A Serbian Film

A Serbian Film (2010)

Darsteller: Jelena Gavrilovic, Sergej Trifunovic, Srdjan Todorovic
Regie: Srdjan Spasojevic
Drehbuch: Aleksandar Radivojevic
Länge: 86 min
FSK: 18
Veröffentlichung: 30.06.11 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Laser Paradise
Land: Serbien
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
8 votes
6.1

Was sagt man über einen Film, der seit Monaten immer irgendwann zum Gespräch wird, wenn sich zwei Horrorfans zusammenfinden? Selten wurde in den letzten Jahren ein Streifen kontroverser diskutiert und selbst einige hartgesottene Genre-Fans sehen ihn kritisch.
Interessanterweise scheint jeder eine Meinung zu A SERBIAN FILM zu haben, auch die die ihn nicht kennen; während andererseits selbst Menschen, die normalerweise geschnittene Filme verurteilen, nach Zensur schreien.

Nun, beginnen wir mit der eigenen Auseinandersetzung, die bereits ausreichend Konfliktpotential bietet. Nicht nur in der Horrorpilot-Redaktion wurde hitzig diskutiert, auch der Verfasser dieser Zeilen hat sich mehr als nur ein paar Gedanken gemacht.
Sollte man den Film ignorieren? Oder ihn wie jeden anderen behandeln?
A SERBIAN FILM ist sicher nicht wie jeder andere Film, aber eines muss man auch klarstellen: Hier ist niemand zu Schaden gekommen. Auch wenn „ Snuff“ im Film das zentrale Thema ist, auch wenn grafische (sexualisierte) Gewalt allgegenwärtig ist, haben wir es doch nur mit Schauspielern und Effekten zu tun.

Worum geht es also?
Die Geschichte handelt von Milos, einem Pornostar im Ruhestand. Milos gehörte zu den Besten, einer der immer kann. Eigentlich ist er inzwischen verheiratet, hat einen Sohn und ist mit der Branche fertig, aber als Regisseur Vukmir ihm eine große Menge Geld für einen letzten Film bietet, kann Milos nicht nein sagen.

Sex dominiert das Geschehen. Anfangs einvernehmlicher Sex zwischen Milos und seiner Frau, über den professionellen Sex eines Pornodarstellers bis hin zu allen entarteten Gangarten wie Pädophilie und Nekrophilie.
Da Milos mit der Gabe ausgestattet ist auch ohne körperliche oder optische Stimulation eine Erektion zu haben, ist ihm Sex auch dann möglich wenn er selbst keine Lust verspürt. Für den Verlauf des Films ist dies entscheidend, da er der Sympathieträger in der kranken Welt ist, die Regisseur Srdjan Spasojević uns zeichnet. Er hat Prinzipien, Gewalt bereitet ihm keinen Spaß und dennoch kann er die fragwürdigen sexuellen Praktiken ausführen, die Vukmir von ihm verlangt.

In gewisser Weise geht es dem Zuschauer wie Milos. Während ihm nicht gefällt was er tut und die Absichten von Regisseur Vukmir, der der Meinung ist ein Kunstwerk zu erschaffen, nicht versteht, fühlt sich der Zuschauer ähnlich.
Was wir sehen ist verstörend und falls uns Srdjan Spasojević etwas sagen will, sollte er besser eine Packungsbeilage hinzufügen.
Wie zu lesen war, soll A SERBIAN FILM auf die Missstände in Serbien hinweisen, zum einen bezogen auf die dortige Zensur (die mit dem Film ihre helle Freude haben wird), zum anderen auf den blinden Gehorsam, den sich Machthaber erzwingen.
Man muss dem Film zugestehen, dass er sehr professionell und nie billig wirkt und man in Milos schon fast eine Zerrissenheit erkennen kann, die Sigmund Freud stolz gemacht hätte: Während sein triebgesteuerter Penis (Es) gerne jeden noch so schmutzigen Auftrag ausführt, tut der rational denkende Milos (Ich) dies nur um seine Familie zu ernähren, während sein Gewissen (Über-Ich) am liebsten sofort aussteigen möchte.
Ich will also gerne glauben, dass in A SERBIAN FILM mit vielen Metaphern gespielt wird, aber verdammt noch mal, soll ich mir wirklich über Politik Gedanken machen, während auf dem Bildschirm ein Baby missbraucht wird?
Ist das Kunst? Und falls ja, darf Kunst wirklich alles?

Vergewaltigungen in Filmen feiern derzeit Renaissance was die Remakes von I SPIT ON YOUR GRAVE, LAST HOUSE ON THE LEFT, THE HILLS HAVE EYES und HALLOWEEN, aber auch dem brandneuen KIDNAPPED belegen. Ist A SERBIAN FILM schlimmer als diese Streifen weil er ein widerliches Verbrechen noch widerlicher darstellt?
Einerseits ist sexuelle Gewalt ein zentraleres Thema, und fast scheint es, als wollte man alle erdenklichen und undenkbaren Sexualpraktiken unterbringen; insgesamt wirkt der gesamte Film aber weniger realistisch als einige der oben genannten und glorifiziert nichts.
Daher wird kaum jemand, der z.B. die Vergewaltigungen in I SPIT ON YOUR GRAVE als erschreckend befand, Gefallen an dem zeigen, was A SERBIAN FILM uns vorsetzt. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass es dennoch Arschgeigen gibt, die den ganzen Film als einzige Wichsvorlage sehen.

Was ist A SERBIAN FILM also? Intelligent oder platt?
Vielleicht beides. Vielleicht ein gut gemeinter Film, dessen Mittel einfach übers Ziel hinaus schießen.
Vielleicht hat Spasojević sein Werk nicht einmal bewusst auf Skandal getrimmt, in Kauf genommen hat er den weltweiten Aufschrei aber sicher.

Ein schöner Film ist A SERBIAN FILM nicht, leichte Unterhaltung geht anders und die Frage ob man das alles sehen will/zeigen muss, lasse ich mal hier zusammen mit einigen anderen Fragezeichen im Raum stehen.
In sich ist der Film aber stimmig, mit verstörender Atmosphäre bis hin zum pessimistischen Ende.

Wie immer laden wir euch gerne dazu ein eure Kommentare zum Film oder Review zu hinterlassen und es ist klar, dass in diesem Fall die Meinungen womöglich recht weit auseinandergehen, weswegen wir euch bitten im freundlichen und sachlichen Ton miteinander zu diskutieren.

A Serbian Film (2010), 6.1 out of 10 based on 8 ratings

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Geschrieben von Mick | 01 Jul 2011 | Reviews (Filme)

50 Kommentare

  1. max
    01 Jul 2011, 8:54 am

    Ganz ehrlich, sowas geht mir deutlich zu weit. Ich habe diesen Film noch nicht gesehen und ich werde ihn auch nicht sehen. Kunst gut und schön aber sowas ist einfach nur pervers

  2. ZombieSnail
    01 Jul 2011, 9:33 am

    Ich hab zwar den Film (noch) nicht gesehen, deshalb enthalte ich mich mal einer Meinung über ihn, aber dazu hab ich ne Meinung:
    “…während andererseits selbst Menschen, die normalerweise geschnittene Filme verurteilen, nach Zensur schreien.”
    DAS kann ich definitiv nicht verstehen. Und es ist schlicht dämlich, mit zweierlei Maß messen zu wollen. Entweder man ist für Zensur – oder man ist dagegen. Wenn man gegen zensur ist, dann heißt das, dazu bereit zu sein, auch Filme unzensiert zu lassen, die einem selbst nicht in den Kram passen. Man muss ihn ja nicht ansehen. Aber zu sagen “Ja, eigentlich bin ich ja gegen Zensur… aber der Film, der gefällt mir nicht, der muss zensiert werden…” – sorry Leute – Hirn einschalten! Das geht nicht!

  3. thomas
    01 Jul 2011, 10:53 am

    solche arschgeigen wird es geben?

    was soll denn diese formulierung. leute. ihr schreibt reviews über alle möglichen scheiss splatter filme, aber hier macht hier auch ins hemd. so sehr, dass auf jeden fall noch eine deutliche distanzierung und moralisches rumgejammer mit in den text müssen.
    die grenze zwischen gut und zu-pervers ist aber beliebig und wenn ihr euch sowas unterwerft, diskreditiert ihr euch.

    schreibt über brutale filme – und dann kommt einer, der euch zu brutal ist. was für eine peinliche aktion, meine freunde..

  4. fdsfcsdf
    01 Jul 2011, 11:13 am

    einer der schönsten und romantischsten filme die ich kenne..

  5. Alex1979
    01 Jul 2011, 11:18 am

    “schreibt über brutale filme – und dann kommt einer, der euch zu brutal ist. was für eine peinliche aktion, meine freunde”

    Es sollte Grenzen geben und darauf hinzuweisen ist nicht peinlich, sondern verantwortungsbewusst! Abgesehen davon kann man und sollte man Horrorfilme und Kinderpornographie nicht in einen Topf werfen!

  6. ZombieSnail
    01 Jul 2011, 12:02 pm

    Wer legt die Grenzen denn fest?

  7. max
    01 Jul 2011, 2:07 pm

    Die Grenzen wird wohl keiner festlegen, da sowas schlicht und einfach nicht realisierbar bzw. jeweils ne subjektive Meinung darstellen würde. Und immer schön locker bleiben. Dieses Review ist lediglich die Meinung des Autors, ihr müsst sie ja nicht teilen.

  8. ZombieSnail
    01 Jul 2011, 2:25 pm

    Exakt, Grenzen sind subjektiv. Und daher kann es auch nicht sein, dass jemand versucht, mir seine subjektive Grenze aufzuzwingen und mir vorzuschreiben, was ich sehen darf und was nicht – egal, um welchen Film es sich handelt.
    Meine lockere Meinung. ;o)

  9. Alex1979
    01 Jul 2011, 5:49 pm

    Wie gesagt, wenn Du damit klar kommst, einen Film, in dem ein neugeborenes Baby vergewaltigt wird, nicht als grenzüberschreitend anzusehen, dass ist das Deine Meinung, die ich aber nicht teilen muss!

  10. ZombieSnail
    01 Jul 2011, 7:35 pm

    Die Frage ist – wenn ich damit klarkomme, woher nimmst du dann das Recht, es mir zu verbieten? Ich würde dich schließlich auch nicht zwingen, den Film anzusehen, wenn du ihn scheiße findest. Das ist eben eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss – ohne dabei bevormundet zu werden.

  11. Alex1979
    01 Jul 2011, 8:22 pm

    Ich verbiete Dir gar nix :) Wie ich schon sagte, wenn Du Dir ansehen willst, wie ein neugeborenes Baby vergewaltigt wird, dann tu das!

  12. drapoel
    03 Jul 2011, 9:35 pm

    An alle die diesen Film gut finden! Erstmal soll mann deine Kinder auf die gleiche weise behandeln wie im Film und dich dabei zuschauen lassen und dieses dann von kranken Gestalten als gut betiteln lassen weil es ja in Wahrheit passiert (so ne Art Doku.). Diese Abartigkeit filmen und an deine Familie schicken mit der Begründung tolle künstlerische Darstellungen, tolles Drehbuch, tolle Darsteller, Super Optik und fantastische Kammeraführung. Und es ist einfach nur KUNST!

  13. thomas
    04 Jul 2011, 1:20 pm

    drapoel, mein freund. was du gerade beschreibst, kommt bei der familie auch schon scheisse an, wenns um nen messer hitchhiker oder zombies geht – da brauchste keine babies. was du nämlich beschreibst, is nich kunst, sondern mord oder son scheiss. das hier ist ein film. ein krasser, aber eben ein film. und im film zeigen wir nun mal vergewaltigungen und morde – an männern, frauen, tieren. aber nicht an babies? was für ein quark. moralischer opportunismus und am ende zensur. eh du dich versiehst, lebst du im iran, wo du gar nichts darfst, was frei, spaßig, pervers, abgedreht oder sonstwas ist.

    allerdings muss ich meinen ton aus dem ersten kommentar schon etwas relativieren. so peinlich, wie ich das formulierte, ist der review dann doch nicht. mir stieß es nur etwas auf, als ich den signalsatz mit den arschgeigen las (der natürlich im grunde völlig korrekt ist, aber nichts in einem review verloren hat).

    auf die liebe, freunde der sonne! :)

  14. drapoel
    05 Jul 2011, 11:57 am

    HI,

    opportunismus ist nicht besser als keine Moral zu haben oder seine eigen zu erfinden.
    Das ist das problem. Die Leute stumpfen ab und sind immer weniger in der Lage die Linke von der Rechten zu unterscheiden
    was Mitgefühlund Nächstenlibe ist (Damit meine ich nicht Mitgefühl für die eigene Familie sondern zu Fremden).
    Tue was du willst und du bist frei ist das Motto.
    Dieser Film und die kommenden die diesen als Meßlatte nehmen werden, werden noch mehr dazu beitragen
    das Empfinden der Menschen abzustumpfen.
    Das hat nichts damit zu tun dass jeder entscheiden soll und kann ob er abstumpfen möchte oder nicht.
    Willensfreiheit ist das höchste Gebot.
    Doch diese Willensfreiheit wird an solchen Filmen missbraucht, da sie nur in eine Gesellschaft reinpasst
    die die eigenen versteckten Perversion auszuleben wünscht, (der eine mehr der eine weniger).
    Eine gesellschaft die solche filme braucht da “normale” Horrorfilme schon langsam langweilen und soetwas das Highlight sind.
    (meist für die eigene DVD Sammlung).

    Ich werde es wohl nicht mehr erleben, aber es wird immer mehr Menschen geben die so etwas als
    Zeitvertreib ansehen werden und passiv zu allem Elend stehen nur nicht zu dem eigenen.
    Das problem ist dass man dann in einer Gesellschaft leben wird die keine Gesellschaft mehr sein wird.
    Und dieser umstand wir alle treffen, diejenigen die dazu beigetragen haben aber auch leider diejenigen
    die soetwas nicht gut fanden aber als Langweiler und zu Moralapostel deklariert wurden.

    Wenn mann die Geschichte als ein Spiegel der Zukunft nehmen wollte, so könnte man sehen
    das die Menschen im allgemeinen (Ausnahmen bleiben Ausnahmen) vom schlechten zum Schlimmeren tendieren.
    Ja ich weiss , jetzt motzen die wieder die das Schlimme nicht als Schlimm bezeichnet haben wollen.

    Denn jeder soll “Schlimm” selber auslegen, eben das was er als schlimm bezeichnet.
    Gut macht das! Das gehört zum freien Willen dazu.
    Aber die große Schwester des freien Willens ist die Konsequenz, die kommt immer mit.
    Und wer konsequenzen ignoriert muss fühlen, aber nicht auf der Leinwand sondern im eigenen Leben.

    So bin zum ende gekommen, jetzt könnt Ihr die Worte auseinander reissen, bin gespannt wer es besser machen wird.

  15. thomas
    05 Jul 2011, 2:20 pm

    die konsequenz des freien willens ist, dass die dummen und unter den intelligenten auch ein paar kollateralschäden auf der strecke bleiben – keine frage. die weniger gut aufgelegten leute werden sich in jeder vorstellbaren welt vermutlich immer an der maximalen

    erreichbaren scheisse orientieren, so läuft das halt. alle anderen aber besitzen die fähigkeit, zu antizipieren und zu reflektieren. das ist ein wichtiger punkt – aber erstmal etwas anderes erschütterndes:

    selbstverständlich ist der freie wille das höchste gut! die auslegung unserer gesellschaft auf die maximale persönliche freiheit (im gesellschaftlichen rahmen, also kant etc..) ist die wichtigste kulturelle errungenschaft dieses planeten. emergent sind: keine bevormundung, keine gängelung, rechtssicherheit, faire und transparente regeln, etc bla bla.. das ist der hammer!

    dass das die ein oder andere üble konsequenz haben kann (eine demokratie kann massenmord befehlen, kunst kann massenmord zeigen, etc), gehört dazu, rechtfertigt aber zumindest aus humanistischen gründen keinen systemwechsel. als alternative steht immer das eine oder andere absolute, wertesystem, welches den menschen mehr oder weniger freiheit nimmt und durch kultivierte ideen ersetzt – bei verstoß gibts die rote karte. das prinzip ist klar.

    moral und kunst sind übrigens per se unabhängig und im sinne des humanismus und der freiheit ist es falsch, beide zum rummachen zu zwingen. wenn die das nicht wollen, dann sollen sie auch nicht, immerhin muss ein vernunftbegabter mensch darunter per se nicht leiden.

    schau mal: saw finde ich scheisse, weils primitive gewaltpornographie für proleten ist. grotesque hingegen (fehlt hier übrigens, kann das sein?) hat irgendwas – irgendwas (sehr – für alle, die ihn kennen ;)) subtil romantisches. ist aber trotzdem ein scheiss gewaltporno. serbian film muss ich noch sehen, aber ich kann mir vorstellen, dass er anders daherkommt – eher so wie day of violence.

    so oder so habe ich die fähigkeit über diesen ganzen kram zu reflektieren. ich kann alles einordnen und meine moral bleibt unberührt. menschen mit genügend intellektuellen ressourcen und stabiler persönlichkeit bauen sich auch in einer noch so kaputten kunstwelt eine ordentliche moral auf, weil diese sich aus zwischenmenschlichem und *reflektierter kunst* speist. nur bei idioten speisen auch kräftig allerlei unreflektierte eindrücke mit.

    wenn du aber versuchst, diese leute mit eigenen, absoluten maßstäben zu erziehen, dann nimmst du ihnen die möglichkeit, genau diese so wichtige eigenschaft des korrekten, klugen differenzierens zu erlernen. die von dir beschriebene verrohung ist auch eine chance der emanzipation. du vertrittst die gerade eine typische haltung der katholischen kirche – das neue ist schlecht und der beste schutz ist das ignorieren. ich sage, dass es ohnehin nicht möglich (und wie oben dargelegt, auch gar nicht erstrebenswert) ist, diese entwicklung aufzuhalten.

    vielmehr sollten wir uns damit weiterentwickeln, unsere sinne schärfen und unsere vorstellungen und moral festigen. und immer hinterfragen. und wir sollten dabei im sinne der freiheit aller durchaus das risiko eingehen, dass einige leute an dieser aufgabe scheitern. dieser prozess heißt leben.

  16. drapoel
    05 Jul 2011, 8:33 pm

    Zitat: “vielmehr sollten wir uns damit weiterentwickeln, unsere sinne schärfen und unsere vorstellungen und moral festigen. und immer hinterfragen. und wir sollten dabei im sinne der freiheit aller durchaus das risiko eingehen, dass einige leute an dieser aufgabe scheitern. dieser prozess heißt leben.”

    Genau Leben. Leider wird das Leben vieler einfach mit so einem gezeigten Abschaum zum negativen verändert. Schade nur ist dass diejenigen das risiko eingehen und scheitern. Und wenn mal davon so viel ist dass mann sich dem nicht mehr entziehen kann. Werden die übrigen auch scheitern. Wer anderer meinung ist , soll mall versuchen diese Entwicklung aufzuhalten. Er wird scheitern :)
    Ja ich weiss, dass will keiner aufhalten (oder die wenigsten) ;)

  17. drapoel
    05 Jul 2011, 8:44 pm

    PS: So wie guter Umgang einen Menschen zum Guten formt, so formt schlechter umgang zum schlechten. Um die Hemmschwelle bei Soldaten Menschen zu töten, hat man Menschenähnliche Zielscheiben aufgestellt und niht mehr runde. So einfach lässt sich der Mensch beeinflussen. Übrigens wenn so ein Fil einen menschen nicht anwiedert, schickiert und zum ausschalten zwingt. Dann ist dieser in gewisser weise abgestumpft. Aber ganz ehrlich wie soll der Abgstumpfte beureilen ob er abgestumpft ist oder nicht? Er wir immer sagen, ach dass ist doch brutal aber es gibt schlimmeres.
    Und ein Jahr später und es gibt schlimmeres, und sagt er, habe ich doch gesat so schlimm war es nicht. Zwei Jahre später das selbe…drei Jahre später das Selbe…. nach 15 Jahren sagt er …ich habe mich nicht verändert… derjenige der es glaubt ist nur er selbst :)

  18. thomas
    05 Jul 2011, 10:18 pm

    amen ;)

  19. Sami
    06 Jul 2011, 9:57 am

    Drapoel,
    du willst, daß meine Kinder vergewaltigt werden? Mal ehrlich, der einzige der zu viele Horror Filme gesehen hat, scheinst du zu sein.
    Wenn alle die den Film mögen Kinderficker sind, sind sicher auch alle Fans von Schweigen der Lämmer Serienmörder. So denkt nicht mal meine Oma.
    Klar ist der Film sauhart. Es wurde hier erstmals eine Grenze überschritten und ich würde den auch nicht jeden empfehlen.
    Mir selbst hat er auch gar nicht so gut gefallen, aber wenn man jetzt keine Verbrechen mehr in Horrofilmen zeigt, gibt es keine Horrorfilme mehr. Meine Oma würde sich freuen.

  20. ZombieSnail
    06 Jul 2011, 1:28 pm

    drapoel, die Vorwürfe, die du erhebst, werden seit Jahrhunderten immer wieder auf’s Neue heruntergebetet, sobald ein Tabu gebrochen wird. Wer würde beispielsweise heute noch auf die Idee kommen, Romanen die Schuld an einem angeblichen gesellschaftlichen Niedergang zu geben? So ziemlich niemand – aber genau das wurde lange Zeit getan. Und ist die Welt deswegen schlechter geworden? Zudem: Gewalt gehört schon immer zu den künstlerisch verarbeiteten Themen. Die “Ilias” etwa ist über weite Strecken eine einzige Aneinanderreihung von detailliert geschilderter, drastischer Gewalt. Am Anfang der abendländischen Kultur steht ein literarischer Splatter!
    Viel wichtiger als das Zeigen von Gewalt ist die Botschaft, die damit verbunden wird. Und die Botschaft in “Serbian Film” lautet garantiert nicht: “Hey, es ist total cool, Babys zu vergewaltigen!” – im Gegenteil. Der Film will schockieren, und das heißt, eine dezidiert ablehnende Haltung beim Konsumenten hervorrufen. Und wenn jemand “abstumpft”, weil er sich Splatterszenen anschauen kann, ohne sich die Augen zuzuhalten, dann hat sich natürlich eine gewisse Veränderung vollzogen, doch keinesfalls in dem Sinne, dass er Gewalt auf einmal befürworten würde, wenn er sie vorher abgelehnt hat – diese Behauptung ist schlicht Unsinn.
    Im Übrigen halte ich es für einen nützlichen Aspekt von Schock-Filmen, dass sie uns mal aus unserer alles Schlimme verleugnenden Ponnyhof-Welt herausprügeln. Statt uns über die Effekte in einem Film aufzuregen, bei dessen Dreh niemand wirklich zu Schaden kam, sollte man sich vielleicht lieber vor Augen führen, dass die Misshandlung von Kindern nichts ist, was es nur im Film gibt. Dass aber kein Horrorfilm, so brutal er auch sein mag, auch nur annähernd an das herankommt, was in der Realität geschieht, davor verschließen wir gerne die Augen – und zwar um so fester, je mehr wir uns nur von Hollywood mit Happy Endings berieseln lassen.

  21. thomas
    06 Jul 2011, 4:25 pm

    “Der Film will schockieren, und das heißt, eine dezidiert ablehnende Haltung beim Konsumenten hervorrufen. ”

    das außerdem!

    die authentizität schafft den zugang und entscheidend für eventuelle ethische debatten ist die botschaft des films. dazu vergleiche man mal ‘requiem for a dream’ mit ‘fear and loathing in las vegas’.

  22. Alex1979
    06 Jul 2011, 9:36 pm

    Interessante und vielschichtige Diskussion :D

    Und wiederum auffällig, dass niemand auf den “Gefällt mir”-Button drückt ;)

  23. thomas
    06 Jul 2011, 11:42 pm

    mir gefällt übrigens dieser smiley :) nicht. den solltet ihr austauschen :)

  24. xSamantha
    13 Jul 2011, 12:44 am

    @drapoel
    genau solche Leute wie du, sollten den Film net ansehen.
    Du willst, das meiner Familie und meinem kleinen Kind sowas passiert, wie in dem Film?
    Und das nur weil ich Horror mag?

    Die meisten Leute vergessen, dass das “nur” ein Film ist.
    Ich mein, es werden Köpfe in Filme abgehackt, Frauen auf brutalste vergewaltigt, Kinder als Mörder gezeigt und, und, und. das irgendwann mal sowas kommt, war klar.

    Und nur weil ich mir so einen Film anschaue, heisst das net, das mich das irgendwie aufgeilt oder ich sowas gut heiße.
    Ich kann aber Film und Realität unterscheiden.

    Jemand meinte hier auch noch, das man abstumpft.
    Manche vielleicht, aber man kann nicht alle Leute über einen Kamm scheren.
    Ich bin z.B. ein sehr Hilfsbereiter Mensch. Habe ich Lebensmittel über, die ich nicht mehr brauche, die aber noch Haltbar sind, gebe ich sie an Einrichtungen für Bedürftige. Im Bus mache ich auch älteren Leuten oder schwangeren Platz und helfe auch so Mitmenschen in Not.

    Was mir hier auffällt, ihr regt euch auf wegen einem FILM, sagt was von abstumpfen etc. Seid ihr euch eigentlich bewusst, was man alles so im Internet finden kann?
    Grausame Realitäts Sachen. Doch da meckert so gut wie keiner.
    Das wird irgendwo stillschweigend tolleriert.

    Man sollte sich wirklich bewusst machen, das es viel schlimmere Dinge gibt als diesen Film.

  25. Jana
    25 Jul 2011, 10:02 am

    Ihr habt keinen Grund Euch zu streiten, jeder hat da seine eigene Meinung. Solang man sich bewusst ist, dass es nur ein FILM IST und dort nicht wirklich ein echtes Baby verletzt wird.. mir hat ein bekannter über diesen Film erzählt und er sagte nur, er kann icht sagen ob der Film brutal ist oder einfach zu eckelhaft, man sieht in sich an, will wegschauen aber schaut trotzdem hin. Ich hab mir den Film nicht angesehen, nachdem er mir gewisse Inhalte erzählt hat. Ich glaube nicht, dass der Reggieseur uns damit zeigen will wie geil es ist penisgesteuert zu sein oder zu töten oder vergewaltigen, sonder er will uns was anderes damit zeigen, vielleicht uns vor augen führen, dass sowas (was wir auch wissen) auch in der REALITÄT passiert…

  26. john doe
    19 Aug 2011, 10:29 am

    “…während andererseits selbst Menschen, die normalerweise geschnittene Filme verurteilen, nach Zensur schreien.”

    das ist wie: “ich bin total tolerant und liberal – was ich jedoch hasse sind die verfi**ten nazis”

    versteht mich nicht falsch. ich sympathisiere nicht mit rechten – ich behaupte aber auch nicht tolerant zu sein.

    Dieser Film ist deutlich über das Ziel (welches das auch sein mag) hinaus geschossen.
    Dieser Film wird wieder einen Haufen an Untermenschen zum onanieren animieren schlimmer noch – es wird Menschen geben, die es auf einmal nicht mehr soooo schlimm finden werden, wenn man von kinder-Pornografie liest oder hört.
    Es ist vll noch ganz “lustig” wenn man dem protagonisten im Film zusehen kann wie er jemanden verspeist/ins Knie bohrt/aufhängt/von mir aus auch zu tote foltert. Jedoch ist die Vergewaltigung an Babys das, wie soll ich sagen widerwärtigste was ich jemals gesehen habe.
    und ich habe viele splatter filme gesehen….
    denkt mal drüber nach.

  27. max mustermann
    19 Aug 2011, 8:50 pm

    so ein lumpiges statement schließt du mit ‘denkt mal drüber nach’ ab? du hast absolut nichts neues in die diskussion eingebracht. und dein standpunkt wurde bereits widerlegt: du hast nun mal einen anderen kunstgeschmack als deine oma, weshalb es keine zensur geben darf. das war nichts, john.

  28. Alex1979
    21 Aug 2011, 10:14 am

    Na, Max Mustermann, das war aber auch nix und schon gar nich ne Bereicherung der Diskussion. Sowas einfach “Kunst” zu nennen ist auch etwas dürftig.

  29. max mustermann
    21 Aug 2011, 5:02 pm

    selbstverständlich war das was. ich habe das credo der diskussion nochmal zusammengefasst, damit hoffentlich nicht noch irgendjemand schreibt, dass man in der kunst bestimmte grenzen nicht überschreiten dürfe. und wenn es nicht kunst ist, muss es ne doku sein. schlaumeier.

  30. horst 988989
    23 Nov 2011, 1:24 am

    ich gehe jetzt nicht auf die vorherigen kommentare zu diesem film ein und äußere lediglich MEINE PERSÖNLICHE meinung.

    das ist einer der besten filme, die ich je gesehen habe! (los, beschimpft mich und sagt mir, was ich für ein perverser, abartiger mensch bin, usw…)

    der regisseur hat aus einer “langweiligen” story mehr rausgeholt, als möglich war.
    ich bin fasziniert vom porno-regisseur (im film), welcher schier undenkbare bilder in diesen film gepackt hat. was andere als psychisch krank, usw. ansehen, bezeichnet er als “kunst” und ist davon auch fest überzeugt. vor allem am ende wird deutlich, was er die ganze zeit mit “das ist mehr als pornografie, das ist leben!” meint.

    die szene mit dem neugeborenen ist meiner meinung nach jedoch schlecht gemacht. gerade die provokanteste und unmoralischste szene von allen, hätte man besser ausarbeiten können.

    alles in allem, würde ich dieses werk nicht als gut bezeichnen. es ist faszinierend und das auf seine ganz eigene art und weise. jeder mensch urteilt anders darüber, jedoch muss man sagen, dass dieser film etwas faszinierendes hat…

  31. Ninacula
    29 Jan 2012, 9:03 pm

    ganz furchtbarer Film, erstmal furchtbar langweilig . Aber man sieht ja trotzdem weiter, weil man eine bestimmte Erwartung an einen Film hat. Doch dann wird es echt krank …. Ein Film , der wohl abartig sein will und seine Zuschauer unbedingt schocken möchte. Doch auf diese Art und Weise möchte ich gerne darauf verzichten. Einfach nur schlecht gemacht – hat auch gar nix mit Horror zu tun. Wenn ihr mal einen guten Film sehen wollt, wo Blut und Sperma spritzen, groteske Handlung und gute Musik mitwirken, dann empfehle ich euch EX-Drummer.

  32. ich
    17 Jun 2012, 2:20 pm

    Leute, es geht hier um die Vergewaltigung eines Babys. Hallo?!

    Is egal, obs n Film is oder nicht.
    Sowas wird in der Realitåt auch gemacht; und Jemand, der das guckt und es “ok” findet, sollte mal gaaaanz schnell zum Arzt. Das hat nix mit geschmacksache zu tun. Es is absolut krank und reudig. Und das kann man null rechtfertigen und gut darstellen, wie es die freaks hier versuchen. Möchte net wissen, was ihr braucht um ein hochzukriegen. Ihr seid bestimmt auch solche, die den Vergewaltigern leid tun, weil sie ne ach so schwere kindheit hatten XD

    Und ich wette, gleich komm urste Kommis vonwegen, dass es nix mit Realität zu tun hat. Wo is denn da die Grenze? Was kommt als Nächstes, wenn man in Horrorfilmen schon Babys vergewaltigt?! Auch, wenn es so n Anti-Film is und aufklären will, kann man es nicht gut finden.

    Die Menschen verdummen so schon immer mehr und da hilft sowas nicht.

  33. Lilith411
    25 Jun 2012, 4:26 pm

    wie lächerlich…das ist doch keine Kunst…und der Vorwand der schon angesprochen wurde, der Aufklärung ist genauso lächerlich. Dieser Film ist so wie viele andere Filme gemacht um zu schocken, eine weitere Grenze zu überschreiten und um Aufsehen zu erregen. Das hat er wohl klar geschafft. Scheinbar müssen die Grenzen immer weiter verschoben werden um dem Publikum (nicht allen, nur manchen) zu geben was sie wollen, was sie sehen wollen. Ich habe mir den Film angesehen. Meiner Meinung nach ist er, wie auch schon erwähnt langweilig. Ich frage mich was diesem Filmemacher bei der Babyszene durch den Kopf gegangen ist….ist das nicht fragwürdig??? Naja, wie auch immer…ich kann diesem Film nichts positives abgewinnen.

  34. Radieschen
    27 Jun 2012, 9:41 pm

    Film gesehen und als langweiig empfunden.
    Natürlich, die Babyszene ist schockierend und man möchte den Film danach eigentlich aus machen.
    Doch an schrecklichen Szenen wars das im Prinzip auch schon…
    Die restlichen Szenen waren nichtmal halb so schlimm, wie man durch die ganzen Rezensionen und Kritiken und Kommentare annehmen könnte.
    Es ist zwar nicht schön, zu sehen, wie einer der Kopf abgehackt wird, währrend des Aktes, aber so schokierend ist es auch nicht. Normale Köpfung, wie man sie in etlichen anderen Filmen auch sehen kann/könne, ohne dass es jmd. stört, eben nur weil da nicht gleichzeitig gevögelt wird. Woow, welch Himmelweiter unterschied..
    Fazit: Der Film ist eklig, keine Frage, einige Szenen sind schockierend, keine Frage, man muss den Film nicht unbedingt anschauen, keine Frage, aber sonst? Langweilig! Mag man nur hoffen, dass keinem Menschen die dargestellten Szenen wirklich gefallen und sie – wie wurde das vorhin gesagt – “den ganzen Film als einzige Wichsvorlage sehen.”..

  35. Nix
    30 Jun 2012, 8:41 pm

    Ich frage mich immer, warum so viele den Film überhaupt gucken, wenn sie ihn scheiße finden und dann darüber lästern, wie “furchtbar”, “pervers” usw. der Film ist – aber sie ihn scheinbar trotzdem bis zum Ende geschaut haben?! Ist das die pure Sensationslust – wann kommt endlich die Baby-Vergewaltigungsszene über die ich mich, wenn ich sie einmal gesehen oder von ihr gehört habe, auf dermaßen lächerliche Weise in einem Kommentar im Internet moralisch empören und entrüsten kann, und dabei auch noch hoffe, ganz viele Anhänger und Fürsprecher zu finden? Was wollt ihr denn machen, was erhofft ihr euch denn – etwa das man den Film zensiert, weil er zu weit geht? Dann schaut ihn halt nicht an und steckt vor allem diejenigen, die ihn angeschaut haben und nicht so empört sind wie ihr, nicht in eure vorsintflutlichen Moralschubladen.
    Sollte solch ein Film die Leute auch noch so sehr abstumpfen und sollten sie den Film auch als Wichsvorlage ansehen, was braucht euch das zu kümmern? Kinderficker, Mörder usw.
    gibt´s in der Welt ohnehin. Müsst ihr euch denn wie die alten Moralapostel in das Leben anderer einmischen? Ihr könnt doch im Gegenteil eher froh darüber sein, dass die Leute sich nur den Film anschauen und sich darauf einen runterholen (wie heinz69 so schön detailliert beschrieben hat) , anstatt direkt bei euch zu klingeln, eure Kinder aus der Wohnung zu reißen und auf der Straße zu vergewaltigen und dann euch alle brutal abzuschlachten! Seid doch froh, dass die Leute bloß die Filme schauen und das Ganze ihnen wohlmöglich reicht, um sich zu befriedigen, sodass sie es nicht tatsächlich ausüben müssen.
    Und selbst, wenn solche Filme für viele oder manche ein Anreiz sein sollte, bei euch zu klingeln usw., dann haben wir doch immer noch unseren lieben Rechtsstaat der nach wie vor, völlig unbehelligt von diesem Film, die Kinderfickerei weiterhin sanktioniert und für Ordnung sorgt. Und ob es sich nun in der Statistik aufgrund solcher Filme um drei oder vier Kinderficker oder Vergewaltiger mehr handelt als die üblichen unzähligen pro Jahr, Monat, Woche spielt doch weder für die Statistik, noch, wenn ihr ehrlich seid, für euch eine Rolle – da es ja gerade darum gehen soll, das ganze unter Strafe zu stellen und möglichst zu verhindern. Mehr könnt ihr auch nicht tun, als an eine Moral zu appellieren, die aber, damit euer Ruf erhört wird, immer schon vorhanden und praktiziert werden muss – und entweder wird sie durch einen solchen Film zunichte gemacht, aber daran könne wir nichts ändern, denn es gibt solche Filme und wenn wir sie nun alle verbieten würden, vielleicht würde das ja sogar die Vergewaltigeranzahl erhöhen, weil viele dann nicht mehr ihre Befriedigung in solchen Filmen finden und ihre perversen Neigungen selbst dabei unterdrücken müssen. Vielleicht würde dadurch das Problem ja bloß verschlimmert, wenn man mit der Zensur anrücken würde – wir sehen doch zahlreiche Fälle von Vergewaltigung in der Kirche, in vielen Eliteeinrichtungen,die auf vorsintflutlichen Disziplinierungsverfahren beruhen usw. Und die Zensur ist eben ein solches vorsintflutliches Disziplinierungsverfahren.

    Und solche Filme werden offenbar produziert, weil dem Publikum irgendwie der Sinn nach brutalen Filmen steht. Wenn hier einmal einer, wie ihr sagt, über das Ziel hinausschießt, was ist dabei? Wenn, wie ihr meint, so wenige daran interessiert sind solche Filme zu sehen, dann würden sie sich nicht durchsetzen. Wenn aber immer mehr solcher Filme auf den Markt kommt, dann besteht sowohl die Nachfrage danach als auch das Bedürfnis irgendwelcher Regiesseure, solche Filme zu drehen. Wenn der Film nicht gut ankommt, dann wird er eben auch nicht mehr so sehr verbreitet und vermutlich nicht mehr so häufig angeschaut – und dann erledigt sich euer “Problem” von selbst. Wenn er aber weiterhin häufig gesehen wird, sei es auch nur wegen der Neugier oder der eigenen Lust am Spektakel usw., so wird ja wohl ein Bedürfnis danach bestehen, sich solche Filme anzuschauen, und wenn sie auch nur als Wichsvorlagen dienen.
    Und man kann ja gut und gerne der Meinung sein, dass Kinderficker und Mörder böse usw. sind.
    Aber ich halte es für absolut verfehlt und fast schon fanatisch-vorsintflutlich jemandem vorzuschreiben, welche Filme er schauen darf und welche nicht – und wenn man es nicht vorschreiben kann, so doch all jene, die einen bestimmten Film gesehen haben und darauf nicht gleich mit dem moralischen Zeigefinger angewidert hindeuten “Uh, das ist aber ein schrecklich perverser Film, der alle abstumpfen wird – eine Babyvergewaltigung! Hallo?!” usw. als verkappte Kinderficker bezeichnen. Wenn ihr keine “brutalen” Filme schauen wollt oder könnt, ohne sie gleich moralisch zu verdammen, dann schaut sie halt nicht an.

    Selbst wenn der Film die Leute dermaßen abstumpft, dass sie alle danach zu Kinderfickern werden würden und das auch noch gut fänden, und zudem die Leute, die den Film gesehen haben in der Mehrheit sind, dann würde ein Zustand eintreten, den fast alle von unserem jetztigen Standpunkt wohl als absolut moralisch verwerflich bezeichnen würden, aber in diesem Zustand selber würden ihn alle gutheißen und jeder Kinder ficken. Klar, dass wir von unserem jetzigen moralischen Standpunkt aus niemals dort hingelangen wollen, aber wenn wir, so die “Geschichte” will, dennoch, was wohlmöglich nicht sehr wahrscheinlich ist, dort hingelangen werden, dann würde es einfach als moralischer Standard gelten, was wir jetzt verteufeln. Es ist auch klar, dass wir uns darüber keinerlei große Gedanken oder Sorgen machen brauchen. Wenn der Zustand eintritt, dann findet die Mehrheit, da sie inzwischen so “abgestumpft” ist, ihn ohnehin gut, wenn er nicht eintritt, dann findet die Mehrheit ihn auch nicht gut. Aber wie und ob es passieren wird, das braucht uns eigentlich gar nicht zu kümmern.
    Darum ist es völlig unerheblich, ob wir den Film gucken (und evtl. abstumpfen oder auch nicht) oder ob der Film nicht geschaut wird. Wenn wir ihn gucken und abstumpfen, dann finden wir das Resultat ja aufgrund unserer relativen Abstumpfung, die dann gar nicht mehr als Abstumpfung gelten muss, gut, wenn wir ihn alle schauen und nicht die Mehrheit dabei abstumpft, dann ist es auch gut – und wenn wir schließlich, aufgrund bspw. der Schlechtigkeit des Films diesen nicht mehr schauen, wird das auch gut sein. Also, wir sehen, egal was passiert, die Abstumpfungstheorie bringt uns ans (jeweilig aktualisierte) moralische Ziel.
    Aber warum stumpfen eigentlich diejenigen, die den Film gesehen haben, sich darüber moralisch empören und vehement behaupten, dass er abstumpfend wirkt, nicht selber ab.
    Widerlegt das nicht schon ihre Annahme?
    Und wenn es einige gibt die dadurch abstumpfen und andere nicht – so gilt das wohl nicht nur für diesen Film, sondern für jeden beliebigen. Auch TV-Serien wie GZSZ oder DSDS oder Filme wie Titanic oder normale Pornos blablabla können alle abstumpfend wirken – und ich denke solche “Skandale” und kulturelle Tiefschläge haben da deutlich mehr Einfluss auf unsere moralische Verfassung als irgendeiner solcher brutalen Horrorfilme. Man sollte die Wirkung überhaupt eines ganzen Filmgenres oder auch der gesamten Filmwelt auf unsere moralische Verfassung zwar nicht herunterspielen, aber ebensowenig zum Monopol o.ä. erklären. Aber es hat immer einen Grund, warum sie produziert werden, und das darf man auch nie vergessen. Wenn eine Gesellschaft wirklich hinter ihren moralischen Fassaden als Ganze all die perversen Neigungen hegt und sie dahinter bloß verbirgt, dann wird es ohnehin irgendwann dazu kommen, dass sie diese auslebt, egal ob irgendein Film dazu noch seinen Beitrag leistet oder nicht. Und sollte es sich nicht bloß um Fassaden handeln, so wird der Kern auch bestehen bleiben, völlig egal, welcher Film die Moral zu hintergehen und zu “zerstören” versucht.
    Ob die Moral geeignet ist und ob ein Film geeignet ist, das beides wird die Geschichte zeigen, und notfalls wird eines von beiden oder gar beides “revidiert”, d.h. im Falle der Moral revidiert und im Falle des Films bspw. “zensiert”.
    So, das war meine Theorie zu dem ganzen Gelaber – und ich hoffe ich konnte dazu beitragen, wenn nicht, dann ist es mir auch egal. Ich gucke jedenfalls all die Filme, die ich eben gucken möchte und das moralische Urteil anderer über diese Filme interessiert herzlich wenig.

  36. Mick
    01 Jul 2012, 10:51 am

    “Und ob es sich nun in der Statistik aufgrund solcher Filme um drei oder vier Kinderficker oder Vergewaltiger mehr handelt als die üblichen unzähligen pro Jahr, Monat, Woche spielt doch weder für die Statistik, noch, wenn ihr ehrlich seid, für euch eine Rolle” (Zitat Nix)

    Ich denke nicht, dass der Film irgendwen zum Pädophilen macht, sonst würde er hier keinen Platz finden, aber die Ignoranz zu behaupten, dass 3-4 “Kinderficker” mehr keine Rolle spielen, dürfte zumindest für die 3-4 Opfer eine erhebliche Rolle spielen. Da du diese nicht kennst, sind die natürlich auch nur eine Statistik für dich.

    Dein Ansatz die Welt zu verbessern indem man Mördern Mordvideos, Vergewaltigern Vergewaltigungsszenen und Pädophilen Kinderpornos vorspielt und sich dann alle durch das Gezeigte abreagieren anstatt es in die Tat umzusetzen, halte ich für mehr als albern.

  37. gunter
    03 Jul 2012, 10:25 pm

    Ihr verfickten arschlöcher habt meinen beitrag einfach gelöscht!
    Man darf heutzutage nicht mal mehr seine meinung kundtun. Der teufel soll euch holen ihr wichser

  38. Mick
    04 Jul 2012, 7:38 am

    @gunter:
    Ich habe zwar deinen Kommentar nicht angerührt, aber ich denke mal, dass dir ein Kollege einen Gefallen getan hat, bevor noch einer auf dich aufmerksam wird. Es ist einfach nicht sehr klug seine IP-Adresse ins Netz zu stellen und dazu die pädophilen Neigungen zu schildern.
    Nicht jeder versteht die (mögliche) Ironie.
    Mfg
    ein Wichser

  39. gunter
    13 Jul 2012, 3:52 pm

    @Mick
    Es ist schön, dass du meine (mögliche) Ironie erkannt hast.
    Ich mach lediglich von meiner Meinungsfreiheit gebrauch.
    Anderen möglichen Wichsern kann ich versichern dass es unmöglich ist mich anhand meiner IP-adresse oder sonst irgendwie zu ermitteln!

  40. Lyric_O
    17 Dez 2012, 4:25 pm

    Ich hab den Streifen mehr durch Zufall gesehen. Hab bei nem Bekannten gemeint, er solle mich überraschen. Und das hat er; als Horror im eigentlichen Sinne kann ich diesen Film nicht betiteln. Jedoch als den krankesten Scheiß, den ich je gesehen habe. Ich bin immernoch damit beschäftigt mir den Plot und die Bilder wieder selbst aus dem Kopf weg zu therapieren.
    Verbieten kann man sowas nicht, aber ich persönlich rate jedem ab sich das anzutun.

    Zumindest jene, die selbst Familie haben, sollten einen gewaltig großen Bogen um diesen Mist machen. Alle anderen; Film an, Raum verlassen und erst wieder rein, wenn der Abspann läuft.

  41. Luc420
    03 Jan 2013, 4:40 pm

    Nicht schön der film

  42. LaSun
    04 Jan 2013, 9:56 pm

    Für mich gibt es diese Grenzen! Es wird ein Baby gefickt! Man kann auch anders schockieren! Wenn einige was neues brauchen, damit sie ne Gefühlsregung haben, okay…. Ich kann wirklich einiges ab, aber das geht zu weit. Wenn alle so denken, sage ich nur: Prost-Mahlzeit! Hostel 4 wird es wahrscheinlich nur mit Folteropfern zwisvhen 0-6 Jahren geben! Und da werde ich garantiert nicht zuschauen, sondern den Machern nur das schlimmste wünschen. Genauso ie den Machern von diesem tollen “FILM”…. Ich geh nicht ins Detail, sonst krieg ich noch ne Anzeige….

  43. Gordo
    05 Jan 2013, 11:58 am

    Dann gehörst du auch zu den Heuchlern die es OK finden, wenn im Film Leute vergewaltigt werden, nachdem sie beweisen das sie volljährig sind.
    Du gehörst zu denen die denken, das alle am Film beteiligt waren, selbst Pädos sind.
    Wach auf, es ist ein Film, niemand wird wirklich gefickt, so wie auch in anderen Filmen niemand getötet und vergewaltigt wird. Entweder wir verbieten jetzt alle Horrorfilme oder wir leben damit, das hier ein Verbrechen gezeigt wird, das es nun mal gibt. Auch wenn du das vielleicht nicht wahrhaben willst.
    Horrorfilme zeigen nun mal schlimme Dinge, das du dich über normale Morde nicht aufregst, bedeutet dann anscheinend, dass du Morde gut findest (Sarkasmus)

    Ach ja, ich bin auch kein Fan vom Serbian Film, nicht Pädophil, kein Killer, aber was du erzählst ist trotzdem Quatsch, sorry!

  44. Anna
    11 Jan 2013, 3:25 am

    “… weswegen wir euch bitten im freundlichen und sachlichen Ton miteinander zu diskutieren.” hat ja gut geklappt. xD
    So, ich finde den Film verstörend, aber filmisch hab ich nichts auszusetzen, besonders der beklemmende Musikeinsatz wirkt phantastisch.

    Allerdings habe ich das Bedürfnis dem “Genuss” des Films eine Art allgemeine Pflichtdiskussion anzuhängen, damit einerseits die Verarbeitung leichter fällt und damit sich andererseits Leute Äußerungen wie “Voll lame, ich guck jetz was richtig hartes” sparen.

    Mir persönlich ist der Film sehr an die Substanz gegangen. Vielleicht gar nicht unbedingt die gefürchtete Babyszene, sondern der Grundton des Films allgemein, wie die Bilder vom harmlosen Porno so weich ins Kranke abdriften. Wie wahrscheinlich die meisten Zuschauer hab ich wochenlang darüber nachgedacht, sowohl über die Thematik als auch über die Intention hinter so einem Film, und Bock auf Sex hatte ich auch einige Tage lang keinen – “obwohl” ich relativ horrorfilmerfahren bin – aber ich möchte dieses “obwohl” im Satz eigentlich gar nicht verwenden:
    A Serbian Film ist kein Horrorfilm, an den man sich gewöhnen möchte. Vielleicht empfinde ich daher diejenigen, die sich bei diesem Film gelangweilt haben als unangenehmer als den Film selber.

  45. Svadilfari
    11 Jan 2013, 10:52 pm

    also ich find den film einfach nu genial. genauso ein kunstwerk wie subsconsious cruelty oder regoreagitated sacrifice .. weiss gar nicht was man an dem film nicht mögen kann?! ohne ton kann man ihn locker als “porno” im hintergrund laufen lassen und ansonsten ist er es auf jedenfall wert einmal im quartal geschaut zu werden. schade das solche filme immer noch eine ausnahme sind und viel zu selten begeisterung finden. die realität ist nun mal verstörend und um einiges schlimmer und die szenen aus dem film sind wirklich noch recht lasch wenn man bedenkt was sich jeden tag in der welt abspielt. so :)

  46. Mensch
    18 Apr 2013, 6:03 pm

    Ich muss sagen, dass dieser Film in der 86Minuten-Version ein wirklich gelungener und definitiv grausamer Horrorfilm ist! Doch wer die Uncut-Version gesehen hat kann verstehen, warum der Film um 13 Minuten gekürzt werden musste, denn diese Version ist teilweise wirklich zu brutal! (Wer mir das nicht glaubt, kann sich ja selbst überzeugen^^)

  47. Liv
    11 Jun 2013, 8:18 pm

    Ich habe den Film gesehen, und muss sagen das dieser einer der härtesten und kränksten Filme ist den ich je gesehen habe, es hätte nicht sein müssen! -.-
    Ich finde das Babys und Kinder einfach nichts in einem solchen Film zu suchen haben, auch in anderen Horrorfilmen, in der selben Sparte sollten verboten werden!

    Ich kann nur sagen: KRANK! sehr verwirrend und einfach nur ekelhaft!
    Dagegen ist “the human centipede” direkt eine Gutenachtgeschichte!

  48. Leah
    09 Jun 2014, 3:46 pm

    Ich habe mir diesen Film nicht angesehen und werde es auch nicht tun.

    Bei denen, die das getan haben, wäre ich allerdings sehr froh um eine Erklärung darüber, WESHALB sie es getan haben.

    Und bitte ohne Scheinargumentation, die von der Kernfrage ablenkt.

    Ich muss mir nicht die Darstellung einer Vergewaltigung eines Säuglings ansehen um zu wissen, was dabei passiert – haben die, die sich den Film anschauen, ein so schlechtes Vorstellungsvermögen?

    Und bei mir genügt der Gedanke an so eine Tat schon, um mich übergeben zu müssen – weshalb müssen sich das Andere auch noch anschauen?

  49. Colemarie
    22 Jun 2014, 11:37 am

    Ich glaub die klassische Frage, warum man sich das anguckt, ist eher der Fakt, dass um diesen Film derartig Wirbel entsteht und er als sehr naja krank gilt. Viele Überzeugen sich selbst davon, ob dem gerechtfertig ist oder nicht. Ich habe auch lange überlegt, ob ich den gucke oder nicht.

    Mal abgesehen davon, ist die Story schlecht, die Dialoge bringen auch nicht viel hervor – aber das Eine bedingt ja regelrecht das Andere….Wobei ich es doch recht amüsant fand, dass der Typ ein “Künstler” in seinem Job sein soll :P Total bescheuert.

    Aber gut, das ist einer der Filme, die man sich nicht angucken muss und zu denen mit riesiger Zeitverschwendung für mich gehören. Und ja, er gehört in die Störfilmreihe..die haben den einzigen Zweck nur zu schocken und nicht mehr…..aber darüber debatieren ob man sowas gucken sollte oder nicht bzw in wie weit der Inhalt vertretbar ist, ändert letztlich nicht viel daran, dass dieser Film gemacht wurde und nunmal auf dem Markt ist.

    Es anzugucken liegt letztlich im Ermessen von jedem selbst….

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