Exklusiv-Interview mit den Autoren von One Way Trip 3D

ONE WAY TRIP 3D haben wir euch vor ein paar Wochen schon vorgestellt.
Was wir von dem Film erwarten dürfen und wann wir ihn zu Gesicht bekommen, haben wir bei den beiden Drehbuchautoren Matthias Bauer und Bastian Zach erfragt:
Horrorpilot: Wie würdet ihr den Inhalt des Films beschreiben?
Matthias Bauer: „One Way Trip 3D“ ist ein klassischer Slasher-Film, spannend, blutig, mit zahlreichen inhaltlichen Wendungen. Eine Gruppe Jugendlicher feiert im abgelegenen Schweizer Jura mit psychedelischen Pilzen. Doch bald fließt Blut – und in einer Sturmnacht beginnt in den düsteren Wäldern ein gnadenloser Überlebenskampf …
Horrorpilot: Als wir den Film bei uns vorgestellt haben, wurde er in einem Kommentar thematisch mit SHROOMS verglichen.
Ihr habt schon damals darauf geantwortet und gesagt, dass Parallelen zufällig sind.
Möchtet ihr das noch etwas weiter ausführen bzw. noch einmal sagen, wann und wie es zu ONE WAY TRIP kam?
Bastian Zach: Wir haben der Schweizer Produktionsfirma „HesseGreutert“ im Sommer 2006 ein Genreprojekt angeboten. Es gefiel ihnen zwar, aber sie wollten eigentlich etwas anderes. Also haben wir zusammen die Story zu „One Way Trip“ (damals noch ohne „3D“) entwickelt, HesseGreutert haben die Idee mit den Pilzen aufgebracht, da es in der Schweiz in bestimmten Gegenden offenbar eine unter Jugendlichen gängige Sache ist. Die Story war Ende 2006 in groben Zügen fertig, niemand von uns wusste damals von „Shrooms“. Dass es Parallelen „One Way Trip“ – „Shrooms“ gibt, ist also reiner Zufall.
Matthias Bauer: Aber es passiert ja, auch in Hollywood, nicht zum ersten Mal, dass Filmprojekte ähnliche Stories haben, bei uns ist die Optik halt ein bisschen unglücklich, weil „One Way Trip“ erst jetzt, lange nach „Shrooms“, herauskommt. Aber die Entwicklung hat wie gesagt Jahre gedauert – man kann sich vorstellen, dass es sehr viel Überzeugungsarbeit kostet, die offiziellen Förderstellen für einen millionenschweren Genrefilm zu gewinnen.
Horrorpilot: Ihr seid die Autoren von ONE WAY TRIP 3D. War die Story eine Idee von euch oder eine Auftragsarbeit von jemand anderem?
Bastian Zach: Wie oben erwähnt – „One Way Trip 3D“ ist eine reine Auftragsarbeit für die Schweizer Produktionsfirma „HesseGreutert“.
Horrorpilot: Inwieweit wurde euer Drehbuch übernommen? Wo wurde im Nachhinein noch etwas geändert und warum?
Matthias Bauer: Vom Treatment bis zum fertigen Drehbuch gab es einige Überarbeitungen, die sich aber alle im Rahmen der üblichen Development-Phase bewegten. Alle haben ihre Anmerkungen/Wünsche, ob Produzenten, Regie oder Förderstellen. Die Aufgabe des Autors ist es, offen für alles zu sein, was den Film besser macht, sicher aber auch zu wehren, wenn es Forderungen sind, die dem Film schaden könnten.
Horrorpilot: Gedreht wurde in 3D. Inwiefern ist das für den Drehbuchautor interessant. Versucht man vielleicht Szenen einzubauen, die in 3D besonders gut funktionieren oder spielte das für dich keine Rolle?
Bastian Zach: Das Projekt war ursprünglich nicht in 3D geplant. Aber während der jahrelangen Entwicklungsphase kam 3D groß auf, und damit der Entschluss, „One Way Trip“ in 3D zu drehen. Wir haben dann einige Teile des Drehbuchs speziell auf 3D hin adaptiert, obwohl die Story grundsätzlich natürlich auch ohne 3D funktionieren muss. Die Herausforderung lag dann vor allem beim Dreh – „Real 3D“, also wirklich in 3D zu drehen und nicht in 2D und nachträglich konvertieren, wie es bei vielen Produktionen gängige Praxis ist, ist in Europa nach wie vor eine große technische Herausforderung.
Horrorpilot: Was macht den Film einzigartig?
Matthias Bauer: „One Way Trip“ ist ein mitreißender, blutiger Slasherfilm mit inhaltlichen Twists and Turns – dazu noch in Real 3D gefilmt, was den Film aus der Masse heraushebt und nach „My Bloody Valentine 3D“ zum unseres Wissens einzigen „echten“ 3D-Slasher macht. Dazu ist es die erste Schweiz/Österreichische 3D-Produktion.
Horrorpilot: In der Schweiz startet der Film am 15. September. Habt ihr irgendeine Info für deutsche Fans?
Bastian Zach: In Österreich kommt der Film am 23. September in die Kinos, für Deutschland wissen wir noch nichts. Sollte sich für Deutschland kein Kinostart ausgehen – Ascot Elite bringt den Film im gesamten deutschsprachigen Raum auf DVD. Nobody escapes the „Trip“
Horrorpilot: Könnt ihr schon sagen, was euer nächstes Projekt sein wird?
Matthias Bauer: Im Augenblick entwickeln wir für eine andere Schweizer Produktionsfirma das Drehbuch für einen aufwändigen internationalen Abenteuer/Action-Streifen, der im 9. Jahrhundert spielt. Daneben schließen wir gerade die Arbeit an der Fortsetzung zu unserem Debütroman „Morbus Dei: Die Ankunft“ ab. Der historische Mystery-Thriller „Morbus Dei: Die Ankunft“ ist im letzten Jahr veröffentlicht worden und ist beim Publikum sehr gut angekommen. „Morbus Dei 2“ erscheint im Frühjahr 2012.
Danke für das Interview!





22 Jul 2011, 5:46 pm
[...] Horrorpilot.com haben die beiden Drehbuchautoren ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert (hier zum Interview). Einen ersten Trailer gibt es auch schon – und ich hoffe, dass „One Way Trip 3D“ als [...]
22 Jul 2011, 5:48 pm
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