Random Cuts: Morbid Travels Teil 2: Dublin

In unserem zweiten Reisetipp des Sommers wollen wir euch die irische Hauptstadt Dublin etwas näher vorstellen.

Generell lässt sich über Irland sagen, dass dort die Tür zur „Anderswelt“ stets unverschlossen zu sein scheint. Leprechauns und Feen gehören dazu und Klima, Landschaft und Vegetation könnten oftmals einem klassischen Gruselfilm entliehen sein.
Das gilt auch für Dublin, eine durchaus moderne und junge Stadt, die aber nicht nur die legendäre Guinness-Brauerei, sondern auch einige makabre Attraktionen zu bieten hat.

Da wäre zunächst das noch recht weltliche Kilmainham Gaol, ein 200 Jahre altes Gefängnis, in dem sich bei einer Führung nicht nur ein Stück Geschichte erleben lässt, sondern man selbst einen Fuß in die unbehaglichen Zellen setzen darf, in denen früher unter anderem die legendären Anführer des Osteraufstandes von 1916 untergebracht waren, die man auch in Kilmainham Gaol hinrichtete.

Die St. Michans Church ist als Kirche weniger interessant, als die darunter liegende Gruft. In dem Gewölbe können aufgrund spezieller klimatischer Bedingungen einige mumifizierte Leichen bewundert werden, darunter ein angeblich 650 Jahre alter Kreuzfahrer.

Wem das Ausmaß an Tod und Zerfall dort nicht reicht, kann weiterziehen zum großen Glasnevin Friedhof, wo ausgefallene Grüfte und umgefallene Grabsteine die Optik eines viktorianischen Gruselfilms vermitteln.

Empfohlen werden kann auch die Dublin Ghostbus Tour, eine Mischung aus mobiler Geisterbahn, (nicht immer korrekter) Geschichtsstunde und gelungenem Entertainment. In einem umgebauten Doppeldeckerbus geht es rund 2 Stunden lang mit diversen Zwischenstopps durch die Stadt u.a. zum Haus von Bram Stoker und zum Schauplatz von Geistergeschichten, Grabräubern und Teufelsanbetern.

Sieht man einmal von all dem horrorfreundlichen Sightseeing ab, ist Dublin eine behagliche Stadt, die unbedingt eine Reise wert ist.

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Geschrieben von Mick | Random Cuts

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