der letzte atemzug (2)

Der letzte Atemzug (2010)

: Ty Jones, Mandy Bannon
: Ty Jones
: Ty Jones,
: ca. 99 min
: ab 18
: 06.09.12 (DVD + BD)
: Schröder Media HandelsgmbH & Co KG
: USA
Unsere Wertung
3.0
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3 votes
6.7

Der letzte Atemzug (2010)

“Es wäre besser, wenn Ty Jones bei SAW 8 die Regie führt.”
Was will uns dieses Zitat auf dem Filmcover sagen? Dass Ty Jones besser die Finger von DER LETZTE ATEMZUG gelassen hätte um den achten Teil einer mittlerweile belanglosen Reihe zu drehen? Oder dass DER LETZTE ATEMZUG mit einem anderen Regisseur besser gewesen wäre? Oder dass er das Zeug hätte, frischen Wind ins angemuffte SAW-Universum zu bringen? Oder will man einfach darauf hinweisen, dass zwischen SAW und DER LETZTE ATEMZUG Parallelen bestehen?
Fest stehen 2 Dinge:
1) Parallelen bestehen in den Folteranteilen und einem moralischen Folterknecht durchaus
2) ohne Ty Jones wäre DER LETZTE ATEMZUG nicht entstanden, der Mann ist nämlich Autor, Regisseur und Hauptdarsteller.

Er spielt Familienvater Michael, der eine Affäre mit einer Kollegin hat, während seine Frau Tina Alkoholikerin ist. Die Ehe liegt also in Trümmern, gäbe es nicht das gemeinsame Kind Caleb. Als sich Michael eine alte Fabrikhalle kauft, werden er und Tina plötzlich von einem Mann überwältigt und gefoltert.

Es ist schwer an DER LETZTE ATEMZUG irgendetwas Positives zu sehen. Am ehesten ist vielleicht noch die Musik zu nennen, die zumindest an verschiedenen Stellen die Atmosphäre verspricht, die der Film fast nie aufbauen kann.
Dass sich Ty Jones viel Zeit lässt um die wenigen Figuren vorzustellen, führt nicht zu einer Identifikation des Zuschauers mit den Protagonisten, sondern lässt nur den Wunsch wachsen diesen Menschen zu entkommen und der verstohlene Blick auf die eigene Uhr oder sogar auf die Stopptaste der Fernbedienung sind kaum zu vermeiden.
Wenn sich dann (im Sinne eines Horrorfilms) etwas tut, wächste die Freude nur unmerklich. Zu belanglos sind die Herausforderungen (Jigsaw würde sich im Grabe umdrehen), zu lausig die Effekte, zu gaga der Widersacher. Das hat man alles schon gesehen und meist besser.
Was die gemeinsame Bedrohung bei dem Pärchen auslöst, ist auch vorhersehbar und man könnte es niemandem verübeln, wenn er diesem Filmereignis ein vorzeitiges Ende bereiten wolle.

Doch dann das Unerwartete: das Ende wechselt plötzlich den Ton der Geschichte und auf einmal macht alles Sinn.
Natürlich lösen sich die vielen Kritikpunkte dadurch nicht in Wohlgefallen auf, aber zumindest wird aus einem katastrophalen C-Film ein schwacher C-Film, bei dem man sich etwas gedacht hat.
Vielleicht „too little, too late“, aber als Entschädigung für alle Zuschauer, die die vorangegangenen 80 min hinnahmen und durchhielten doch akzeptabel.


Der letzte Atemzug (2010), 6.7 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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