Hellraiser Revelations (1)

Hellraiser: Revelations (2011)

: Nick Eversman, Jay Gillespie, Tracey Fairaway
: Victor Gracia
: Victor Gracia
: 76 min
: ab 18
: 06.09.12 (DVD-BD Verleih); 04.10.12 (DVD+BD Verkauf)
: Sunfilm / Tiberius
: USA
Unsere Wertung
1.5
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1.5

Hellraiser: Revelations (2011)

Wir sind etwas spät dran mit diesem Review und müssen uns entschuldigen, falls ihr HELLRAISER:REVELATIONS mittlerweile euer Eigen nennt, weil wir euch nicht gewarnt haben.
Falls es noch nicht zu spät ist: lasst die Finger von diesem Film. Dreht lieber an einem seltsam anmutenden Würfel oder lasst euch die Haut abziehen, statt Geld für diesen Streifen auszugeben, über den HELLRAISER-Schöpfer Clive Barker folgendes sagte:
„Hello, my friends. I want to put on record that the flick out there using the word Hellraiser IS NO FUCKIN’ CHILD OF MINE! I have NOTHING to do with the fuckin’ thing. If they claim it’s from the mind of Clive Barker, it’s a lie. It’s not even from my butt-hole.“
Auf deutsch: er hat nichts damit zu tun, so eine Grütze käme ihm nicht mal aus dem Arsch gekrochen.

Doch worum geht es eigentlich?
Die Freunde Nico und Steven sind bei einem Trip nach Mexiko verschwunden. Zuhause sitzen nun ihre Familien und Nicos Freundin / Stevens Schwester Emma und versuchen anhand einiger Videoaufnahmen und eines alten Spielwürfels herauszufinden, was passiert ist…und siehe da, plötzlich ist Steven zurück.

Viele Neuheiten bietet der Film natürlich nicht. Wir reden über Teil 9 (!), wo sollen da noch gute Ideen herkommen? Der Würfel, die Cenobiten, Menschen mit Dreck am Stecken, Ketten, nicht erlaubte Liebschaften, Haut abziehen, Doug Bradley….HALT, nicht mal Doug Bradley, der in den vorigen acht Teilen die Kultfigur Pinhead verkörperte, konnte sich für HELLRAISER:REVELATIONS gewinnen lassen.
Ich persönlich konnte die Aufregung um Bradleys Person im Vorfeld des Films nicht recht verstehen. Einen geschminkten Glatzkopf mit Nägeln im Schädel könnte doch auch ein anderer spielen?
Richtig?
Falsch! Zumindest nicht Stephan Smith Collins, der es hier probiert und kläglich scheitert, da sein netter Plauderton und beiläufige Mimik nichts mehr von der Erhabenheit Pinheads spüren lassen.
Da hilft es auch nichts, dass man einigen Figuren den Nachnamen „Bradley“ verpasst hat.

Frisch und hip soll wohl der Einsatz von gelegentlichen Found Footage – Elementen erscheinen und während sie das Desaster nicht verschlimmern, verbessern sie es auch nicht.

Das Verhalten der Charaktere ist so unglaubwürdig, wie man es erwarten darf. Man trennt sich, rennt blindlings aus dem Haus und hat offenbar auch noch mit klaffender Bauchwunde Spaß daran langatmige Debatten zu führen.
Da wir gerade über Bauchwunden sprechen: da einige HELLRAISER-Teile eine FSK16-Freigabe erhielten, während andere noch immer auf dem Index stehen, findet man hier gewissermaßen den Mittelweg (FSK ab 18), was sich in einigen brutalen Szenen äußert, die dem Zuschauer aber reichlich bekannt vorkommen.

Offenbar musste die gesamte Produktion des Films in nur drei Wochen über die Bühne gebracht werden, weswegen man der Crew um Regisseur Victor Silva (MIRRORS 2) fast schon wieder aufmunternd auf die Schulter klopfen möchte. Hätte die Mannschaft in der Zeit einfach Urlaub gemacht, statt ein liebloses Filmchen runterzudrehen, hätten aber alle mehr davon gehabt.

Fazit: Selbst wenn man mit Clive Barkers komplexen Welten nicht viel anfangen kann, muss man doch neidlos die Qualität des Originals anerkennen. Über die Fortsetzungen kann man trefflich streiten, doch HELLRAISER:REVELATIONS unterbietet alles.

Hellraiser: Revelations (2011), 1.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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