[Rec]² (Review)
Der erste [Rec]-Film gehörte für mich in die Kategorie „überraschend“ weil ich ihn mehr oder weniger zufällig sah, nichts darüber gehört hatte und somit auch keine Erwartungen hatte. Meine Überraschung war durchweg positiv und ich kann dem Review des Kollegen nur zustimmen, der hier 10 von 10 Sterne vergab.
Angefangen bei der subjektiven Kamera, den Infizierten (man mag sie Zombies nennen, im Laufe des zweiten Films findet sich eine Bezeichnung, die treffender ist, aber das soll hier noch nicht verraten werden), bis hin zum unerwarteten und vor allem klaustrophobischen Ende.Wer all das mochte, bekommt mit [Rec]² mehr und die Quadratzahl ist hier wörtlich zu nehmen, denn die Fortsetzung agiert nicht mir einer einzelnen Kamera sondern einem halben Dutzend und auch fast alle anderen Elemente wurden aufgerüstet. Wo im ersten Teil ein paar Feuerwehrleute und 1-2 Polizisten ausreichten, schickt man diesmal gleich ein ganzes SWAT-Team los. Die wiederum müssen sich mit noch mehr Gegnern herumschlagen. Dadurch ergeben sich neue Handlungsstränge und Sichtweisen.
Chronologisch beginnt [Rec]² unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils und schafft es auch die hektische Stimmung der Protagonisten hinüberzuretten, die in eine unbekannte Umgebung geworfen und einer fremdartigen Bedrohung ausgesetzt werden. Gleichzeitig bringt der Film Licht in einige Ecken, die im ersten Teil nur spärlich beleuchtet wurden.
Der Zuschauer wägt sich im Vorteil, die Szenerie (fast der ganze Film bewegt sich in dem aus Teil 1 bekannten Gebäude) und die Bedrohung zu kennen und wird dennoch eines besseren belehrt. Trotzdem gibt es den einen oder anderen Wiedererkennungseffekt.
Das alles erinnert ein wenig an die ersten beiden „Alien“-Filme. Selbst die Luftschächte, die in „Aliens“ eine Rolle spielen werden kurz in [Rec]² eingebaut. Überhaupt klaut sich der Film einige Einfälle zusammen. Das aber immerhin so clever, dass die Ideen meist gut in das Gesamtbild passen.
Alles gut also?
Nicht ganz…
Zwei Kritikpunkte gibt es doch (Achtung Spoiler):
1) die Rolle der drei Jugendlichen, die aus purer Neugier in das Gebäude eindringen wirkt unnötig, als wolle man damit die Zeit füllen. Tatsächlich werden verschiedene Szenen einfach nochmals aus anderer Perspektive gezeigt.
2) Wer einen Zombie-Film erwartet, wird womöglich wenig von den „Der Exorzist“-Elementen angetan sein. Diese werden zwar schon am Ende von [Rec] angedeutet, bekommen in [Rec]² aber noch weit mehr Platz. Dass [Rec]² zum Ende hin noch mehr ins fantastische abdriftet (so kann man bestimmte Gegenstände/Wesen nur mit Nachtsichtkamera sehen) wirkt jedenfalls fehl am Platze und erinnert an das Gleis 9 3/4 von Harry Potter.
Trotz dieser (kleinen) Schwächen ist [Rec]² ein guter zweiter Teil, der an den Nerven zerrt, wo er nur kann.
Rating: 








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Übrigens: Über das Datum der Veröffentlichung wurde viel spekuliert und ich kann dazu derzeit nur soviel sagen, dass der aktuelle Stand wohl der 20. August 2010 ist, wo [Rec]² dann direkt als DVD erscheinen soll.
Trailer:
![[Rec]² Image of [Rec]²](http://ecx.images-amazon.com/images/I/41F6vDmRHEL._SL160_.jpg)









Juni 17th, 2010 at 22:42
Super, wieder ein klasse Bericht von dir!
Juni 20th, 2010 at 18:42
Danke, das hört man gerne
Juli 15th, 2010 at 18:57
Klasse Review, habe den Film gestern gesehen und muss dir in allen Punkten recht geben, habe ihn zwar nicht in Deutsch gesehen aber Spanisch mit englischem Untertitel -leider-. Kurz gesagt: Klasse Review Mick
August 3rd, 2010 at 18:47
Habe den Film gerade gesehen. Ich weiß nicht warum, aber erinnert mich sehr sehr stark an das Spiel “FEAR”. Genialer Film, der nur in der Subjektive erzählt! Super Ende und einfach ein “Muss!”
August 15th, 2010 at 15:27
Nachdem ich den ersten Teil von Rec gesehen habe, und auch durchaus begeistert war, habe ich mit Freude den zweiten Teil erwartet. Obwohl langsam der POV (Point of View) – Horror sich langsam aber sicher auslutscht (wobei das Highlight mal wieder von G.A. Romereo geliefert wurde), hatte ich hohe Erwartungen an das Sequel.
Der Anfang des Film gestalltet sich sehr Spannend, durch die POV-Sicht, die einen sehr an einen Ego-Shooter erinnert, hat man das Gefühl der permanenten Bedrohung. Jedoch wurde mein erster positiver Eindruck schnell entäuscht, da die Dialoge, die Handlung und das Drehbuch, aber vor allem die maßlos schlechte schauspielerische Leistung, den Erwartungen in keinster Weise gerecht werden, die man an so einem Sequel stellen kann. Leider können auch die sehr gut gemachten Kameraeinstellungen, die die Hektik des Kampfes sehr gut einfangen, dieses dilletantische Leistung der obene genannten Elemente nicht mehr retten.
August 19th, 2010 at 19:47
für einen 2 Teil recht gut. finde es interessant das ein Film ziemlich ordentlich sein kann obwohl er genau wie der erste Teil nur in dem einen selben Haus spielt, wenn das bei Teil 3 auch so ist…..