A Lonely Place to Die

A Lonely Place To Die (2011)

: Melissa George, Ed Speleers, Eamonn Walker
: Julian Gilbey
: Will Gilbey, Julian Gilbey
: ca. 99 min
: ab 16
: 17.01.2012 (DVD+BD)
: Ascot Elite
: Großbritannien
: Fantasie Filmfest 2011
Unsere Wertung
6.5
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User Score:
6 votes
6.5

A Lonely Place To Die (2011)

Ist Bergsteigen alleine denn nicht aufregend genug? Müssen denn auch noch Yetis, Mutanten oder -wie hier- Gangster den Kletterern das Leben zur Hölle machen?
Egal, ob CLIFFHANGER, MÖRDERISCHER VORSPRUNG oder zuletzt HIGH LANE, Filmemacher lieben es ihre Protagonisten in senkrechte Felswände zu schicken und dann auch noch unter Beschuss zu nehmen.

A LONELY PLACE TO DIE ist auch einer dieser Filme und erzählt vom Klettertrip einiger Freunde in den schottischen Highlands. Als die fünf irgendwo im Nirgendwo eine eingegrabene Holzkiste finden, in der ein kleines Mädchen ohne Englischkenntnisse gefangengehalten wird, ist klar, dass etwas nicht stimmt. Doch der Weg zurück zur nächsten Stadt ist weit und beschwerlich und die Entführer sind nah und gefährlich.

A LONELY PLACE TO DIE verschwendet nicht viel Zeit mit einer allzu ausführlichen Vorgeschichte, sondern zeigt schon in den ersten Minuten die Tücken des Bergsteigens in imposanter Naturkulisse.
Zwar lernt man die kleine Gruppe kurz kennen, Wert auf eine tiefe Charakterstudie wird aber nicht gelegt.
Spätestens mit dem Auffinden der Entführten wird dann nochmal aufs Tempo gedrückt, denn nun müssen sich die Helden gegen Natur und Verfolger mit Zielfernrohren schützen.

Da bleibt nicht viel Luft nach Nachdenken und das ist auch gut so, denn das Versteck für das Mädchen bedarf schon einer eigenartigen Logik der Entführer. Ein simpler Keller wäre vermutlich effektiver und vor allem unauffälliger gewesen, denn dass die Natur nicht so verlassen ist, wie man denkt, zeigt sich dann doch einige Male.

Gerade für Menschen mit Höhenangst sind die Kletterszenen das Stärkste am Film. Sicher gab es schon früher Menschen, die sich auf der Leinwand in den Fels krallten, schön anzusehen und spannend ist das aber allemal. Fraglich ist hingegen auch hier, ob der Absturz einer Heldin aus nicht unbedeutender Höhe durch einen Baum hindurch nicht  etwas Schaden anrichten würde…immerhin hat sich seinerzeit selbst John Rambo bei einem ähnlichen Fall verletzt.

Ähnlich wie in MÖRDERISCHER VORSPRUNG kehrt die Handlung gegen Ende in die Zivilisation zurück und eine dritte Partei wird eingeführt, was die Ausrichtung des Films zwar nicht völlig über den Haufen wirft, aber die schnelle und rohe Survival-Action in eine Gangsterschiene drückt.

Meine Hoffnung war, das A LONELY PLACE TO DIE das hinkriegt, was HIGH LANE nicht konnte, nämlich die Kletterpartie mit genügend Thrill zu würzen um anderthalb Stunden lang die Spannung zu halten und dabei stimmig zu wirken. Das ist nur bedingt gelungen. Zum einen ist der Film trotz einiger Brutalität eher Thriller als Horror (was keine Schande ist), zum anderen fehlt dem Film dann doch das gewisse Etwas und baut gegen Ende hin ordentlich ab.

Für einen spannenden DVD-Abend ist A LONELY PLACE TO DIE zu empfehlen, wer aber glaubt, nur weil der Film auf dem Fantasy Film Fest lief, etwas zu sehen, dass über die Klassifizierung „Routinierter Thriller“ hinausgeht, hat sich getäuscht.

A Lonely Place To Die (2011), 6.5 out of 10 based on 6 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

5 Kommentare

  1. Thomas
    10 Sep 2011, 8:44 am

    hört sich jetzt nicht so prickelnd an finde ich. aber naja der ersteindruck kann auch täuschen.

  2. Beinhardt
    03 Jan 2012, 1:44 am

    Guter Film. Habe während dem Film selten so gut geschlafen. Wurde nur kurz am Ende des Films sanft geweckt.

  3. horrorfreundin
    16 Jan 2012, 12:27 pm

    najaaaa….war jetzt nicht so der brüller. leider wurde die handlung schon nach der ersten halben stunde aufgelöst, dementsprechend war auch die spannung dahin.

  4. Colemarie
    29 Jan 2012, 6:28 pm

    Ein halbwegs guter Anfang der nicht richtig genutzt wurde…Handlung ist sehr schnell zu durchschauen und Spannung hält sich eigentlich nicht über den Film. Es fällt zeitweise etwas schwer, sich nicht mit anderen Dingen als den Film zu beschäftigen.
    Folglich kein Film den man gesehen haben sollte.

  5. kitkat
    30 Mrz 2012, 10:30 pm

    Blöder Film, unlogisch, brutal und dumm

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