Neue Dauerkarte in die Apokalypse – Metro 2035 geplant

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Tolle Neuigkeiten für Freunde der nicht abreißen wollenden Apokalypsen-Welle: Der russische Autor Dmitry Glukhovsky arbeitet an einem Nachfolger zu seinen Romanen Metro 2033 und 2034. Das kommende Werk spielt gemäß dem Titel im Jahre 2035, also 22 Jahre, nachdem die Raketen unter anderem den Schauplatz Moskau getroffen und vernichtet haben. Bisheriger Erscheinungstermin ist ein Tag im Dezember diesen Jahres.

Der Plot wird sich stark an dem des vor kurzem erschienen Videospiels des ukrainischen Studios 4A Games namens Metro:Last Light orientieren, logischerweise natürlich sämtliche Handlungsstränge um einiges detailreicher schildern und genauso wie in den vorherigen Büchern auch mehr auf die persönlichen Empfindungen und inneren Monologe des Hauptcharakters Artyom eingehen. Die Info habe ich selbst aus dem eben genannten Videospiel, das bei mir im Moment in der PS3 rotiert und in dem unter anderem als Easter-Egg der Text Prepare yourself for the book that will blow up the entire world an eine Wand gemalt wurde – am Ende wird auf die bisher nur reservierte URL http://metro2035.com verwiesen.

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Für all jene, die das Spiel nicht gespielt, keins der Bücher gelesen oder jetzt einfach Interesse entwickelt haben, hier noch kurz die Hintergrundgeschichte zum Metro-Universum: Im Jahre 2013 fielen die nuklearen Bomben und auch die russische Hauptstadt Moskau fiel ihnen zum Opfer. Die Überlebenden begaben sich noch am Tage der Einschläge in die unterirdischen Stationen des städtischen Ubahn-Systems, der Metro. Dort bildeten sich im Laufe der Jahre inmitten von Armut, Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelknappheit unterschiedlichste Lager, die sich verschieden entwickelten. So entstand beispielsweise die mächtige Hanse, ein arbeitsvermittelnder Treffpunkt für zahlungskräftige Kunden und Händler aller Art. Die größten Lager wurden ironischerweise politisch motivierte Gruppen, die marxistischen Roten nach Vorbild der alten kommunistischen Sovietunion und die stark an das Deutsche Reich der Nationalsozialisten angelehnten Faschisten, die ihren Bereich schlichtweg Reich oder Das 4. Reich nannten. Diese beiden Gruppierungen waren es letztendlich auch, die das taten, was die Menschheit bereits vor der Apokalypse x-mal getan hatte – sie führten gegeneinander Krieg. Krieg um Lebensraum, Macht, Ressourcen, (Menschen-)Materialien. Inmitten dieses Szenarios wächst der 20-jährige Protagonist Artyom auf, der bereits vor dem Krieg geboren worden war, jedoch kurz nach dem Ende der Welt seine Mutter durch infizierte Ratten verloren hatte und durch einen Typen namens Sukhoi gerettet und adoptiert wurde. Er ist eine Art zwiegespaltener Anti-Held, der all das Gute und Schlechte, das die Menschheit sich nach ihrem Ende an der Oberfläche bewahrt hat, in sich vereint und letztendlich trotzdem immer irgendwie seine Spezies vor den zahlreichen durch die Strahlung entstandenen Mutanten-Arten schützt.

In Metro 2035/Last Light ist eben jener Artyom nun mittlerweile ein Ranger, lebt nicht mehr in seiner Heimstation, der VDNKh. Er wird erneut in die Wirren des riesigen unterirdischen Transportsystems entsandt, um einen sogenannten Schwarzen zu fangen und ihn zu töten, um die größte Bedrohung für seine eigene Art zu endgültig auszumerzen. Jener Schwarzer, der letzte Überlebende seiner Art des durch die Überlebenden ausgeführten Raketenangriffs, entpuppt sich ziemlich am Anfang als junges, im Kampf unerfahrenes Wesen, das jedoch trotz allem, ob tot oder lebendig, die Zukunft der Menschheit bestimmen wird. Artyom begibt sich nach einem Intermezzo mit den Nazis und den Roten quer durch das gesamte Netz der Metro, um endlich auf die Kreatur zu treffen und seinen Auftrag zu erfüllen. Dass das nicht ohne Komplikationen vonstatten geht, versteht sich von selbst.

Hier noch ein atmosphärisch hochwertiger Live-Action-Trailer für das neueste Game der Serie, welcher jedoch stellvertretend für das gesamte Metro-Universum steht:

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Geschrieben von Autor | News, Video

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