Die-Nacht-der-Zombies

Die Nacht der Zombies (2010)

: Debbie Rochon, Raine Brown, Julie Anne, Joe Davison
: Joe Davison
: Joe Davison
: 73 min
: ab 16
: 27.09.2012 (DVD+BD)
: Schröder Media HandelsgmbH & Co KG
: USA
Unsere Wertung
2.0
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2.0

Die Nacht der Zombies (2010)

Beginnen wir mit dem Positiven.
DIE NACHT DER ZOMBIES ist kein durchgestyltes Produkt der Horrorindustrie, das am Reißbrett entworfen wurde und ausschließlich dafür da ist, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Stattdessen sprechen wir hier augenscheinlich über einen Amateurfilm, gedreht von Fans für Fans, versetzt mit gelegentlichen Zitaten aus bekannten Filmen und mit einem Mini-Budget umgesetzt.
Einen Film zu drehen ist schwer, vor allem wenn man kein Geld hat, eine gewisse Leistung muss man daher anerkennen, das ändert aber nichts daran, dass DIE NACHT DER ZOMBIES stinklangweilig ist.

1933 wird die 10jährige Amelia von den eigenen Eltern umgebracht und in den Wäldern Floridas verscharrt.
50 Jahre später findet bei Elizabeth und ihrer jüngeren Schwester Holly eine Party statt und dummerweise befindet sich das Haus genau dort wo sich einst die Tragödie zutrug. Als einige Gäste den Geist des kleinen Mädchens sehen, ist man bereits einer Panik nahe, doch als auch deren Eltern als blutrünstige Zombies zurückkehren, eskaliert die Situation völlig.

Es gibt wirklich keinen Aspekt, in dem DIE NACHT DER ZOMBIES auch nur durchschnittlich professionell wäre. Angefangen bei…na ja…Schauspielern, von denen man nicht so recht weiß, was sie eigentlich darstellen sollen (schaut euch nur den Affen im Trailer an, der bei Sekunde 5 durchs Bild tanzt), die aber nicht nur blass bleiben, sondern in ihrer Konzentration den Text nicht zu vergessen, auch noch oft unsympathisch wirken.
Blöderweise wird man als Zuschauer durch eine quälend lange erste Filmhälfte gezogen, die voller banaler Dialoge ist, die oft nicht mal an die Handlung gekoppelt sind.

Da ist man freilich froh, wenn endlich Amelias Geist auftaucht, auch wenn der eine gewaltige Glasmurmel in seiner CGI-Augenhöhle trägt.
Die Freude über die Abwechslung währt aber nur kurz, denn auch Amelias böse Eltern überzeugen nicht und metzeln sich durch ein paar Standardmorde, die man schon hunderte Male besser gesehen hat. Wie an der FSK16-Freigabe zu erkennen, sind die nicht einmal sehr blutig und spannend schon mal gar nicht.

Konsequenterweise hat man in Deutschland dem Film ein Cover verpasst, das nichts von der Handlung widerspiegelt (streng genommen ist auch der deutsche Titel etwas irreführend) und auf das Sonderangebot der Synchronisationsfirma zurückgegriffen, die gelangweilte 1€-Jobber als Sprecher einsetzte.

Mehr als die Minimalpunktzahl hat sich der Film wirklich nur verdient, weil der Spuk schon nach unendlich langen 73 Minuten wieder vorbei ist und bei allem Dilettantismus den Eindruck erweckt, als hätten zumindest die Beteiligten Spaß bei den Dreharbeiten gehabt. Da aber nicht jeder Fan zum Autor, Regisseur oder Schauspieler geboren wurde, sollten sich nur ausgewiesene Amateurfilmfreunde DIE NACHT DER ZOMBIES ansehen.


Die Nacht der Zombies (2010), 2.0 out of 10 based on 1 rating

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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