Freitag, der 13. (2009)

Hallo liebe Community,

heute befasse ich mich mit der “Neuinterpretation” von Freitag dem 13., Jason Voorhees lässt grüßen ;). Der Film ist kein direktes Remake, da der Inhalt nicht komplett mit dem Original übereinstimmt, jedoch sind viele Überschneidungen vorhanden. Die Regie übernahm Markus Nispel (ebenfalls Regisseur von Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre) und die Rolle des Jason ging an Derek Mears.

Zum Inhalt:

Der Film startet damit, dass die Mutter von Jason Voorhees erzählt, sie hätte einen Großteil von Teens umgebracht (Siehe Freitag der 13. das Original, das Ende) und wird dann, wie Kenner wissen, enthauptet. Jason beobachtet dies, aber lässt sich in seinen jungen Jahren noch nicht blicken. Es folgt ein Szenenumsprung.

Als nächstes sieht man eine Gruppe von 5 Jugendlichen auf dem Weg zum Crystal Lake, sie sind, wie man kurz danach herausfindet, auf der Suche nach einer Hanfplantage. Nachdem man also ein wenig die Charaktere kennengelernt hat (vielleicht eine etwas zu lange Einleitung?), findet sich schließlich jene Plantage, aber Jason “findet” man leider unfreiwillig mit. Dieser beginnt wie üblich seinen kleinen Metzelfeldzug. Alle werden getötet bis auf eine, für den weiteren Verlauf des Films, weibliche Schlüsselperson mit Namen Whitney, sie wird von Jason entführt. Dieses Gemetzel darf man nun als “Vorspann” betrachten, da erst jetzt der Titel des Films eingeblendet wird.

Der Hauptteil beginnt nun mit einer Gruppe von Studenten, die am Crystal Lake mal richtig entspannen wollen und mit (dem nicht zu den Studenten gehörendem) Clay, der nach seiner Schwester Whitney sucht…

Meine Meinung:

Der Film an sich ist “Freitag der 13. Standardkost”, es gibt keine wirklichen Neuheiten und Jason metzelt sich durch mehr oder weniger kreative Art durch Teenagergruppen, wie es auch in allen vorherigen Teilen der Fall war. Ein Fan der Filmreihe sollte sich zumindest denken können, dass Wortkombinationen wie “Jason” und “Geräteschuppen” kein gutes Ende nehmen ;). Jedoch benimmt er sich hier ein wenig “menschlicher”, er rennt beispielsweise seinen Opfern wieder hinterher und reagiert auch sonst häufiger wie ein 08/15er Killer (nicht negativ). Auch schafft er es hier auch wieder, theoretisch überall zu sein, wie durch Teleportation. So muss er es geschafft haben, seine Gefangene (die zwischendurch mal kurz ausbricht) innerhalb höchstens 2 minuten vom Teeniehaus zurück zum Versteck zu bringen, anzuketten, und den ganzen weg wieder zurück zu gehen, obwohl die Gefangene selbst ein wenig mehr Zeit dafür gebraucht hat.

Wie schon erwähnt, besitzt der Film viele Elemente der ersten beiden Filmteile, die Mutter, die am Anfang enthauptet wird, aber auch den Kissenbezug, den er im 2. Teil zuerst als Maske benutzte, dieser wird jedoch nach einer kleinen Auseinandersetzung zerrissen und er findet die klassische Eishockeymaske. Diese Verknüpfung der Ereignisse fand ich recht interessant. Jason scheint außerdem Erfahrungen im Bogenschießen zu haben, da er mehrere Pokale besitzt (Man schaue genau auf die Szenen, die sich in seinem Zimmer abspielen), allerdings ist es etwas unglaubwürdig, den Kopf des Fahrers eines fahrenden Motorboots zu treffen, welches zudem viele viele Meter entfernt ist…

Was die Schockmomente angeht, mag man vielleicht durch diverse andere Filme oder durch die Filmreihe selbst abgehärtet sein. Vielleicht lag es auch daran, dass ich den Film mit recht hoher Lautstärke geschaut hab, aber ich hab mich desöfteren gewaltig erschreckt. Jene Schockmomente sind übrigens öfters vorhersehbar, aber manchmal auch unerwartet.

Logikfehler sind leider vorhanden, denn ich kann mir nicht erklären, dass die Polizei Jason nach Jahrzenten nicht gefunden hat, obwohl in der Zeit viele Menschen am Crystal Lake verschwunden sind. Insbesondere, da er im verlassenen Haus des alten Campleiters wohnt, nicht sehr kreativ, vorallem, da noch Menschen rundherum wohnen.

Über die Schauspieler konnte ich mich soweit nicht beschweren. Dass sich die Leute in einem Horrorfilm unnötigerweise trennen, ist ja relativ normal ;). Besonders wenn man, wie in dem Film, nur Alk, Sex und Gras im Kopf hat. Das kennt man ja aus der Filmreihe.

Und vielleicht ist das die Schwäche des Films….er gibt quasi genau das wieder, was man in den anderen 11 Teilen auch gesehen hat, keine Neuerungen oder dergleichen. Fans der Reihe sollten hier dennoch auf jeden Fall zugreifen und wer Jason Voorhees noch nicht kennt, der sollte ihn jetzt kennenlernen.

Fazit:

Ich würd ihn mir nochmal ansehen. Ein brutaler Slasher/Splatter Streifen im klassischen “Freitag der 13.” -Stil. Leider jedoch ohne jegliche Neuerungen.

Der Film bekommt von mir gute 7 Punkte.

Freitag, der 13. (2009) , 6.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. Mario
    31 Aug 2010, 12:05 am

    Cooler Film und tolle review.
    Bekomm grad irgendwie Lust den Film nochmal zu gucken 😀

  2. anonymous
    18 Jul 2011, 12:34 pm

    Hallo,

    Das Problem an diesem Remake ist und bleibt die total lächerliche Darstellung von Jason. Jason rennt in diesem Film, baut Fallen und macht Gefangene, das ist das genaue Gegenteil des Flairs der “alten” Teile. Selten habe ich so ein schlechtes Remake gesehen, da ist ja selbst das Nightmare Remake besser und das will was heißen. Ein Remake das die Atmosphäre und den Flair der “alten” Teile zerstört ist echt eine Schande!

  3. deineMOM
    10 Sep 2011, 4:42 pm

    Ich finde den Film echt gut und diese Rezension ist echt gut geschrieben. Und selbstverständlich trifft Jason den Kopf von nem Typen der Motorboot fährt, weil er’s kann! xD er hatte jawohl genug Zeit zum üben.

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