Lin Shaye
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Exclusive – Interview mit Lin Shaye (Insidious)

Viele von euch haben Lin Shaye sicher schon mal in irgendeinem Film gesehen. Unbekannt war sie vor INSIDIOUS ganz bestimmt nicht. Die sympathische Schauspielern hat bis jetzt in über 100 Filmen mitgewirkt. Ob Komödie (VERRÜCKT NACH MARY, CINDERELLA STORY), Drama (BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER) oder Horror (NIGHTMARE ON ELM STREET, 2001 MANIACS). Ganz egal welche Rolle Lin spielt, sie macht daraus immer etwas Einzigartiges. In Deutschland ist der US-Erfolg INSIDIOUS grad frisch in die Kinos gekommen. Natürlich haben wir Frau Shaye um ein Interview gebeten.

Cat: INSIDIOUS war ein großer Erfolg in den USA. Nun ist der Film in Deutschland gestartet. Was können die Zuschauer erwarten?
LIN SHAYE: Großartigen  Nervenkitzel. Der Film baut sich langsam auf und ist wie ein realistisches Familiendrama, das sich dann plötzlich anders entwickelt. Der eigentlich sicherste Platz für uns alle, unsere Familie und unser Zuhause, hat sich langsam in einen furchteinflößenden Ort verwandelt, der Unbehagen, Gänsehaut und wirklich Angst macht. Mach dich bereit nach der Hand deines Sitznachbarn zu greifen…du endest vielleicht auf seinem Schoß!

Cat: Ist dir vom Dreh irgendetwas besonders in Erinnerung geblieben?
LIN SHAYE: Unter anderem der Ablauf der Gasmasken-Szene. Die Maske wurde meinem Gesicht vorher nie speziell angepasst. Wir waren am Set, die Maske wurde gebracht und fühlte sich furchtbar an. Sie drückte und klemmte mir am Auge. Einfach schlimm. Die Ausstattungs-Crew hatte nur wenige Augenblicke, um zu versuchen ein paar Korrekturen hinzubekommen, damit ich mir bei der hektischen, langen Szene kein Auge aushaue. Sie hatten es fast, doch dann war die Maske so stramm auf meinem Gesicht, das ich keine Luft mehr bekam! Das war auch nicht schön. Ich konnte zwar sehen, aber bekam nun keine Luft – tote Schauspielerin. Aller guten Ding sind drei und es funktionierte endlich. Das Team befestigte die Maske rechtzeitig und sie saß weit genug entfernt von meinen Augen und meiner Nase. So konnte ich sie so lang aufbehalten, wie es für die Aufnahmen nötig war, ohne ohnmächtig oder blind zu werden. PUHH!

Cat: Glaubst du selbst an Geister?
LIN SHAYE: Ob ich an Geister glaube? Ein Wort: JA! Es sind so viele Sachen auf der Welt und außerhalb von ihr passiert, dass es unmöglich ist, Nein zu sagen. Zu viele unerklärliche Dinge und ich habe selbst Erfahrung damit gemacht. Das jetzt hier auszubauen, würde zu lange dauern. Aber die Antwort ist JA!

Cat: Kannst du dich an deinen ersten Horrorfilm erinnern?
LIN SHAYE: Der erste Horrorfilm an den ich mich erinnere, ist THE HOUSE OF WAX (Das Kabinett des Professor Bondi/1953) mit Vincent Price. In 3D. Ich bin buchstäblich aus meinem Sitz in den Film geflogen und endete mit meinem Popcorn auf dem Boden.

Cat: Was sind deine Lieblingshorrorfilme?
LIN SHAYE: THE HOUSE OF WAX ist noch immer einer meiner Lieblingsfilme. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es der erste Film war, der etwas in mir rührte. Ansonsten fast alle Hitchcock Filme: DIE VÖGEL, PSYCHO, REAR WINDOW und das Original NIGHT MUST FALL mit Robert Montgomery. Ich glaube der ist von 1937 und nein, da war ich noch nicht geboren. Ich mag auch CARNIVAL OF SOULS (TANZ DER TOTEN SEELEN) und natürlich den ersten NIGHTMARE ON ELMSTREET.

Cat: Ich Liebe DEAD END und deine Rolle als Laura Harrington. Wie waren die Dreharbeiten?
LIN SHAYE: Wir hatten eine tolle Zeit beim Dreh. Es wurde alles Nachts gedreht, an einer wundervollen Bergschlucht in Los Angeles, die Franklin Canyon heißt. Wir sind um 16 Uhr, also am späten Nachmittag angekommen und waren um 6 Uhr morgens fertig mit dem Drehen. Ray Wise ist einer von den Schauspielern, mit denen ich am liebsten zusammenarbeite. Der Film wurde von zwei Franzosen geschrieben. Ich liebte das Drehbuch und das nächtliche Drehen, weil es noch gruseliger ist. Es war stockdunkel bis auf die Lichter, die das Set erleuchteten. Die ganze Zeit komische Geräusche. Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft einer von uns stehengeblieben und eine Aufnahme unterbrochen hat um zu sagen: Was war das? Geraschel? Ein Heulen? War das ein abgeknickter Zweig? Ist jemand hier? Das war unheimlicher als der ganze Film.

Cat: James Wan und Leigh Whannell sind auch für SAW bekannt. Beide sind toll und haben super Ideen. Wie war die Zusammenarbeit für INSIDIOUS mit den beiden?
LIN SHAYE: Ich kann gar nicht genug sagen um dir zu erzählen wie wunderbar die beiden sind. Schlau, visionär, clever, spontan, witzig und alles in allem tolle Künstler, tolle Freunde und tolle Filmmacher. Ich hoffe ich kann immer wieder mit ihnen arbeiten.

Cat: Was kannst du uns über deine kommenden Projekte erzählen?
LIN SHAYE: Ich bin glücklich, das ich momentan viele Sachen in der Mache hab. Ein Film heißt GOOD OLD FASHIONED ORGY, eine Komödie mit Jason Sedukis und Will Forte von Saturday Night Life, der im September in den USA startet. Dann noch ROSEWOOD LANE von Victor Salva, dem Macher von JEEPERS CREEPERS. In dem Film ist auch Ray Wise wieder mit dabei. CHILLERAMA besteht aus vier Kurzfilmen von Tim Sullivan, Adam Rifkin, Joe Lynch and Adam Green. Und einen Film der  FDR: AMERICAN BADASS heißt, in dem ich Eleanor Roosevelt spiele, die Frau von Franklin D. Roosevelt (gespielt von Barry Bostwick). Ein wirklich witziges Drehbuch. Und noch einiges mehr, wie ich glücklicherweise sagen kann.

Cat: Vielen Dank für das nette Interview. Natürlich hoffen wir, dass wir dich mal in Deutschland begrüßen dürfen.
LIN SHAYE: Danke dir. Für dein Interesse an mir und meiner Arbeit. Ich hoffe euch gefällt INSIDIOUS. Erwarte alle guten Dinge. Und ja, es wäre schön, wenn man sich eines Tages mal in eurem Land begegnen könnte. Wer weiß, was vor uns liegt?

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Geschrieben von Cat | Interviews

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