Martyrs

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Ein verregneter Tag, irgendwann 2009. Es war mal wieder Zeit, in die Videothek zu gehen und einen Horrorfilm auszuleihen. Schon zu oft habe ich daneben gegriffen und war danach enttäuscht, was da wieder produziert wurde. Ich schaute durch das Sortiment und mir fiel ein Cover auf, auf dem zwei junge Frauen und der Name des Films zu sehen waren. Das wars! Ich nahm den Film aus dem Regal und las hinten drauf: „Der kontroverseste und meist diskutierte Film auf dem Fantasy Filmfest 2008“. Grund genug MARTYRS eine Chance zu geben. Und nach dem Film war nichts mehr, wie es war….

Am Anfang sehen wir ein kleines Mädchen namens Lucie, die blutverschmiert auf einem alten Industriegelände vor irgendetwas auf der Flucht ist. Sie wird aufgefunden und in ein Heim gebracht. Dort freundet sie sich mit Anna an und von nun an kann die beiden nichts mehr trennen. 15 Jahre später. Eine scheinbar normale Familie sitzt zusammen in der Küche. Es klingelt und vor der Tür steht, mittlerweile erwachsen, Lucie. Mitgebracht hat sie ein Gewehr. Schnell wird klar, dass die Mutter der Familie irgendetwas mit den dramatischen Ereignissen in Lucies Kindheit zu tun hat. Doch das war erst der Anfang.

MARTYRS wirkt tagelang nach und bietet reichlich Diskussionsstoff. Der Film ist sicher nichts für schwache Gemüter und auch kein spaßiger Horror für zwischendurch. Aber genau das hebt ihn von anderen Filmen ab und trägt sicher zu dem Erfolg der französischen Genrefilme bei.

Martyrs, 8.8 out of 10 based on 17 ratings

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4 Kommentare

  1. Lange hatte ich keinen Film mehr gesehen, der diese besondere Grenze überschreitet, im Grunde keine Unterhaltung mehr zu sein. Martyrs ist so ein Film, und das zeichnet ihn für mich ganz besonders aus.

  2. Oh man… ich liebe diesen Film. Das war für mich ein echtes Higlight. Ich war so froh endlich mal wieder vor einem Film sitzen zu können, wo ich mich, positiv schockiert, immer wieder gefragt hab:,,Ist der denn immer noch nicht zu Ende?“ Ab der Mitte der zweiten Hälfte hätte man für mich den Film schon beenden können, da das Drama zu dem Zeitpunkt durchhaus schon mehr als gefesselt hat 😉 …Doch das Ende …Danke Frankreich!

  3. Mich hat der Film keineswegs positiv schockiert….. Ja, das Ende ??? Hat sie dieser mademoiselle nun erzählt, wie fantastisch das Jenseits ist , so dass diese sich dann das Hirn weggeballert hat oder genau das Gegenteil…das es eh keinen Sinn hat auf das Ende zu warten, weil es sowieso Scheiße ist. Natürlich, der Film schockt, weil es nicht die klassische Reihenfolge von Handlungen ist, die man erwartet, auch die Brutalität ist heftig, aber irgendwie habe ich mir ein besseres Ende gewünscht.

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