Kein Weg Zurück (2)

Kein Weg Zurück (2009)

: Richard Anderson Cavin, Grey Schneider, Shane Dean
: Roze
: Roze
: 97 min
: ab 16
: 08.03.2012 (DVD+BD Verleih), 05.04.2012 (DVD+BD Verkauf)
: Sunfilm/Tiberius
: USA
Unsere Wertung
2.5
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5 votes
4.0

Kein Weg Zurück (2009)

Wenn eine Gruppe von Leuten im Horrorfilm in die Wildnis aufbricht, bedeutet das in der Regel, dass nicht alle von ihnen zurückkehren. Grund dafür ist normalerweise eine überraschende Begegnung mit unfreundlichen Einheimischen oder anderen bösartigen Organismen.

Dass für die Kumpels John, Paul und Julian Survival auf der Tagesordnung steht, ist den dreien klar. Mit kaum mehr als der Kleidung am Leib, einem Schluck Wasser und einem Beutelchen Mescalin in der Tasche begeben sie sich auf eine mehrwöchige Wandertour durch den Kaibab National Park in Arizona. Während Härtner Julian noch am Auto mit dem unerfahrenen Paul aneinandergerät, kommt John die Rolle des Vermittlers zu. Als dieser Tage später beim Bau einer Tierfalle einen Unfall hat, versuchen die beiden anderen ihn in die Zivilisation zurückzubringen, doch dann eskaliert die Situation zwischen den Männern.

Man mag KEIN WEG ZURÜCK zugutehalten, dass es “nur” ein Indie-Film ist, dass er ohne schnöselige Collegekids und mutierte Rednecks auskommt und sich auch dadurch von anderen Filmen abhebt, dass die Gefahr aus der eigenen Gruppe kommt, nur leider ist der Streifen deswegen noch immer genauso langweilig.

Freunde von Bear Grylls oder Rüdiger Nehberg werden in der ersten Filmhälfte ihren Spaß haben. Wir lernen (zusammen mit Rookie Paul), wie man am Stand der Sonne die Himmelsrichtung bestimmt, Wasser gewinnt und einige andere nützliche Dinge, die man in dem menschenverlassenen Nationalpark gebrauchen kann und einige Landschaftsaufnahmen machen vielleicht auch Lust auf einen ähnlichen Trip, dafür muss man aber nicht unbedingt den drei Typen auf dem Bildschirm zusehen.

Regie-Debutant Roze (der heißt wirklich nur so) versucht zwar Charaktere zu etablieren und auch wenn die Rollen von Anfang an klar verteilt werden, fragt man sich zunächst, ob die Versuche der Männer sich zusammenzuraufen noch irgendwann fruchten, bevor man als Beobachter erkennt, dass eine Endlosschleife abgespielt wird, die irgendwann nicht mehr glaubwürdig funktioniert und dem Zuschauer das Gefühl vermittelt die Tage in der Wildnis in Echtzeit zu erleben.

Dass KEIN WEG ZURÜCK eher Psycho-Thriller als Horrorfilm ist, soll keine Kritik sondern nur Hinweis sein, umso wichtiger wäre es aber gewesen den nötigen „thrill“ auch zu berücksichtigen, wenn schon an der Effekte-Front wenig passiert. Auch die kurzen Einschübe unter Mescalin-Einfluß reichen nicht aus, um genügend Abwechslung zu erzeugen und den muskelbepackten Typen mit riesigem Messer, der auf dem Cover posiert, bekommen wir nie zu sehen.

Fazit: Lasst mal den Fernseher aus und macht einen Waldspaziergang…ihr verpasst nichts!

Kein Weg Zurück (2009), 4.0 out of 10 based on 5 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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