In the cut (3)

In The Cut (2003)

: Meg Ryan, Mark Ruffalo, Jennifer Jason Leigh
: Jane Campion
: Jane Campion
: 118 min
: ab 16
: 2005 (DVD), 25.01.2013 (Blu Ray)
: Universum Film GmbH
: Australien, USA, Großbritannien
Unsere Wertung
4.0
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In The Cut (2003)

In the cut (3)Als eine verstümmelte Leiche vor dem Apartment von Frannie gefunden wird, wird die Autorin und Lehrerin routinemäßig von Machocop Malloy befragt. Schnell beginnt sie eine Affäre mit ihm, als der Mörder erneut zuschlägt, mehren sich aber die Inidzien, dass Frannie mehr weiß als sie selbst glaubt und Malloy tiefer in der Sache drin steckt als er sagt. Und schon bald schlägt der Mörder wieder zu.

Meg Ryan, Mark Ruffalo, Jennifer Jason Leigh und (ohne Credits) Kevin Bacon als Schauspieler, Jane Campion (DAS PIANO) als Regisseurin und Autorin und Nicole Kidman als Produzentin. Das klingt vielversprechend.
Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass der Film sein Hauptaugenmerk auf die Figur der Frannie und ihre erotischen Eskapaden legt. Wenn man so möchte, haben wir es hier mit einer Abwandlung des BASIC INSTINCT – Themas zu tun, bei dem wir aber diesmal als Beobachter bei der Autorin sind und nicht wissen, was wir vom Polizisten halten sollen, während allerlei nackte Körperteile über den Bildschirm huschen.

Dass Romanvorlage (Susanna Moore), Drehbuch, Regie, die Funktion des Produzenten und Hauptrolle fest in weiblicher Hand sind, ist IN THE CUT anzumerken. Ein Bus voller Männer hätte wohl ein anderes Endprodukt abgeliefert und die Verbrechen stärker betont.
Dafür wartet man mit einer stilsicheren Kameraarbeit auf, die immer wieder gelungene Bilder der Straßen New Yorks einfängt, aber auch die teilweise durchaus deutlichen Sexszenen gut umsetzt.
Die Morde dienen hingegen oft nur als roter Faden, der den Figuren eine Verbindung gibt, passieren ansonsten aber Off-Screen. Zu sehen bekommen wir nur die Tatorte, die sind dafür aber zumindest blutig. Die Antwort auf die Frage, wer der Mörder sein mag, ist zwar nicht vorhersehbar, überraschend kommt sie aber auch nicht.

In the cut (2)

Meg Ryan, die jahrzehntelang fast ausschließlich für die Rolle der „Süßen“ in romantischen Komödien besetzt wurde, wird hier als Mittvierzigerin nochmal von der Leine gelassen und spielt nicht nur mit respektablen Körpereinsatz sondern auch gegen ihr Image. Da fragt man sich allerdings, ob die Indifferenz ihrer Figur gewünscht ist oder auch damit zusammenhängt, dass sie als „Süße“ tatsächlich besser aufgehoben ist, denn als Femme fatale.

In the cut (1)

Ähnlich indifferent ist dann auch der ganze Film. Verschiedene Punkte, wie Frannies Obsession von bestimmten Wörtern, werden angerissen, aber nicht weiter verfolgt und während Thrillerfreunde von allzu viel zwischenmenschlichem Hin-und-Her enttäuscht sein dürften, sind Fans prickelnder Erotik von den blutigen Momenten abgestoßen.

Womöglich hat der Autor dieser Zeilen etwas übersehen, dass den Augen des weiblichen Publikums nicht entgangen wäre, ganz wertfrei lässt sich aber sagen, dass IN THE CUT weder als Horrorfilm noch als Thriller überzeugt.

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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