Osombie

Osombie (2012)

Darsteller: Corey Sevier, Eve Mauro, Jasen Wade
Regie: John Lyde
Drehbuch: Kurt Hale
Länge: ca. 87 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 31.08.2012 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: Splendid
Land: USA
Sonstiges: auch in der "Black Edition" erhältlich (SPIO/JK) und dort 8 min länger
Unsere Wertung
5.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
1 vote
1.0

Darf man sich über den Islam lustig machen? Nicht mehr oder weniger als über andere Weltreligionen.
Darf man sich über Islamisten lustig machen? Aber hallo!
Wie das geht zeigte vor nicht allzu langer Zeit FOUR LIONS, OSOMBIE nimmt sich hingegen gleich die Führungsebene vor und steigt in jener Nacht ein, als Osama bin Laden starb.
Zu den Ereignissen gibt es bekanntermaßen noch einige offene Fragen. Hat sich der Terrorfürst gewehrt? Wurde er unbewaffnet erschossen? Wieso wurde seine Leiche im Meer bestattet?
All das beantwortet OSOMBIE in den ersten Minuten und liefert zudem ein paar Wahrheiten, die man so womöglich nie in den Geschichtsbüchern finden wird.

Da wären nämlich die ganzen Zombies, die -von der Al Qaida als Waffe gezüchtet- bald ganz Afghanistan unsicher machen und zu denen auch Osama gehört. Kein Wunder also, dass das US Militär eine Spezialeinheit entsendet, um ihm abermals den Garaus zu machen.

Die Soldaten sind gut drauf, das ändert sich grundsätzlich auch dann nicht, wenn man wieder einer von einem Untoten angefallen wird, die scheinbar permanent aus dem Nichts auftauchen. Mit genügend Munition ausgestattet, explodieren Zombieschädel im Minutentakt und ab und zu liefert man sich auch noch Scharmützel mit den lebenden Rebellen. Da wird auch schon mal mit nacktem Oberkörper gekämpft und markige Sprüche rausgelassen, bevor ein Schuss aus der Hüfte die Sache regelt. Als Zuschauer fühlt man sich dadurch in die muskelbepackten 80er zurückversetzt; fast rechnet man damit, dass John Rambo durch Bild gerannt kommt und uns erklärt, was blaues Licht tut.

Bei aller Actionlastigkeit schlägt OSOMBIE allerdings auch immer mal wieder ruhige Töne an, nicht nur dann, wenn einer der Kameraden gebissen wurde und die Zeit zum Abschied nehmen gekommen ist. Wirkliche Tiefe erhalten die Charaktere dadurch nicht, es lockert aber die Story etwas auf. Das gilt auch für ein paar Anteile Humor, die erwartungsgemäß nicht fehlen. Riesenlacher sind jedoch rar.

Bedenkt man, dass sich die realen Begebenheiten, auf die angespielt wird, erst vor etwas mehr als einem Jahr zutrugen, wird klar, dass das der Film in kurzer Zeit zusammengebastelt wurde. Da muss man verzeihen, dass Afghanistan an Utah erinnert, die Hälfte des gewünschten Budgets in unkündbaren Anleihen steckte, das Drehbuch direkt nach dem Schreiben umgesetzt wurde, statt es nochmal auf Logik zu prüfen und statt einem Maskenbildner (oft) nur ein PC zur Verfügung stand.
Zugegeben, der ein oder andere Punkt erweist sich doch als Spaßbremse, dafür bietet OSOMBIE mal eine ungewöhnliche Ausgangssituation und wenn man nicht zu genau hinschaut, bekommt man einen kurzweiligen Abend.

Osombie (2012), 1.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | 18 Sep 2012 | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Colemarie
    03 Jul 2013, 6:17 pm

    bei manchen Filmen stellt sich einem schon die Frage, woher die allen Ernstes die Gelder zur Finanzierung bekommen …. dieser gehört irgendwie zu der Kategorie von Filmen…

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