Bereavement

Bereavement – In den Händen des Bösen (2010)

: Alexandra Daddario, Michael Biehn, Nolan Gerard Funk, Spencer List, Brett Rickaby
: Stevan Mena
: Stevan Mena
: ca. 101 min
: ab 18
: 20.01.12 (DVD)
: Universum Film
: USA
Unsere Wertung
4.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
5 votes
2.0

Bereavement – In den Händen des Bösen (2010)

Die amerikanische Produktion ist ein Prequel zu dem spanischen MALEVOLENCE von Stevan Mena und stammt ebenfalls von ihm.

So erzählt uns BEREAVEMENT die Geschichte von dem kleinen Martin, der von einem psychopathischen Serienmörder aus dem Garten seiner Mutter entführt wird. Eigentlich hat es dieser auf junge Frauen abgesehen, die er ebenfalls entführt und dann brutal tötet. Martin zwingt er dazu, ihm dabei zur Hand zu gehen und macht ihn so zu seinem unfreiwilligen Schüler. Ein paar Jahre später zieht die hübsche Allison in die entlegene Gegend und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Der attestierte Folter-Horror kommt mehr wie ein alt-typischer Backwood ala THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE daher. Es wird viel Geschriehen, viel gerannt und die gutaussehende Hauptdarstellerin trägt ein weißes Tank-Top. Wie man auf Folter-Horror kommt, ist uns schleierhaft. Die Geschichte ist durchaus interessant, vermag den Film jedoch nicht über Durchschnitt zu bringen. Da der durchschnittliche Backwood-Film allerdings nicht schlecht ist, muss das auch für BEREAVEMENT nichts schlechtes bedeuten. Die Schauspieler und die Ansätze sind gut, es hapert nur etwas an der Umsetzung. Uns fehlt etwas an Atmosphäre und gewitzter Filmtechnik. Der besondere Charakter kommt einfach nicht richtig durch. So wirken auch die ständig wiederholten Sätze des scheinbar psychotischen Serienmörders mehr einfallslos als beängstigend. Es wird versucht eine gewisse Mystik über das Geschehen und dessen Grund zu legen. Ist der Typ einfach nur verrückt oder ist da noch ein dritter im Spiel? Dies ist uns viel zu offensichtlich.

Bestechen tut der Film dann eigentlich mit einer expliziten Gewaltdarstellung, die in der deutschen Version leider (zu) stark beschnitten wurde.  Trotz der  starken Zensur hält sich ein Spannungsbogen über den gesamten Film, da er wenig Zeit mit Vorläufen verschwendet. Auf die einzelnen Charaktere wird zwar eingegangen, der Killer funkt aber schnell dazwischen.

Interessieren tut uns sowieso viel mehr der kleine Junge, von dem man nie so richtig weiß, wie er zu der ganzen Sache steht. Daher hält man sich das Ende mit zwei Möglichkeiten bis zu letzt offen.
Wer den Vorgänger kennt oder einfach nur weiß, dass es sich hierbei um ein Prequel handel, wird jedoch wissen wie es endent. So verliert das Ende leider etwas an Wirkung.

Fazit: Wer sich an Backwood-Filmen noch nicht satt gesehen hat, sollte ruhig auch mal zu BEREAVEMENT greifen. Wer jedoch auf einen Folter-Horror hofft, wird maßlos enttäuscht werden.

Bereavement - In den Händen des Bösen (2010), 2.0 out of 10 based on 5 ratings

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Geschrieben von May | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Eric B.
    01 Jan 2012, 8:11 pm

    Ein Film wie ein Essen bei McDoof….macht satt – mehr aber auch nicht.

  2. anna
    02 Jan 2012, 1:54 am

    dieser film ist schrecklich schrecklich schrecklich langweilig.

    er macht weder satt noch ist er lecker.

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