Retreat

Retreat (2011)

: Jamie Bell, Thandie Newton, Cillian Murphy
: Carl Tibbets
: Carl Tibbets, Janice Hallett
: 90 min
: ab 16
: 08.03.12 (DVD+BD)
: Sony Pictures Home Entertainment
: Großbritannien
Unsere Wertung
6.5
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User Score:
5 votes
8.6

Retreat (2011)

Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob die Nachrichten die euch Tageszeitungen, TV und Internet Tag für Tag vorsetzen wahr sind? Hungersnot in Somalia…kennt ihr jemanden, der das bezeugen kann? Griechenland ist pleite…ist das wahr? Der Grieche um die Ecke fährt doch einen hübschen BMW. Von der Mondlandung wollen wir gar nicht erst anfangen…

Auch Martin und Kate, die ihre Beziehungsprobleme auf einer einsamen Insel beheben wollen, sehen sich plötzlich mit der Frage konfrontiert, ob die Nachricht, die ihnen ein schwerverletzter Fremder überbringt, wahr sein kann. Den Mann finden sie blutüberströmt in der Nähe des Hauses und als er zu sich kommt, behauptet er, dass er vom Militär komme und eine gefährliche Seuche die Welt befallen habe. Nur völlige Isolation im Haus könne Schutz bieten.

Als Zuschauer sind wir so schlau wie Martin und Kate und können uns daher prächtig in die Situation hineinversetzen. Was würden wir tun? Den (bewaffneten) Fremden für verrückt erklären und aus dem Haus werfen oder ihm vertrauen und fortan das Haus mit Brettern und Folie verbarrikadieren?
Zunächst entscheidet sich das Paar für letzteres, aber die Zweifel bleiben.

Der Film legt etwa das Tempo vor, das man von einer kleinen verlassenen Insel erwarten kann. Der Aktionsradius ist beschränkt und da RETREAT ohne nennenswerte Action und Effekte auskommen muss, tut man gut daran vernünftige Schauspieler an die Front zu schicken.
Im Film tauchen nur fünf Akteure auf und zwei davon haben kleine Nebenrollen. Das Hauptaugenmerk liegt also auf Martin, gespielt von Cillian Murphy (28 TAGE SPÄTER, INCEPTION), Kate (Thandie Newton, DIE HERRSCHAFT DER SCHATTEN, 2012) und Eindringling Jack (Jamie Bell, FLAGS OF OUR FATHERS, UNBEUGSAM). Keine schlechte Wahl, denn die drei bilden ein solides Fundament zwischen Paranoia, Angst und Wahrheit.

Da auch die Entwicklung der Handlung den wenigen Möglichkeiten unterliegt, die die Situation vorgibt, ist es umso bemerkenswerter, dass zwar ein paar Längen, aber nie Langeweile entsteht. Dafür sorgt neben einigen spannenden Szenen auch die lange unbeantwortete Frage, wie real die Gefahr denn nun ist. Zudem steht gegen Ende trotzdem eine Überraschung ins Haus steht.

Unterm Strich könnte man RETREAT als Mix von TODESSTILLE und CARRIERS bezeichnen, nicht nur in Bezug auf die Story, sondern weil diese ebenfalls ruhige Vertreter ihres Fachs sind, die auf allzu plakative Elemente verzichten.
Wer es lieber lebhafter mag und starke optische Reize über ein Kammerspiel stellt, sollte aber die Finger weglassen.

Retreat (2011), 8.6 out of 10 based on 5 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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