Inside The Darkness (2)

Inside the Darkness (2011)

: Aimee Teegarden, Dennis Quaid, Tony Oller
: Martin Guigui
: Bruce Wilkinson
: ca. 92 min
: 16
: 19.04.2012 (DVD+BD Verleih) 10.05.2012 (DVD+BD Verkauf)
: Eurovideo
: USA
Unsere Wertung
3.5
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4.8

Inside the Darkness (2011)

Dennis Quaid ist der Mann für alle Fälle: egal ob es darum geht seinen Sohn aus der nächsten Eiszeit zu retten (THE DAY AFTER TOMORROW), im selbstgebauten Flugzeug aus der Wüste zu entkommen (DER FLUG DES PHOENIX) oder einen Burger zu braten (LEGION). Gleichzeitig ist der Mann eine Wundertüte, von der man nie so recht weiß, was man bekommt. Neben belanglosen Popcorn-Kino der Marke G.I. JOE, wirkte Quaid in seiner 35-jährigen Karriere auch an hochklassigen Streifen wie AN JEDEN VERDAMMTEN SONNTAG, SUSPECT oder dem unterbewerteteten DREAMSCAPE mit.

In INSIDE THE DARKNESS spielt er nun den Leichenbestatter Ely, der selbst sein bester Kunde ist, bzw. dafür sorgt, dass die Auftragsbücher voll sind.
Als einige Jugendliche auf der Suche nach einer guten Gruselgeschichte in sein Haus eindringen, geraten die Dinge außer Kontrolle und ein Toter bleibt zurück. Doch die Freunde haben im Haus etwas Unglaubliches gesehen, das nicht für ihre Augen bestimmt war und sind von nun an darauf aus, Ely seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Die Geschichte von 4 Jugendlichen, die anderen in die Fenster schauen und beweisen wollen, dass ein angesehener Bürger der Stadt schreckliche Verbrechen verübt, wäre sicher nicht neu und würde womöglich an den unterhaltsamen DISTURBIA oder -entfernter- den Klassiker DAS FENSTER ZUM HOF erinnern.
Schlimmer ist aber, dass man hier scheinbar aus bekannten Mitteln etwas ganz neues kreieren will, dabei aber alle Fäden verliert und am Ende aus einer simplen Story ein Kuddelmuddel aus Geistern, Psychopathen und Eifersuchtsmorden erhält.

Schuld daran trägt primär Bruce Wilkinson der als Produzent den falschen Drehbuchautor bestimmt hat…nämlich sich selbst. Bis der Zuschauer weiß in welche Richtung die Ereignisse sich entwickeln, ist die Hälfte des Films um und bis dahin reißt Debütant Wilkinson das Steuer mehrmals wild herum ohne voranzukommen. Die ausgelegte Fährte über die verstorbene Schwester der Hauptfigur verliert sich gar völlig.
Spannung baut sich nur selten auf, da der Zuschauer allzu oft bereits in das Kommende eingeweiht ist, bevor die Helden dort angelangen.
Dazu passen inhaltsleere Dialoge. Hätten sich die Protagonisten übers Wetter unterhalten, wüsste man wenigstens ob morgen die Sonne scheint, stattdessen hören wir oft minutenlanges Blabla der Marke: „Ich kann den Typen, der meinen Kumpel gerade ermordet hat, nicht gut leiden.“ „Ich auch nicht.“

Zwar ist auch Regisseur Martin Guigui bislang eher durch unterdurchschnittliche Komödien aufgefallen, hier kann man ihm aber nur zum Vorwurf machen, dass er sich nicht gegen das zerfahrene Skript wehrte und zumindest Äußerlich wirkt INSIDE THE DARKNESS wie eine professionelle Produktion.
An der schauspielerischen Front steht wie erwähnt Quaid, dem man den biederen Bestatter abnimmt, aber nicht sein Doppelleben als nekrophiler Killer. Des Weiteren tritt Aimee Teegarden auf, die man aus SCREAM 4 kennt. Miss Teegarden kann den Karren zwar auch nicht aus dem Dreck ziehen, da die Kleinstadtgeschichte, aber an die weißen Gartenzäune erinnert, die Wes Craven in seinen Filmen oft zeigt, ist ihre Besetzung zumindest sinnig.

Fazit: Muss man nicht gesehen haben.

PS: Zu guter Letzt traut man den deutschen Thriller – Fans offenbar nur eingeschränkte Englischkenntnisse zu, daher wurde der Originaltitel BENEATH THE DARKNESS auf INSIDE THE DARKNESS vereinfacht…na wenn’s hilft.

Inside the Darkness (2011), 4.8 out of 10 based on 5 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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