A Horrible Way to Die (2011)

A HORRIBLE WAY TO DIE war einer von mehreren Filmen des diesjährigen Fantasy Filmfests, die sich um Mordgeschichten drehen.
Basiert dabei aber nicht, wie etwa SNOWTOWN oder I AM YOU, auf einer wahren Begebenheit, bzw. wurde nicht von einem tatsächlichen Mord inspiriert.

Der Film lässt zwei Handlungsstränge parallel laufen. Den Weg der hübschen Sarah (Amy Seimetz) zu den anonymen Alkoholikern und den eines Frauenmörders in den Knast. Wirklich kennenlernen tun wir dabei nur die junge Frau. Sarah kämpft sich zurück ins Leben und findet besonders bei dem netten Kevin (Joe Swanberg) aus ihrer Gruppe Halt.
Während dessen bricht der Häftling Garrick Turrell (AJ Bowen) unter äußerster Brutalität aus dem Gefängnis aus. Schnell wird klar das Garrick der Exfreund von Sarah ist und maßgeblich zu ihrer Alkoholsucht beigetragen hat. Während Sarah eine Beziehung mit dem liebevollen Kevin eingeht und Abstand zu ihrer Vergangenheit gewinnt, erfahren wir anhand von Rückblenden mehr über ihre frühere Beziehung mit Garrick. Ihn begleiten wir auf seiner Flucht und bei seinen zahlreichen Morden.

Als dann plötzlich eine Arbeitskollegin von Sarah brutal ermordet wir, ist für sie sofort klar, dass Garrick zurück ist und sie die nächste sein könnte. Zusammen mit Kevin flüchtet sie in das Haus seiner Eltern.

A HORRIBLE WAY TO DIE stammt aus der Feder von Adam Wingard, der für seine psychedelischen Kurzfilme bekannt ist. Dieses mal lässt er sich mehr Zeit, vielleicht ein bisschen zu viel.
Obwohl wir mit der Vergangenheit drei Handlungsstränge haben, wirkt die Geschichte sehr in die Länge gezogen und es fällt einem schwer am Ball zu bleiben.
Alles ist sehr düster, nicht im Sinne von dunkel, dargestellt, was einen guten Rahmen für die schauspielerische Leistung der Protagonisten schafft. Diese sind fort weg gut und Amy Seimetz spielt ihre Rolle sehr realistisch. AJ Bowen sahen wir zuletzt in HATCHET 2.
Hier wurde wieder auf Atmosphäre gesetzt. Die Kamera wackelt, die Bilder werden unscharf und es wird oft von der Zoomfunktion gebrauch gemacht, was erfahrungsgemäß nicht bei jedem gut ankommt.
Der Film beginnt als Drama, endet aber im puren Horror. Wer allerdings auf den Horror wartet, wird auf eine lange Geduldsprobe gestellt und erhält am Ende eher ein kleines Bonbon als eine Sahneschnitte.

A Horrible Way to Die (2011), 6.0 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von May | Reviews (Filme)

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