Beutegier

Beutegier (2009)

: Art Hindle,Pollyanna McIntosh,Amy Hargreaves u.a
: Andrew van den Houten
: Jack Ketchum
: 73 min
: keine Jugendfreigabe
: 5.02.2010
: Ascot Elite
: USA
Unsere Wertung
7.0
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5.0

Beutegier (2009)

Momentan steht THE WOMAN im Spotlight, hat der Film von Regisseur Lucky McKee und Autor Jack Ketchum doch durchwiegend positive Kritiken bekommen und wurde auf den Film Festivals rund um den Globus gefeiert. Nun ist der Film vor kurzem in Deutschland erschienen und manch einer ist vielleicht neugierig auf den Vorgänger, BEUTEGIER, geworden.

Der Film beginnt mit ein paar eingeblendeten Vermisstenmeldungen, diese fangen bei Kleinkindern an und enden bei Senioren. Manche wurden tot aufgefunden, andere wurden nie gefunden. Dann landet der Zuschauer in Dead River im Bundesstaat Main. Und schon in den ersten zehn Minuten lernen wir einen Teil des Kannibalen-Clans kennen, um den sich der gesamte Film dreht. In dem Haus einer Familie fand ein wahres Blutbad statt und als die Frau des Hauses nach einer Party heimkommt, sitzen in ihrer Küche eine Gruppe von kleinen Kindern, mittendrin der tote Körper der Babysitterin (oder das was davon übrig geblieben ist). Die kleinen erinnern einen an Mogli aus dem Dschungelbuch. Sie sehen zuckersüß aus, doch der Schein trügt, denn das einzige wovon sie sich ernähren, ist menschliches Fleisch. Die Mordserie nimmt kein Ende und die Gesetzeshüter tappen im Dunkeln. Da sie mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommen, wenden sich an den pensionierten Polizist George Peters. Der hatte vor seinem Ruhestand mit ganz ähnlichen Fällen zu tun und sein Verdacht wird sich bestätigen.

BEUTEGIER schreckt vor kaum etwas zurück. Kinder töten andere Menschen, werden selbst umgebracht, es wird in halbaufgefressenen  Leichen rumgestochert und nackte Haut gezeigt. Pollyanna McIntosh fällt in BEUTEGIER schon positiv auf und legt damit den Grundstein für ihre spätere Hauptrolle in THE WOMAN. Auch die Kinder, die Teil der Kannibalen sind, beeindrucken durch ihre Mimik und sehen dabei auch noch so aus, als hätten sie eine Menge Spaß. Man könnte sagen, dem Zuschauer wird eine etwas andere Art der Homeinvasion gezeigt, bei der nicht lange um den heißen Brei gesprochen wird. Jack Ketchum, der Autor des gleichnamigen Buches, hat selbst eine kleine Rolle als Rettungssanitäter und macht sich auch ganz gut vor der Kamera. Untermalt wird der ganze Beutezug mit einer Hintergrundmusik, die von Ketchum selbst hätte stammen können. Skurril würde diese ganz richtig beschreiben. Bedrohlich, leise und gut eingesetzt.

Wer THE WOMAN mochte und erfahren möchte, wo die wilde Frau eigentlich herkommt, der sollte sich BEUTEGIER ruhig ansehen. Um THE WOMAN zu verstehen, ist es aber kein muss. Etwas wirklich Neues wurde mit dem Film nicht geschaffen, aber gesehen hat man es in der Art auch noch nicht. Fleisch (natürlich kein Menschliches) möchte man nach dem Film aber bestimmt nicht mehr essen. Regisseur Andrew van den Houten hat beim Nachfolger als Produzent agiert. In Deutschland muss man sich, wer hätte das gedacht, mit einer gekürzten Fassung zufrieden geben.

Beutegier (2009), 5.0 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Cat | Reviews (Filme)