Halloween Filmtipp – Session 9

Die Story:session-9-a18786499
Eine Gruppe von Arbeitern hat den Auftrag, in einer stillgelegten Nervenheilanstalt die Asbestbeschichtungen zu entfernen. Eigentlich ein einfacher Job für die Männer, aber es wird kompliziert, als sie sich näher kennenlernen. Zum Beispiel hat einer von ihnen eine Beziehung mit der Ex-Freundin eines anderen. Nachdem sie einige Zeit zusammen gearbeitet haben, finden sie neun alte Tonbänder, das noch aus Zeiten stammt, als sich hier psychisch kranke Menschen aufgehalten haben. Die Bänder enthalten die Aufnahmen eines Patienten, der eine multiple Persönlichkeit besitzt. Die Bänder werden mitten während der Handlung von den Arbeitern abgespielt. Man hört nur die Stimmen auf den Bändern, ganz ohne Rückblenden. Eine nette Abwechslung zu den üblichen Flashbacks von modernen Filmen.

Nach dem Verschwinden des ersten Arbeiters wird die Stimmung zunehmend beklemmender. Die Ängste der sowieso schon labilen Arbeiter fangen an real zu werden.

bathroom0031Sind die auftretenden Halluzinationen ein Mix zwischen den Asbestgiften und dem beklemmenden Gefühl in einer ehemaligen Irrenanstalt zu sein, oder haben die Bänder eine hypnotische Wirkung?
Auf jeden Fall sollte man bei Asbest immer die Maske aufbehalten.

Die Darsteller: Das bekannteste Gesicht dürfte wohl der Darsteller des Arbeiters Phil (David Caruso – CSI Miami) sein, der seine Freundin an Hank (Josh Lucas – American Psycho) verloren hat. Der Besitzer der Asbestfirma Gordan (Peter Mullan – Braveheart) hat schon zuhause genug Stress, sein Neffe Jeff (Brendan Sexton III – The Killing) leidet unter Nyktophobie – Angst vor der Dunkelheit. Paul Guifoyle (Bill Griggs – Extrem) spielt den Auftragsgeber. Der letzte der Truppe ist ein Studienabbrecher namens Mike (Stephen Gevedon: schreib auch am Drehbuch mit). Die einzige weibliche Wesen ist hier die Darstellerin der Mary Hobbes (Jurian Hughes – Die Akte) Man hört sie nur auf einem Tonband zusammen mit ihrem Arzt Lonnie Farmer (Doctor – Mystric River), was ihrer schauspielerischen Leistung aber in keinster Weise Abzwang tut, vor allem, da sie mehrere Persönlichkeiten spielt.

f145Ein Psychothriller ganz im Stile von ‚Der Mechanist‘. Kein Wunder, in beiden hat Brad Anderson Regie geführt. In Session 9 hat er zusätzlich das Drehbuch geschrieben.

Kleines Budget, wenige Schauspieler, großartige Leistung. Der Film wurde nicht sehr berühmt, ist aber längst ein Geheimtipp. Leider scheint es nur die amerikanische Version der DVD zu geben.

Anschau-Tipp: Im Originalfassung, Im Dunkeln, In absoluter Stille, danach ‚Simon Says‘ spielen. 🙂

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Geschrieben von Autor | Fimtipp des Tages

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