Madison County

Madison County (2011)

: Colley Bailey, Ace Marrero, Matt Mercer, Joanna Sotomura, Natalie Scheetz, Nick Principe, Kati Stegeman
: Eric England
: Eric England
: 81 min
: ab 18
: 01.02.2013 (DVD/Blu-Ray)
: Mad Dimension
: USA
Unsere Wertung
6.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
7 votes
4.0

Madison County (2011)

Madison CountyEine Gruppe junger Leute fahren zusammen in den Wald und plötzlich taucht ein irrer Killer auf. Dieses Szenario ist allzu beliebt und der sogenannte Backwoodhorror wird wohl nie aus der Mode kommen, da diese Geschichte einfach eine gute Vorlage für einen Horrorfilm bietet. So bringt der Indiefilm MADISON COUNTY von Regisseur Eric England auch nicht allzu viel Neues auf den Bildschirm, ist aber durchaus als eine Hommage an die älteren Slasherfilme, die versuchen mit der richtigen Location Atmosphäre zu schaffen, zu verstehen. Und darum ging es auch dem Regisseur.

Brooke (Joanna Sotomura) und ihr Freund Will (Matt Mercer) machen sich mit ein paar Freunden auf in das Nest Madison County. Sie wollen den Autor eines Enthüllungsbuches interviewen, das von den schrecklichen Morden, die einst in Madison County stattfanden, handelt. Im Örtchen angekommen, ist von dem Autor keine Spur und die Einwohner streiten die Begebenheiten, die einst stattgefunden haben sollen, ab. Doch was ist dran an der Story rund um Damien Ewell? Viel mehr als die Dorfbewohner zugeben, wie sich bald herausstellen soll.

In der ersten Hälfte des Films werden die Figuren näher vorgestellt und wir erfahren, dass es zwischen Brookes Bruder Kyle und ihrem Freund Will gewisse Spannungen gibt. Kyle ist der typische große Bruder, der wohl nie einen Verehrer seiner Schwester mögen wird und das lässt er Will auch deutlich spüren. Doch hinter jeder harten Schale steckt ein weicher Kern und so sieht man im Laufe des Films, das Kyle, übrigens gut gespielt von Ace Marrero, kein schlechter Kerl ist. Man merkt, dass es dem Regisseur wichtig war, dem Zuschauer die unterschiedlichen Charaktere näher zu bringen.

Madison County

Während der Fahrt nach Madison County fängt die Kamera idyllische Bilder ein und man könnte fast meinen, man schaut einen Film über ein paar Freunde und ihre zwischenmenschlichen Probleme. Doch in der Stadt angekommen, wird schnell klar, dass diese alles andere, als ein gemütliches Plätzchen zum Verweilen ist. Madison County ist eine dieser Kleinstädte, an der man nur kurz tankt und weiterfährt. Die Rednecks im örtlichen Diner/Tankstelle halten offensichtlich nichts von Fremden. Doch selbst Androhungen hält die Gruppe nicht davon ab, ihre suche nach dem Autor David Randall abzubrechen und so geraten sie immer tiefer in die Wälder von Madison County.
Irgendwann findet man tatsächlich eine Spur, aber warum muss dann einer aus der Gruppe das einzige Auto mitnehmen und die anderen im Wald zurücklassen? Einer von mehreren Logiklöchern im Laufe der Spielzeit. Und auch Überraschungen gibt es so gut wie keine, denn es wird dem Leitfaden, den man schon in vielen Filmen vorher gesehen hat, strickt gefolgt.

Madison County

Die Geschichte wird gut aufgebaut, kommt aber leider etwas langsam ins Rollen. Die Schauspieler, im Großen und Ganzen alle Newcomer, machen ihre Sache recht gut. Auch die Kameraführung und das Bild können sich sehen lassen. Damien, gespielt von Nick Principe (LAID TO REST), ist natürlich groß, schnell und will einfach nicht sterben. Die Schweinsmaske passt gut in das Setting, sieht aber bei näherem Hinsehen nicht sehr beängstigend aus. Die Effekte, von denen es ein paar wohl platzierte gibt, sind gut gemacht, aber eine Blutorgie sollte niemand erwarten, denn man setzt auf Atmosphäre und nicht auf Gemetzel. Und das ist gelungen, denn die Spannung kann fast permanent die ganze Filmlänge gehalten werden. Das Ende ist leider etwas enttäuschend, da es sehr schnell und abrupt kommt. Der Film hat viel Potenzial, das aber leider nicht vollends genutzt wurde und so entstand ein chilliger Backwoodhorror ohne literweise Blut, dafür aber mit viel Atmosphäre.

Fazit: Einer der besseren Kandidaten aus den unzähligen weiten des Indiehorrors. Eric England ist übrigens neben Miko Hughes (FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE) einer der Regisseure der kommenden Horror-Anthologie CHILLING VISIONS-5 SENSES OF FEAR.

Madison County (2011), 4.0 out of 10 based on 7 ratings

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Geschrieben von Cat | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. JasonBlood
    28 Jan 2013, 8:53 pm

    Also mein kleines Fazit.

    Netter Film, aber nichts herrausragendes.
    Ich hoffe man verklagt die Firma die die deutsche Synchro gemacht hat denn die ist das absolut letzte und zerstört einiges am Filmspaß.

  2. alex
    19 Feb 2013, 10:18 pm

    Der Film.is so mies heiles Cover die Story is passabel aber die Umsetzung is ma mies vorallem das Ende mega für die Tonne ….in solchen filmen ist es ja normal das man die möglichkeit bekommt den Killer selbst zu killen aber sooo oft und sooooo einfach wurde es nie gemacht und doch kriegt es keiner hin echt schlecht

  3. Tschinderassa
    22 Mai 2013, 8:08 pm

    Ich hatte ihn vor einiger Zeit gesehen und mußte jetzt aber erstmal das Review lesen um mich zu erinnern.

    Das war mein Review 😉

    Punkte bzw. Sternchen geb ich hier keine, das wäre ungerecht weil auch nach dem lesen irgendwie der Film für mich zu weit weg ist. Und das sagt schon einiges aus, denk ich mal.

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