Event Horizon

Event Horizon – Am Rande des Universums (1997)

: Laurence Fishburne, Sam Neill
: Paul W. S. Anderson
: Philip Eisner
: ca. 87 min
: ab 16
: 05.06.2001 (DVD)
: Paramount
: USA, Großbritannien
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
13 votes
8.3

Event Horizon – Am Rande des Universums (1997)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute gibts wieder ein neues Review, diesmal zu “Event Horizon – Am Rande des Universums” ein Sciene-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahre 1997. Die Regie wurde hier von Paul W. S. Anderson geführt. Die Hauptdarsteller sind Laurence Fishburne und Sam Neill.

Zur Handlung:

Im Jahre 2040 bricht das Raumschiff “Event Horizon” auf, um die Grenzen des Sonnensystems zu erforschen. Hierzu verfügt das Schiff über einen speziellen Antrieb, der es ermöglicht, ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen und es dem Schiff so möglich macht innerhalb kürzester Zeit mit Lichtgeschwindigkeit an weitentfernte Ziele zu gelangen. Jedoch verschwindet das Schiff auf unbekannte Weise. 7 Jahre später, sprich 2047, wird die Event Horizon in der Nähe des Planeten Neptun entdeckt. Das Bergungsraumschiff “Lewis & Clark” macht sich also zu einer Rettungsmission auf. Die Event Horizon wird tatsächlich in der Umlaufbahn des Neptun treibend gefunden, die Crew jedoch ist scheinbar verschwunden. Im Laufe des Films wird immer klarer, welches Grauen der Event Horizon tatsächlich widerfahren ist…

Meine Meinung:

Soviel also zum Inhalt, die Grundidee dürfte für jeden Science-Fiction Fan ein gefundenes Fressen sein, in der Tat hat auch mich die Neugier gepackt, als ich davon hörte. Ich meine: Ein Raumschiff, 7 Jahre verschwunden und lässt auch nichts von sich hören, nichtmal ein Notsignal, taucht dann wieder auf, jedoch ist die Crew verschwunden…ich konnte nicht anders, als mir den Film anzusehen, der Horrorfan in mir wollte wissen: Wo war das Schiff solange? Was ist mit der Crew passiert? Beide Fragen werden im Laufe des Films aufgeklärt, die Antworten mögen für manch einen nicht ins Genre passen, ich für meinen Teil wurde nicht enttäuscht.

Hier wird auf Angst gesetzt, jedenfalls war das bei mir der Fall, den es kommen Stellen vor, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, ebenso die Spannung, die den ganzen Film über herrscht, dürfte dazu beigetragen haben. Als Auslöser des ganzen Spektakels in dem Film wird kein genaues “Wesen” oder dergleichen genannt, sondern schlichtweg “Das Dunkle”, “Das Böse”, “Das absolute Chaos”. Das Unbekannte soll dem Zuschauer hier Angst machen. Angst ist übrigens das Stichwort, denn genau das widerfährt den Mitgliedern der Crew, die zur Rettungsmission aufgebrochen ist: Sie werden mit ihren schlimmsten Ängsten in Form von realen Erscheinungen und Halluzinationen konfrontiert, alte verdrängte Wunden werden wieder aufgerissen (wie z.b. einen Kameraden zurückzulassen) was, wie in einem Horrorfilm üblich, natürlich sehr schlecht ausgeht. Das geht mit Schockmomenten einher, die teils sehr gelungen, jedoch teils zu erwarten sind, ich bin ein ums andere Mal zusammengezuckt ;). Zudem behält der Film seine gesamte Spielzeit über eine düstere Stimmung, gepaart mit passender musikalischer Untermalung, die perfekt ins Bild passt. Auch die Schauspieler machen einen sehr guten Eindruck. Das Setting ist bemerkenswert, sodass man ruhig über ein paar der Schwächen hinwegsehen kann (wurd hier und da vielleicht mit dem Computer gearbeitet ;)).

Ab ca. der Mitte häufen sich Splattereffekte und es wird ein wenig “krasser”, was auch ein Streitpunkt der Community ist, so ist ein Teil der Meinung, der Film wäre deutlich besser geworden, hätte der Film nicht im Endeffekt auf zuviel Blut und Gewalt gesetzt. Ich bin jedoch recht zufrieden mit dem Gesamtpaket, auch, wenn mich einige dafür steinigen werden :P.

Um nochmal auf die Story zurückzukommen, ich bin ich sehr zufrieden damit. Der Gravitationsantrieb und was er im Film bewirkt hat, hat mich fasziniert, die Idee hat mir sehr gut gefallen. Zum einen Teil hätte ich gerne gesehen, wohin es das Schiff solange verschlagen hat, die Neugier hat mich da regelrecht zerissen, aber zum anderen wäre dann vielleicht ein wenig Flair des Films verloren gegangen, schließlich steht hier das große Unbekannte und Böse im Vordergrund. Mehr möchte ich hier zur Story auch nicht nennen, ich möchte nicht zuviel verraten.

Leider möchte ich hier auch die Schwächen vermerken, so sieht man in dem Film deutlich, wo mit dem Computer gearbeitet wurde, das reißt den Zuschauer ein wenig aus der Spannung raus, man darf aber auch nicht vergessen, dass der Film von 1997 ist, trotzdem für jenes Jahr ein einwandfreies scharfes Bild. Auch hätte man aus der Story, so gut ich sie auch fand, mehr rausholen können, dauert der Film auch noch solange, war mir das Ende leider zu kurz gekommen, denn es bleiben relativ viele Fragen offen.

Wer genau hingeguckt hat, wird erkennen, dass hier auch mit Religion hantiert wird, dazu gehören diverse Symbole, die vorkommen, ein lateinischer Satz trägt auch dazu bei, ebenso ein wenig der Kulisse (Eine Krankenstation, die einer Krypta ähnelt), aber auch der Ort, wohin es das Schiff verschlagen hat.

Fazit:

Ein außerordentlich spannender Sciene-Fiction-Horrorfilm inklusive teils heftigen Splatterelementen. Eine sehr gute Idee zur Story, auch, wenn die Umsetzung nicht immer perfekt gewesen ist. Sciene-Fiction Fans sollten zugreifen.

Ich bewerte diesen Film mit 7 Sternen.

Event Horizon - Am Rande des Universums (1997), 8.3 out of 10 based on 13 ratings

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Fab
    01 Mai 2012, 11:44 pm

    Ein Film den ich immer wieder gerne sehe. Derartige gute Mischungen aus Horror, SiFi und Thriller gibt es definitiv zu selten.

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