beautiful

Beautiful (2009)

: Michelle Chin, Deborra-Lee Furness, Lynda-Maree Gerritsen
: Dean O'Flaherty
: Dean O'Flaherty
: ca. 97 min
: ab 18
: 28.01.2011 (DVD)
: I-On New Media
: Australien
: Störkanal Edition #012
Unsere Wertung
6.5
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User Score:
1 vote
1.0

Beautiful (2009)

Dass wir nicht wissen was in unserer Nachbarschaft vor sich geht und es manchmal auch gar nicht wissen wollen, belegen nicht nur Medienberichte von Missbrauchsfällen und Inzestfamilien immer wieder. Andererseits macht sich ein Anwohner, der nicht freundlich genug grüßt und um 11 Uhr noch die Rollläden unten hat, mehr als verdächtig.

Mit dem Schein und Sein einer vermeintlich hübschen Wohngegend beschäftigt sich auch BEAUTIFUL.
Im Mittelpunkt steht der 14-jährige Daniel, der als Außenseiter mit seiner Kamera durch die Nachbarschaft streicht und unter anderem die etwas ältere attraktive Suzy fotografiert.
Suzy weiß ihre Reize zu nutzen und sie lässt den schüchternen Jungen in ihr Leben, nicht jedoch ohne ihn in ihre Dienste zu stellen. Er soll die Nachbarschaft auskundschaften. Vor allem Hausnummer 46, von der man sich schlimme Dinge erzählt, haben es den beiden angetan.

Der Titel BEAUTIFUL könnte sich auf die vermeintlich schöne australische Nachbarschaft ebenso beziehen, wie auf Suzy, die hinter einer aufreizenden Optik berechnend agiert.
Optisch ansprechend ist auch die Kameraarbeit, die einige schöne Bilder liefert, die im Kontrast zu den Dingen stehen, die hinter verschlossenen Türen vor sich gehen.

Als Zuschauer ziehen wir für etwa 90 min in diese Nachbarschaft, wir hören die Gerüchte, den Klatsch, die Unterstellungen. Es ist an uns, dem zu glauben, aber da der Voyeur in uns sich wünscht neben einem Serienmörder zu wohnen, ist es leicht dem Getuschel etwas abzugewinnen, notfalls eine eigene Wahrheit zu entwickeln, auch weil es uns davon ablenkt, dass wir eigene Sorgen haben.
Wir Beobachter dürfen Vermutungen hegen, stochern damit aber letztlich im Ungewissen. Manche Ahnung bewahrheitet sich, andere lösen sich in Wohlgefallen auf, manche werden nicht einmal vollständig geklärt. Das mag nicht jedem gefallen, ist aber genau das, was der Film will.
Die Blicke hinter die Kulissen einer „normalen“ Nachbarschaft sind nicht uninteressant und dürften die Fantasie anregen, wenn nebenan mal wieder nachts Licht im Keller brennt.

Verglichen mit ähnlichen Werken ist der Film erwachsener als DISTURBIA, weniger spannend als DAS FENSTER ZUM HOF und ernster als DESPERATE HOUSEWIVES.
Trotz einigen Blutspritzern im Finale ist BEAUTIFUL insgesamt gewaltarm. Die „Ab 18“-Freigabe ist jedenfalls keineswegs nachvollziehbar und sucht man eine Schublade, in die man den Film stecken kann, ist es eher die des düsteren Dramas als des Horrorfilms.

Fazit: BEAUTIFUL ist ein durchdachter Independent-Streifen, der auf verschiedenen Ebenen funktioniert, dabei aber hin und wieder auch etwas zäh wirkt.

 

 

Beautiful (2009), 1.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. anna
    01 Mrz 2011, 5:03 pm

    dieser film ist eher schlecht als recht

  2. HorrorKeven
    03 Apr 2011, 12:05 am

    So was von langweilig, der ganze Film ist sowas von lahm… Spannend ist es nur die letzten 20 min vom Film, und dann noch kein besonderer Höhepunkt! Horrorfilm???? eher langweiliger drama/thriller….
    Ab 18???? versteht man eigentlich auch nicht!
    Einfach nur schlecht!
    Da sind nicht mal 4 sterne zu schenken!

  3. PsychoFaser
    17 Mai 2011, 6:31 pm

    Die negativen Komentare kann ich nur bestätigen. Dieser Film ist eine einzige Frechheit. Trotz schauspielerisch soliden Leistungen, hat es mich regelrecht gelangweilt, diesen Film zu sehen. Es passiert so gut wie nichts und die fsk 18 ist ein Witz!
    Sicherlich eine interessante grundidee, die allerdings sehr schlecht umgesetzt wurde.

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