Menschenfresser (1)

Menschenfresser (2009)

: Dean Cain, Lacy Phillips, Stephen Lunsford
: Michael Emanuel
: John K. Anderson, Michael Emanuel
: 90 min
: ab 16
: 05.12.2012 (DVD+BD)
: Schröder Media HandelsgmbH & Co KG
: USA
Unsere Wertung
4.0
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4.3

Menschenfresser (2009)

Menschenfresser (1)Der Wendigo (auch Windigo) ist ein Wesen der amerikanischen Ureinwohner, dass zwar bereits einige Male im Kino oder TV verwertet wurde (SUPERNATURAL, CHARMED, AKTE X), aber trotz einiger schrecklicher Eigenschaften bislang nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhielt wie beispielsweise Vampire oder Zombies.
Mit MENSCHENFRESSER ist es mal wieder soweit und in der Hauptrolle eines Kleinstadtsheriffs erleben wir Ex-Superman Dean Cain.

Der lebt mit seiner Teenagertochter alleine, nachdem die Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwand. Während das Töchterchen allmählich erwachsen wird und sich für den neuen Jungen in der Stadt interessiert, hat Sheriff Bailey noch ganz andere Sorgen. Wilderer treiben sich in den Wäldern herum, schreckliche Alpträume plagen ihn und dann werden auch noch Camper getötet.

Sprechen wir zunächst über die schreckliche, unterirdische, total beknackte deutsche Synchronisation, die man dem Film angetan hat. Kennt ihr die Roboter, die euch am Festnetz eine SMS vorlesen? Etwa gleich monoton hören sich die Leute an, die MENSCHENFRESSER gnadenlos verschandeln. Nicht nur klingen die Stimmen genau wie beim ebenfalls verunstalteten DIE JÄGER, teilweise sehen wir wie die Schauspieler ganze Sätze sagen, hören aber kein Wort.
Da haben Teenager die Stimmen von Barfrauen mittleren Alters, der raubeinige, vernarbte Indianer-Deputy hört sich dafür an wie mein Bankberater.
Da kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen das Geld für ein Synchronisationsstudio komplett gespart haben und die Vertonung nach Feierabend bei ein paar Bier selbst einspielten. Ansonsten sollte man mal über eine Klage nachdenken.
Aber genug des Jammerns, wer des Englischen auch nur ansatzweise mächtig ist, sollte einfach auf die Original-Tonspur umschalten und schon ist das Problem gelöst.

Ansonsten ist und bleibt MENSCHENFRESSER ein Low Budget – Film, der also ohnehin nur beschränkte Möglichkeiten hat, teilweise aber gut nutzt. Die Mimik und Gestik der Schauspieler ist jedenfalls besser als ihre deutschen Stimmen, hier und da flackert etwas Humor auf und anderenorts spritzt das Blut literweise durchs Bild.

Der Wendigo erinnert an eine Mischung aus dem Cryptkeeper und den Dämonen, die Sam Raimi 1981 mit TANZ DER TEUFEL erschuf, ist aber meist nur kurz im Bild, was insofern clever ist, da seine Tischtennisaugen bei genauerem Hinsehen doch nicht überzeugen können. Trotzdem muss man natürlich auch bei den Effekten Abstriche hinnehmen und gerade die Rückverwandlung von Monster zu Mensch ist witzlos und hätte besser Offscreen stattgefunden.

Der schon angesprochenen Teenager-Story mit Party, viel nackter Haut und Stress mit den Eltern kommt in etwa die gleiche Beachtung zu wie der Geschichte um Sheriff Bailey, der uns als ehemaliger FBI-Profiler vorgestellt wird, aber vor allem als strenger Vater, verlassener Ehemann und psychisch angeschlagener Kleinstadtcop auffällt.

Dabei werden verschiedene Hinweise auf die Identität des Wendigo ausgelegt. Dass es eine der uns bekannten Personen sein wird, ist eigentlich immer klar, wer es dann wirklich ist, bleibt aber bis zuletzt offen und ist zwar für sich sauber erklärt, die nun ins Leere laufenden Spuren gehen aber offenbar vergessen.

Fazit: MENSCHENFRESSER muss man nicht zwingend gesehen haben, schon gar nicht mit deutschem Ton, funktioniert aber als durchschnittliches Creature Feature mit Titten, Gore und Rätselraten ganz passabel.

Anmerkung: Die Bewertung bezieht sich auf die deutsche Vertonung. Es ist davon auszugehen, dass im O-Ton noch mehr drin wäre.

Menschenfresser (2009), 4.3 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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