Playback (1)

Playback (2012)

Darsteller: Christian Slater, Ambyr Childers, Toby Hemingway
Regie: Michael A. Nickles
Drehbuch: Michael A. Nickles
Länge: 98 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 10.08.2012 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: Senator
Land: USA
Unsere Wertung
4.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
2 votes
6.0

Anfang der 90er tötet ein Teenager fast seine gesamte Familie. Nur ein Baby überlebt knapp.
Das Drama hat die kleine Stadt verändert und die Bewohner sprechen nicht gerne darüber. Doch knapp 20 Jahre später stellen ein paar Teenager für ein Highschoolprojekt Nachforschungen an und entfesseln damit erneut eine gefährliche Macht. Diese macht sich moderne Kameratechnik zunutze und springt von einem Körper zum nächsten.

Es gibt eine kleine Szene in PLAYBACK in der drei Personen nach ihrem liebsten Horrorfilm gefragt werden. Die Antworten: THE RING, SCREAM und (nicht ganz ernst gemeint) FREAKY FRIDAY.
Tatsächlich muss Autor und Regisseur Michael A. Nickles diese Filme das ein oder andere Mal gesehen haben, denn jeder von ihnen (ja auch FREAKY FRIDAY) spiegelt sich in unterschiedlicher Weise in PLAYBACK wider.

An SCREAM erinnert vor allem die Wes Craven-typische Kleinstadt-Atmosphäre mit jugendlichen Hauptdarstellern, aber auch Referenzen zum weniger bekannten Craven-Film SHOCKER sind gegeben. Von THE RING kommt das Thema Video/Kamera/Fernsehen und FREAKY FRIDAY trägt seinen Teil durch die Bodyswitch-Thematik bei.

Auf Wes Cravens Spuren zu wandeln muss kein Fehler sein, doch unvorteilhafterweise befinden wir uns hier eher in MY SOUL TO TAKE als NIGHTMARE ON ELM STREET. Und während der FREAKY FRIDAY – Cast Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan dem Film vielleicht geholfen hätte, ist hier der bekannteste Name Christian Slater. Der spielte immerhin einst in DER NAME DER ROSE, TRUE ROMANCE und INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR, hat aber irgendwann den Anschluss verloren und tritt diesmal nur in einer mäßig dargebotenen Nebenrolle als voyeuristischer Cop auf (wird aber trotzdem auf dem Cover gezeigt).

Die größte Schwäche von PLAYBACK ist aber wohl das Drehbuch. Nach einem blutigen und gut umgesetzten Blick in die Vergangenheit, verliert man sich zu häufig in Nebenkriegsschauplätzen, die bestenfalls zur Verwirrung beitragen, während der Haupthandlungsstrang nicht sonderlich originell ist und sich zudem mehr als einmal Längen zeigen.
Dabei wird den Eindruck nicht los, dass PLAYBACK auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen will und bekannte Versatzstücke von Geisterhorror, Slasher, Found Footage und anderen Zutaten in den Kochtopf wirft ohne wirklich zu überlegen, ob das Ergebnis am Ende jemandem schmeckt.

Andererseits muss man aber auch sagen, dass technisch gesehen alles am richtigen Ort ist und wer Horrorfilmen verzeiht, dass die Story dünn ist, solange eine Lage Blut darüber klebt, mag sich vielleicht auch mit PLAYBACK anfreunden. Ein paar Kills sind gelungen, für mehr als einen einmaligen Genuss, kann man den Film aber keinesfalls empfehlen.

Playback (2012), 6.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | 08 Aug 2012 | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Carolin
    08 Aug 2012, 7:38 pm

    Außen hui innen pfui.
    Die Hülle versprach mehr als der Inhalt.
    Ein Film mit sehr knappen Budget gedreht, verwirrend und schlechter Schauspielkunst.
    Die Story hörte sich von Anfang an gut an, erinnerte wie bereits erwähnt an andere Streifen, nur leider wurde das hier schlecht umgesetzt, schade eigentlich, ich hatte mehr erwartet.

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