Hard Ride To Hell (2)

Hard Ride To Hell (2010)

Darsteller: Miguel Ferrer, Laura Mennell, Brendan Penny, Brandon Jay McLaren
Regie: Penelope Buitenhuis
Drehbuch: Matthew Chernov, David Rosiak
Länge: 90 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 31.08.2012 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: I-On New Media / Splendid
Land: USA
Unsere Wertung
4.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
4 votes
3.0

Das Cover zeigt eine schreiende Frau, die von Dämonenhänden in ein Höllenfeuer gezogen wird. Die Rede könnte von DRAG ME TO HELL sein, wir sprechen aber über den auch ähnlich klingenden HARD RIDE TO HELL. Inhaltlich haben die beiden Werke wenig gemein, es finden sich aber einige andere Vorbilder, an denen sich HARD RIDE… orientiert.

Da wäre zum Beispiel der relativ unbekannte VIER IM RASENDEN SARG (1976) in dem ein paar Freunde auf Campingausflug unfreiwillig Zeuge einer schwarzen Messe samt Menschenopfer werden und in der Folge selbst um ihr Leben fürchten müssen.
Genau das passiert auch in HARD RIDE TO HELL, von einem (inoffiziellen) Remake zu sprechen wäre allerdings überzogen. Nicht nur, weil wir hier einen Urlauber mehr im Wohnmobil sitzen haben, sondern auch übernatürliche Elemente enthalten sind und die wachsende Paranoia des älteren Films durch blutige Effekte ersetzt werden.


Wer genauer hinschaut wird auch andere Referenzen entdecken, man muss den Machern aber zugutehalten, dass diese meist aus Filmen stammen, die über so viel Alter oder so wenig Bekanntheitsgrad verfügen, dass es eigentlich lobenswert ist, die Originale auf diese Weise zu ehren.
Wo es hingegen gerne mal hakt, ist die Umsetzung. Das stuntlastige Material wirkt teilweise gut choreographiert, sieht teilweise aber auch schwer nach Laien-Show aus. Das gilt auch für die Effekte, wo man aber zumindest an der Gorefront keine Gefangenen macht und die Protagonisten allerlei Brutalitäten ausgesetzt sind, Körperteile verlieren, vergewaltigt oder gegessen werden.

Schauspielerisch dürfen freilich keine Wunder erwartet werden, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass auf der Seite der Guten ein paar Mimen zu sehen sind, die man aus erfolgreichen Filmen kennt, nämlich Sebastian Gacki (FROZEN), Katherine Isabelle (GINGER SNAPS) und Brandon Jay McLaren (TUCKER & DALE VS. EVIL). Anführer der Gegenseite -einer unsterblichen Rockerbande- ist Miguel Ferrer (u.a. DEEP STAR SIX, THE STAND) der in über 100 Filmeinsätzen oft den Schurken gab.


Die Aufgabe der Protagonisten lässt sich in Leiden, Schreien und Heulen zusammenfassen, während die dämonischen Biker Spaß am Schlachten haben und immer wieder mit „Yeeha“ und „Woohoo“ auf ihren Maschinen durch die Nacht brettern.
Da kommt Abwechslung in Form eines Vertreters für Messer, der sich auf die Seite der Opfer schlägt, gerade recht. Der ist nämlich auch Ex-Soldat, weiß seine eigenen Produkte zu nutzen und tut einer sich rasch abnutzenden Handlung gut.

Ein Prachtstück des Horrors ist HARD RIDE TO HELL deswegen noch lange nicht, in der Riege der kurzweiligen, blutigen Straight-to-video-Filme gibt es aber deutlich schlechtere Streifen.

 

Hard Ride To Hell (2010), 3.0 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Mick | 24 Sep 2012 | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Kaputtnik
    21 Okt 2012, 12:44 am

    Zitat Artikel-Autor:” ….in der Riege der kurzweiligen, blutigen Straight-to-video-Filme gibt es aber deutlich schlechtere Streifen.”
    Nach unten ist, man ist stets aufs Neue überrascht keine Grenze.

    Das muß aber schon ganz ganz ganz schlecht sein (und/oder von Assylum sein) um diesen “Film” zu toppen.

    Die Story: Teufels Kind soll geboren werden.
    Ein Horde Idioten mit Motorrädern, die sich alle Mühe gibt durch geistloses Gelache nach Stiernacken-Art böse und degenenriert zu erscheinen, trifft auf die üblichen Teenager die mit dem Van durch die Gegend fahren. Ansonsten zeichnen sich die Rocker durch Trotteligkeit, Trieghaftigkeit (an Damen-Slips riechend), Schmerzfreiheit und weitestgehend Unsterblchkeit aus. Wie soll es auch anders sein: Würden sie sterben müßze man mehr Darsteller haben. Ein Ausweg aus dieser Misere: Man läßt sie einfach immer wieder aufstehen.
    Der Chef der Motorrad-Gang-Bösewichter hat ein übelst zugekleistertes Auge, das soll erwegen aussehen, wirkt eher lächerlich.

    Der Anfang des Films, die ersten 3 Minuten SCHEINEN fast – FAST – einen soliden Film einzuleiten, die spielen zur Westernzeit, bis sich die Bösen (eben die spätere Rockergang) umdrehen und man auf den westernüblichen Wettermänteln einen gebogenen Schriftzug bemerkt. Das ist sowas von lachhaft….man ist nur noch sprachlos. Ab dann gehts in dieser manier weiter.

    Man erwartet nun keine wirkliche Logik von so einem Film, aber Stimmigkeit irgendwo. Dem Film fehlt beides. Besser gesagt alles!

    Ich weiß das in diesem Genre vieles verziehen wird und oft kaum Erwartungen herrschen – außer es fließt ordentlich Blut. Solchen Leuten ist der Film evtl.noch zu empfehlen, ansonsten: Finger weg, völlige Anspruchslosigkeit. Vertane Zeit!

  2. Kaputtnik
    21 Okt 2012, 12:48 am

    Rechtschreib korrigierte Fassung, sorry es war dunkel bei Version 1 ;)

    Zitat Artikel-Autor:” ….in der Riege der kurzweiligen, blutigen Straight-to-video-Filme gibt es aber deutlich schlechtere Streifen.”

    Nach unten ist, man ist stets aufs Neue überrascht keine Grenze.
    Das muss aber schon ganz ganz ganz schlecht sein (und/oder von Assylum sein) um diesen “Film” zu toppen.

    Die Story: Teufels Kind soll geboren werden (gähn)
    Ein Horde Idioten mit Motorrädern, die sich alle Mühe gibt durch geistloses Gelache nach Stiernacken-Art böse und degeneriert zu erscheinen, trifft auf die üblichen Teenager die mit dem Van durch die Gegend fahren. Ansonsten zeichnen sich die Rocker durch Trotteligkeit, Triebhaftigkeit (an Damen-Slips riechend), Schmerzfreiheit und weitestgehend Unsterblchkeit aus. Wie soll es auch anders sein: Würden sie sterben müsste man mehr Darsteller haben. Ein Ausweg aus dieser Misere: Man lässt sie einfach immer wieder aufstehen.
    Der Chef der Motorrad-Gang-Bösewichter hat ein übelst zugekleistertes Auge, das soll verwegen aussehen, wirkt eher lächerlich.
    Der Anfang des Films, die ersten 3 Minuten SCHEINEN fast – FAST – einen soliden Film einzuleiten, die spielen zur Westernzeit, bis sich die Bösen (eben die spätere Rockergang) umdrehen und man auf den westernüblichen Wettermänteln einen gebogenen Schriftzug bemerkt. Das ist sowas von lachhaft….man ist nur noch sprachlos. Ab dann gehts in dieser manier weiter.

    Man erwartet nun keine wirkliche Logik von so einem Film, aber Stimmigkeit irgendwo. Dem Film fehlt beides. Besser gesagt alles!

    Ich weiß das in diesem Genre vieles verziehen wird und oft kaum Erwartungen herrschen – außer es fließt ordentlich Blut. Solchen Leuten ist der Film evtl. noch zu empfehlen, ansonsten: Finger weg, völlige Anspruchslosigkeit. Vertane Zeit!

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