Incite Mill (2)

Incite Mill (2010)

: Kin'ya Kitaôji, Nagisa Katahira, Shinji Takeda
: Hideo Nakata
: Satoshi Suzuki,
: ca. 102 min
: ab 16
: 05.04.2012 (DVD+BD Verkauf)
: Sunfilm/Tiberius
: Japan
Unsere Wertung
6.5
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2 votes
6.0

Incite Mill (2010)

Auf eine Zeitungsannonce hin werden zehn Menschen ausgewählt, die an einem gutbezahlten Experiment teilnehmen wollen.
Was sie nicht wissen: Ihr Zuhause für die nächsten sieben Tage ist ein unterirdischer Bunker, immerhin luxuriös ausgestattet, aber auch von einem bewaffneten Roboter bewacht, der sich um die Einhaltung der Spielregeln kümmert.

Diese Spielregeln sehen auch vor, dass das Experiment vorbei ist, sobald nur noch zwei Leute am Leben sind und im Todesfall die Gruppe nach dem Täter suchen muss, wobei Mörder, Opfer (!) und Ermittler mit zusätzlichem Geld belohnt werden. Eine ungewöhnliche Ausgangslage, die sich dadurch zuspitzt, dass jeder Proband eine Waffe in seinem Zimmer vorfindet und der erste Tote nicht lange auf sich warten lässt.

OK, die Geschichte wirkt reichlich konstruiert, erinnert dabei aber an brutale Kammerspiele wie SAW, CUBE oder BATTLE ROYALE und punktet durch etliche Entwicklungen und Wendungen.

Stilistisch bewegt man sich zwischen gesellschaftskritischer Sci-Fi, Psychothriller und Detektivfilm. Der Krimi-Anteil geht dabei so weit, dass man sich in einer Live-Version vom bekannten Brettspiel Cluedo wiederzufinden glaubt, denn die zehn Personen sind nicht nur von unterschiedlicher sozialer Herkunft und kommen mit unterschiedlichen Motiven und Problemen, sondern werden auch mit verschiedenen Waffen ausgestattet. Armbrust, Pistole, Zyankali-Kapsel, Schürhaken…für Abwechslung ist gesorgt.

Optisch sieht der Bunker etwa so aus, wie man sich in der Vergangenheit die Zukunft vorstellte, wodurch alles altbacken anmutet, womöglich in Fernost in Fernost aber gerade total angesagt ist. Ansonsten ist die Geschichte nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip passabel erzählt. Dafür sorgt nicht zuletzt Regisseur Hideo Nakata, der für RINGU 1&2, RING 2 oder DARK WATER verantwortlich war und somit weiß, wie man Spannung aufbaut. Auch wenn Nakata zwischenzeitlich mehrere Filme im Ausland drehte, ist INCITE MILL ein rein japanisches Produkt. So finden sich unter den Schauspieler auch Gesichter, die man schon aus ICHI THE KILLER, DEATH NOTE oder eben BATTLE ROYALE kennt.

Auf einzelne Charaktere geht die Handlung letztlich aber nur oberflächlich ein. Die Figuren wirken schablonenhaft gezeichnet; nicht die Personen, sondern das Rätselraten steht im Vordergrund.

Fazit: Wenn man hier und da mal ein paar Logiklöcher übersehen kann ist INCITE MILL, eine blutigere und absurde Alternative zum Sonntagabend-TATORT.

Incite Mill (2010), 6.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Port Ellen
    03 Mai 2012, 4:10 pm

    Fazit – Ein Film der mit einem durchwegs anspruchsvollen und ästhetischen Setdesign punktet. Visuell anmutig eingefangen, wirft der japanische Aghata Christie Versuch von 10 kleine Indianern, inhaltlich doch einiges an Logiklöchern auf. Das Whodunit wird dadurch zu einer uninterssanten Nebensache. Etwas das man sich ganz gut nebenbei angucken kann. Ohne Ansprüche kann der glattpolierte Film durchwegs für einen Quickie taugen. Aber ob der Japaner beim zweiten konsumieren nochmals funktioniert, bezweifle ich jedoch stark!
    5/10

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