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Eddie: The sleepwalking cannibal (2012)

Darsteller: Thure Lindhardt, Dylan Smith, Georgina Reilly
Regie: Boris Rodriguez
Drehbuch: Boris Rodriguez, Alex Epstein
Länge: 87 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 02.08.2012 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Eurovideo
Land: Kanada, Dänemark
Unsere Wertung
7.0
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User Score:
1 vote
8.0

Bei dem Titel kann man sich bereits denken, dass EDDIE THE SLEEPWALKING CANNIBAL nicht bierernst zu nehmen ist. Allerdings sollte man deswegen nicht davon ausgehen eine seichte Klamotte vorgesetzt zu bekommen, denn trotz einer deftigen Prise Humor ist der Film alles andere als einfältig.

Lars ist ein Maler, der heute allerdings nur noch vom Ruhm vergangener Tage lebt und seit Jahren an einer künstlerischen Blockade leidet. Als er eine Stelle an einer Kunstschule annimmt, lernt er den stummen und geistig zurückgebliebenen Eddie kennen. Eddie ist Schlafwandler und richtet bei seinen nächtlichen Ausflügen Blutbäder an. Als Lars dies mit eigenen Augen mit ansieht, kehrt die verloren geglaubte Gabe des Malens zurück…und damit auch ein schwerer Konflikt.

In gewisser Weise erinnert die Handlung an die bekannte Frankenstein-Thematik, denn für Lars ist Eddie ein Instrument, das ihm zu Ruhm verhelfen soll. Dass der tagsüber liebenswerte Mann mit kindlichem Gemüt nachts als brutaler Hüne in Feinripp-Unterhose mordet, nimmt Lars dabei -nicht ohne schlechtes Gewissen- in Kauf.

 

Trotz vorhandener Referenzen ist die Kombination aus Kunst, Schlafwandlerei und Kannibalismus alles andere als alltäglich und eine gesunde Mischung besteht auch aus Horror und Komödie, wobei Züge eines Dramas ebenso zu erahnen sind, wie eine nette Lovestory.

EDDIE THE SLEEPWALKING CANNIBAL spielt in einem Winter in der kanadischen Provinz. Während Kanada aus einer riesigen Fläche besteht, ist die Einwohnerzahl des Landes so gering, dass man hier 2/3 der PONTYPOOL-Hauptdarsteller „recycelt“. Während Steve McHattie diesmal nur eine Nebenrolle zukommt, ist Georgina Reilly (die Assistentin in PONTYPOOL) in der weiblichen Hauptrolle zu sehen.

Die Mimen machen einen insgesamt guten Job, allen voran Eddie-Darsteller Dylan Smith. Nur Thure Lindhardt, der den Lars spielt, wirkt in seiner Rolle manchmal fehlbesetzt.


Das mag aber nicht nur an seinem Äußeren liegen, das überhaupt nicht nach Künstler aussieht, sondern ein Stück weit auch an der deutschen Synchronisation, die nicht immer überzeugt. Auch wenn der eigentliche Film dafür nichts kann, sei daher ein Umschalten auf Originalton empfohlen.

Obwohl wir diverse Morde und einen Stapel Leichen zu Gesicht bekommen, hält sich der Film mit allzu detaillierten Bildern und Effekten zurück. Das geht sogar so weit, dass man die von den Bluttaten inspirierten Gemälde nie zu Gesicht bekommt.
Macht aber nichts, denn EDDIE… ist weniger auf große Bilder als eine Entwicklung der Charaktere ausgelegt und kann dort überzeugen. Als Zuschauer fühlen wir mit den Protagonisten und ihren Zwängen und ein paar wohlplatzierte Lacher runden das Paket ab.

Eddie: The sleepwalking cannibal (2012), 8.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | 28 Jul 2012 | Reviews (Filme)

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