Frontier(s)

Frontier(s) – Kennst du deine Schmerzgrenze? (2007)

: Karina Testa, Estelle Lefébure, Maud Forget,
: Xavier Gens
: Xavier Gens
: ca. 92 min
: ab 18
: 24.10.2008 (DVD)
: Sunfilm
: Frankreich
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
7 votes
8.3

Frontier(s) – Kennst du deine Schmerzgrenze? (2007)

“Frontiers” ist ein französischer Horrorfilm (Backwood-Slasher) aus dem Jahre 2007, Regie führte hier Xavier Gens.

Zum Inhalt:
In Frankreich, in den Banlieues von Paris, kommt es zu Aufständen und Unruhen, nachdem eine Wahl zwischen einem konservativen und einem rechtextremen Kandidaten einen ungewünschten Ausgang nimmt. Die perfekte Gelegenheit für unsere kleine Gruppe, bestehend aus Sami, seiner Schwester Yasmin, deren Exfreund Alex und dann noch Tom und Farid, einen Banküberfall zu tätigen. Mit ihrer Beute flüchten sie nun vor dem Gesetz aufs Land hinaus. Dass sie in die Gewalt einer kannibalistischen Familie von Nazis gelangt, konnte natürlich keiner ahnen, werden sie sich aus dieser Situation retten können?

Meine Meinung:
Zugegeben ist es mir relativ schwer gefallen, meine Meinung zu bilden, da der Film viele Schwächen aufweist, aber diese trotzdem ganz geschickt verpackt und sich selber dadurch sehenswert macht. So hat man hier tatsächlich versucht, eine Portion “Creep” und “The Descent – Abgrund des Grauens”  in einen an “Hostel” orientierten Streifen einzubauen, was absolut unnötig und langweilig ist, da es absolut nicht in den Film passt, man nicht wirklich genauer drauf eingeht(es wird vllt 2-3 mal erwähnt) und richtig zu Gesicht (anders als oben genannte Filme) bekommt man diese “Dinger”, welche sich später als durch Inzucht geschädigte Kinder rausstellt, auch nicht. Mir kam es vor, als hätte man damit versucht, eine Art Lückenfüller für den Film zu finden, um bestimmte Szenen spannender zu machen, was tatsächlich ein wenig (!) funktioniert hat, wobei auch hier ein riesiger Logikfehler ist, welchen ich, aufgrund von Spoilergefahr, nicht nennen möchte, ist aber auch nicht weiter relevant.

Dann noch die Tatsache, dass Nazis Menschen entführen, sie “ausbluten” lassen um jenes Blut zu trinken und zudem noch Menschenfleisch essen? Und als Krönung des Ganzen betreibt diese Familie auch noch Inzest? Hinzu orientiert sich der Film auch noch an Hostel, so scheint das Durchtrennen der Achillesferse ganz beliebt geworden zu sein. Wieso hat man hier versucht soviele verschiedene Sachen in einen Film zu packen? Hätte man aus der Familie nicht schlichtweg Kannibalen, anstatt Nazis (was auch nur beiläufig zur Geltung kommt) machen können? Diese Frage darf sich jeder selbst beantworten.

Soviel also zu meiner Kritik, aber nichtsdestotrotz ist der Film sehr empfehlenswert, so ist der Ekelfaktor im Film doch recht hoch, ebenso die Gewalt, die hier angewendet wird, ist einfach enorm “übel”, um nicht zu sagen heftig. So werden hier Leute verprügelt, gekocht, erschossen, gefoltert, aufgehängt, erstochen und noch mehr… .
Auch der Spannungsfaktor ist annehmbar, der Zuschauer fragt sich ständig, ob jetzt was passiert, da die Szenen einfach dazu verleiten. Die Schockmomente empfand ich als nicht so heftig und auch kaum vorhanden, aber sind in dem Film auch nicht notwendig.

Was die Charaktere anbelangt, überzeugen diese mit ihrer schauspielerischen Leistung zu 100% und man hat hier versucht, möglichst verschiedene Charaktere einzubauen, sodass sich der Zuschauer in mindestens einen hineinversetzen kann, demnach gibt es unter den Protagonisten Yasmin, die recht gefühlvolle Frau, Farid den höflichen und eher stillen jungen Mann, Tom kann man als Draufgänger unter ihnen bezeichnen usw.

Um nochmal auf den Inhalt einzugehen: Herrscht in der ersten Hälfte noch die Folter, Spannung und alles, was man in Hostel empfand, darf der genannte hohe Grad an Splatter auch nicht fehlen, so beginnt gegen Ende des Films das gnadenlose und teils abartige Gemetzel.  Zusammengefasst haben Freunde des Splatters und Ekels auch ihre Freude daran.

Fazit:
Auch wenn es sich am Anfang dieses Reviews so angehört hat, als hätte mir der Film nicht gefallen, widerlege ich hiermit diesen Gedanken. Der Film ist sehr gut, selbst wenn er noch davon entfernt ist, der perfekte Horrorfilm zu sein. Den Zuschauer erwartet hier ein gnadenloses Terror & Splatter Spektakel.  Definitiv nichts für schwache Nerven.

Es ist mir eine Freude, den Film mit 7 Punkten zu bewerten.

Frontier(s) – Kennst du deine Schmerzgrenze? (2007), 8.3 out of 10 based on 7 ratings

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

9 Kommentare

  1. meinert
    06 Aug 2010, 9:34 am

    Ich bin genau deiner Meinung, ungefähr so schätze ich den Film auch ein

  2. Canalterrorist
    09 Aug 2010, 9:37 am

    Habe den Film gesehn und fand ihn ebenfalls sehr gut! Auf jeden Fall besser als der ganze TCM und Hostel – Schrott!

    Zur Frage warum Nazis und nicht einfach Kannibalen!? Der Regisseur rechtfertigte sich und sagte: Er wollte in diesem Film auch ein wenig seine politische Einstellung schildern!

    Aber eigentlich ist es ja auch egal ob nun irgendwelche kranken Faschos oder einfach Kannibalen ..

  3. Banshee
    07 Sep 2010, 5:01 pm

    Der Film ging mir echt unter die Haut. Kann ihn nur weiter empfehlen!!

  4. Kev
    14 Okt 2010, 12:19 am

    Sehr guter Film mit guter darstellung von Kannibalen usw.
    Ein Top Horrorfilm nicht, aber nicht weit entfernt!
    empfehlenswert

  5. Hans
    29 Dez 2010, 6:09 pm

    ISt zwar nichts neues aber gelungener Film.

  6. Foxy
    08 Jan 2011, 11:30 pm

    Hammer Film!Beide angeschnittene Daumen hoch!

  7. Mia
    12 Mai 2011, 1:43 pm

    Yeap – guter Film! Absolut sehenswert!

  8. Summer
    20 Feb 2012, 12:12 pm

    Ein Film den man mal gesehen haben sollte, aber ich finde, dass der Versuch eine hochtragende Geschichte einzubauen, wie in Martyrs, nicht ganz geklappt hat.

  9. Fab
    01 Mai 2012, 11:46 pm

    Der Film hat ja eine richtige Anhängerschaft und man schämt sich auch nicht bei anderen Filmen Bezug zu diesem herzustellen. Meines Erachtens übertrieben. Der Film ist OK, nicht mehr, nicht weniger.

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