Ulric-Darsteller Sean Bean, der aber schon wie als Boromir in Herr der Ringe und einigen anderen Rollen ambivalent auftritt. Am ehesten füllt die Rolle der junge Osmond (Eddie Redmayne), aber auch der offenbart zunehmend Schwächen. Ein Sympathieträger ist sicher nicht immer notwendig, dennoch fehlt es dem Film an Nähe zu den Protagonisten. Zu oft fühlt sich der Zuschauer tatsächlich nur als Zuschauer, den das Gezeigte kalt lässt.

Black Death ist kein reiner Horrorfilm. Auch wenn Regisseur Christopher Smith in diesem Genre bereits ein paar Beiträge leistete (Creep, Severance) und hier mit einem düsteren Bild der Epoche und einiger Brutalität zu Werke geht. Es wird gefoltert und getötet, aber eine durchgängige Linie sucht man vergebens: mal wird eine Gewalttat nur in ihrer Entstehung oder ihrem Resultat angedeutet, dafür sieht man an anderer Stelle wie ein Mann von Pferden in Stücke gerissen wird.

Obwohl der Film in englischer Sprache gedreht wurde und auch in England spielen soll, lässt sich in einigen Szenen gut erkennen, dass er an Drehorten in Deutschland entstand, was den Gesamteindruck aber weder auf- noch abwertet.

Fazit: Für Horror-Puristen weniger geeignet. Allen anderen wird ein erbarmungsloses Mittelalter präsentiert.

Black Death (2010), 4.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Slasher
    23 Sep 2010, 6:06 pm

    auf diesen Review Beitrag habe ich gewartet!!!

  2. Birdman
    23 Sep 2010, 9:47 pm

    coole sache, den werd ich auf jeden schaun!!!

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