Rabies

Rabies – A Big Slasher Massacre

: Danny Keva, Anja Bukstein, Ran Danker, Lior Ashkenazi, Menashe Noy
: Aharon Keshales, Navot Papushado
: Aharon Keshales, Navot Papushado
: 93 Minuten
: 18
: 18. Februar 2013
: KSM
: Israel
Unsere Wertung
5.5
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3 votes
5.0

Rabies – A Big Slasher Massacre

RabiesMit “Rabies – A Big Slasher Massacre” hat Israel seinen ersten Horrorfilm überhaupt auf den Markt gebracht. Und er fängt zumindest schon einmal interessant an: Ein ausgerissenes, sich liebendes Geschwisterpärchen, vier Tennisspieler auf der Durchreise, ein freundlicher Wildhüter, zwei prollige Polizisten und ein psychopathischer Fallensteller, der alle miteinander verbindet – und doch das kleinste Problem darstellt. Es wird nicht lange gefackelt, noch bevor das erste Bild zu sehen ist, wird man bereits mitten in das Geschehen geworfen. Die Schwester sitzt irgendwo in einer dunklen Falle, aus der sie nicht herauskommt. Der Bruder will helfen aber verschwindet nach einem unschönen Geräusch von der Bildfläche, um später genau vor das Auto der Tennisspieler zu laufen. Die Einen gehen daraufhin mit dem Bruder in den Wald, um ihm bei der Befreiung seiner Schwester zu helfen, die Anderen rufen die Polizei, die auch relativ schnell vor Ort erscheint. Währenddessen entdeckt der Wildhüter den Fallensteller, der die aus dem Loch geholte Frau davontragen will, und greift ein.

Das Geschehen verteilt sich also rasch auf mehrere Standorte mit wechselnden Figurenkonstellationen, die nur auf den ersten Blick kompliziert wirken. Da auf tiefgründige Gespräche verzichtet wird, mit denen man die Charaktere kennenlernen könnte, wechselt die Handlung ziemlich rasch von einem Ort zum nächsten, was glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt zu Verwirrung führt. Das Fehlen von Hintergrundinformationen stört ausnahmsweise aber überhaupt nicht, da man vollkommen auf das Geschehen konzentriert ist und noch genug erfährt, um das Handeln der einzelnen Personen nachvollziehen zu können. So sind die Reaktionen und Taten aller zu jeder Zeit nachvollziehbar. Die Kameraführung und der Schnitt sind dabei sehr ansprechend, die Musik ist nur selten bewusst wahrnehmbar, was für sie spricht.

 

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Positiv aufgefallen ist zudem, dass der Film ohne hysterisches Gekreische auskommt. Stattdessen ist er recht still und führt eher beim Zuschauer zum einen oder anderen fiesen Auflachen. Der Titel ist insofern irreführend, dass er den Eindruck eines blutigen Gemetzels erweckt, bei dem ein Irrer messerschwingend unglückliche Zufallsgruppen abschlachtet. Stattdessen sind die Sterbefälle so abwechslungsreich gestaltet, dass niemand auf die gleiche Weise wie ein anderer umkommt. Die Todesursachen reichen nämlich vom klassischen Erschlagen mit einem Stein bis hin zum versehentlichen Aufspießen.

 

Insgesamt hat der Film, der zwischendurch an GZSZ in blutiger Spielfilmlänge erinnert, also durchaus Spaß gemacht und muss sich als Erstlingswerk Israels definitiv nicht verstecken. Wer bereit ist, sich auf einen etwas anderen Horrorstreifen einzulassen, wird hier bestimmt seine helle Freude haben.

Rabies - A Big Slasher Massacre, 5.0 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

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